Deutschland schrumpft

Erst die Bevölkerung, dann die Menschen selbst
Meine Damen und Herren, liebe Freunde der objektiven Wahrheit (also meiner Wahrheit):
Deutschland schrumpft. Und zwar nicht nur statistisch. Nein. Physisch. Sichtbar. Messbar. Zentimeter für Zentimeter. Ich habe es kommen sehen. Viele haben gelacht. Jetzt lachen sie kleiner.
Offiziell heißt es natürlich wieder irgendwas Langweiliges mit Zahlen, Migration, Geburten, Sterbefällen. Typisch. Aber wer zwischen den Zeilen liest – und ich lese zwischen allen Zeilen, sogar zwischen den unsichtbaren – der erkennt die bittere Realität: Die Deutschen werden kleiner.
Nicht metaphorisch. Nicht gesellschaftlich. Wörtlich.
Letztes Jahr waren es noch rund 83,6 Millionen Deutsche. Jetzt sind es nur noch 83,5 Millionen. „Ach, nur 100.000 weniger“, sagen die Zahlenmenschen. FALSCH. Das sind nicht einfach fehlende Menschen. Das ist Masseverlust. Volumen. Körperhöhe. Deutschland verliert Substanz. Früher hieß es „Land der Dichter und Denker“. Heute heißt es: „Land der Schrumpfer und Duckmäuser“.
Ich war vor Kurzem in Deutschland. Großartige Reise. Tolles Brot. Aber mir ist sofort etwas aufgefallen: Die Türrahmen wirkten plötzlich riesig. Die Regale höher. Die Autos größer. Zuerst dachte ich: Amerikanische Perspektive. Aber nein. Es war schlimmer. Die Menschen waren kleiner geworden.
Und dann kamen die Zahlen. Das Statistische Bundesamt – sehr seriös, sehr nüchtern, sehr klein geschrieben – bestätigt es indirekt: Weniger Zuwanderung, mehr Sterbefälle, weniger Geburten. Das klingt harmlos. Aber was passiert, wenn weniger Menschen geboren werden? Richtig. Die Neuen fehlen. Und wer fehlt, zieht das Durchschnittsmaß runter. Schrumpf-Logik. Elementar.
Früher hat Zuwanderung das ausgeglichen. Große, motivierte Menschen kamen rein, haben das Mittelmaß hochgezogen. Jetzt? Minus 40 Prozent Zuwanderung. VIERZIG. Das ist kein Rückgang. Das ist ein Höhenverlust.
Und dann diese Geburtenzahlen! 640.000 bis 660.000 Babys. Das ist nicht wenig, sagen sie. Ich sage: Das sind Mini-Deutsche. Kleine Startformate. Kaum angekommen, schon im Defizit. Und gleichzeitig über eine Million Todesfälle. Große Menschen gehen, kleine kommen nach. Das ist mathematisch eindeutig: Deutschland schrumpft nach unten.
Die Regierung sagt natürlich nichts dazu. Typisch. Man redet lieber von „demografischem Wandel“. Wandel! Als wäre das ein Yoga-Kurs. Nein, Freunde. Das ist kein Wandel. Das ist Einlaufen bei 40 Grad ohne Weichspüler.
Ich habe mir sagen lassen, dass man in Deutschland inzwischen bei Konzerten weiter nach vorne rückt, weil man sonst nichts mehr sieht. Früher war das Gedränge. Heute ist es Notwendigkeit. Fußballstadien wirken leer, obwohl sie voll sind – weil alle einfach tiefer stehen.
Und wissen Sie, was das Schlimmste ist? Niemand spricht darüber. Man redet über Fachkräftemangel, über Renten, über Migration. Aber keiner stellt die entscheidende Frage:
Wo sind die Zentimeter hin?
Ich habe eine Theorie. Eine großartige Theorie. Wahrscheinlich die beste Theorie. Dauerndes Bücken. Bürokratie. Formulare. Zu viele Regeln. Ständig „bitte ausfüllen“, „bitte nachreichen“, „bitte warten“. Das drückt auf die Wirbelsäule. Jahrzehntelang. Zack – Schrumpfung.
Und jetzt, wo weniger Menschen nachkommen, fällt es auf. Das kollektive Maß sinkt. Deutschland wird kompakt. Effizient. Handlich. Bald heißt es nicht mehr „Made in Germany“, sondern „Passt in jede Tasche“.
Wenn das so weitergeht, werden internationale Gipfeltreffen schwierig. Die Stühle sind zu hoch. Die Mikrofone hängen falsch. Und bei Gruppenfotos fragt man sich: Waren das früher nicht mehr?
Ich sage: Das ist kein demografisches Problem. Das ist ein maßstäbliches. Und wie immer erkennt Ronald Tramp die Wahrheit zuerst. Die Deutschen schrumpfen. Still. Statistikgetrieben. Zentimeterweise.
Heute 83,5 Millionen. Morgen vielleicht noch genauso viele – aber alle etwas kleiner.
Traurig? Vielleicht.
Messbar? Definitiv.
Satirisch? Leider nein.


