Breaking Ancestral News – Die Ureinwohner fordern Amerika zurück

und Trump ist sehr überrascht
Von Ronald Tramp, Sonderkorrespondent für historische Besitzansprüche, zeitlich flexible Wahrheiten und extrem alte Landkarten
Ich habe es kommen sehen. Viele sagen jetzt: Ronald, das konnte doch niemand ahnen. Aber ich sage: Ich habe es geahnt. Schon immer. Tief in meinem sehr stabilen Bauchgefühl. Die indigenen Ureinwohner Amerikas – fantastische Leute, sehr geduldig, sehr langlebig, unglaublich lange Erinnerungen – haben offiziell von Donald Trump gefordert, das Staatsgebiet der Vereinigten Staaten an sie zurückzugeben. Komplett. Mit allem. Inklusive Washington, Golfplätzen und dieser einen Statue, die immer eine Fackel hochhält, obwohl sie offensichtlich friert.
Die Begründung ist simpel. Beunruhigend simpel. Und deshalb extrem gefährlich für jede Talkshow.
Sie sagen: Wir waren zuerst da.
Nicht ein bisschen früher. Nicht „wir haben auch mal vorbeigeschaut“. Nein. Viele hunderte Jahre früher. Bevor es weiße Siedler gab. Bevor es Starbucks gab. Bevor jemand auf die Idee kam, ein Land nach einer Abkürzung zu benennen und es dann großartig zu finden.
Die Ureinwohner argumentieren, Amerika sei ursprünglich ihr Land gewesen. Ihr Boden. Ihre Flüsse. Ihre Berge. Ihre Büffel. Und vor allem: ihre Ruhe. Eine Ruhe, die später sehr laut gestört wurde.
Donald Trump reagierte, wie man es erwarten konnte: empört, überrascht und mit dem festen Glauben, dass Geschichte erst dann beginnt, wenn sein Name irgendwo draufsteht. „Niemand nimmt mir Amerika weg!“, soll er gesagt haben. „Ich habe es groß gemacht!“
Die indigenen Vertreter reagierten darauf bemerkenswert ruhig. Zu ruhig. Sie erklärten, sie hätten Zeit. Sehr viel Zeit. Jahrhunderte, um genau zu sein. Zeit sei schließlich ihre Spezialität.
Der Forderungskatalog ist eindeutig, höflich formuliert und gleichzeitig absolut gnadenlos.
Erstens: Die Rückgabe des gesamten Staatsgebiets der USA an die indigenen Nationen. Nicht verhandelbar. Keine Ratenzahlung. Kein „Deal of the Century“. Einfach zurückgeben, so wie man einen geliehenen Rasenmäher zurückgibt – nur mit mehr Kontinent.
Zweitens: Donald Trump soll offiziell anerkennen, dass „Make America Great Again“ schwierig sei, wenn man nicht der ursprüngliche Besitzer ist. Ein Detail, sagen sie, aber ein wichtiges.
Drittens: Alle bisherigen Präsidentenpaläste sollen zu Museen für koloniale Ungeduld umgewandelt werden. Mit Audioguides, die bei jeder Entscheidung erklären: „Hier hätte man auch kurz nachdenken können.“
Trump wiederum brachte ein Gegenargument, das er für unschlagbar hielt: Er habe sehr viel Geld in Amerika investiert. Sehr schöne Gebäude. Sehr tolle Buchstaben. Goldene Buchstaben. Das müsse doch zählen.
Die Ureinwohner antworteten trocken: Wir haben Jahrtausende investiert. Keine Gebäude aus Gold, aber funktionierende Gesellschaften. Und sehr stabile Traditionen.
Punkt für sie, sagen viele. Große Punkte.
Besonders unangenehm wurde es, als die indigenen Sprecher begannen, alte Karten auszupacken. Karten ohne Bundesstaaten. Ohne Grenzen. Ohne Wahlkreise. Nur Land. Flüsse. Berge. Und der dezente Hinweis: Hier lebten wir. Überall.
Trump soll bei diesem Anblick kurz überlegt haben, ob man Karten auch einfach für „Fake History“ erklären könne. Aber selbst das Publikum auf Truth Social wirkte verunsichert.
Die Ureinwohner drohten nicht mit Gewalt. Das sei unnötig, erklärten sie. Stattdessen drohten sie mit etwas viel Schlimmerem: moralischer Überlegenheit.
Sie kündigten an, Amerika künftig mit traditionellen Methoden zu regieren. Mehr Zuhören. Weniger Schreien. Entscheidungen erst nach Beratung. Und – das traf Trump besonders hart – keine spontanen Dekrete vor dem Frühstück.
Noch schlimmer: Sollte Trump sich weigern, wollen die Ureinwohner sämtliche amerikanischen Superlative zurückfordern. Amerika dürfe sich dann nicht mehr „the greatest nation on Earth“ nennen, sondern nur noch „ehemaliges Projekt mit Lernpotenzial“.
Wirtschaftlich planen sie eine radikale Umstellung. Keine Ausbeutung mehr. Nachhaltigkeit. Respekt vor der Natur. Trump fragte, ob das auch für Golfplätze gelte. Man antwortete: Besonders für Golfplätze.
Als symbolische Geste boten die Ureinwohner Trump einen neuen Titel an: „Ehren-Historiker ohne Entscheidungsgewalt“. Mit eigenem Tipi, sehr warm im Winter, aber ohne WLAN. Trump bat um Bedenkzeit.
Am Ende bleibt eine Frage, die selbst Ronald Tramp nicht ignorieren kann: Was, wenn sie recht haben? Was, wenn Amerika nie wirklich weggenommen wurde, sondern nur sehr lange ausgeliehen?
Ich sage nicht, dass Trump Amerika zurückgeben wird. Aber ich sage: Die Ureinwohner haben den längeren Atem. Und sie wissen, dass Geschichte am Ende meistens nicht von den Lautesten gewonnen wird – sondern von denen, die zuerst da waren.
Think long. Think deep. Think original.


