Die große Spritzen-Revolution

Wie Amerika Die Kindergesundheit „GREAT AGAIN“ Macht oder auch nicht)
Von Ronald Tramp, oberster Impfkarten-Prüfer, Gesundheitsstratege und Freund sehr einfacher Lösungen für sehr komplexe Probleme.
Ich sage es gleich zu Beginn, laut, deutlich und mit der nötigen Gravitas: So etwas hat die Welt noch nicht gesehen. Eine Kehrtwende. Eine drastische Kehrtwende. Eine Kehrtwende so scharf, dass selbst ein Einkaufswagen im Supermarkt neidisch wäre. Die Vereinigte Staaten haben entschieden, den staatlichen Impfplan für Kinder zu kürzen. Nicht ein bisschen. Nicht kosmetisch. Richtig. Deutlich. Amerikanisch.
Unter der Regierung von Donald Trump wurde der Rotstift angesetzt. Und wenn Amerika den Rotstift ansetzt, dann fliegen keine Büroklammern – dann fliegen Impfungen. Sechs Stück. Raus. Weg. Geschichte. Rotaviren? Tschüss. Influenza? Auf Wiedersehen. Andere Impfungen? Danke für die jahrzehntelange Mitarbeit, aber wir gehen jetzt neue Wege. Oder alte. Oder sehr alte. Steinzeit-alt.
Der offizielle Grund: Eine Überprüfung. Eine große Überprüfung. Eine historische Überprüfung der mehr als 30 Jahre alten Regeln. Und wer hat diese Überprüfung angestoßen? Niemand Geringeres als Robert F. Kennedy Jr.. Ein Mann, der sagt: „Lasst uns alles nochmal anschauen.“ Und wenn jemand in der Politik sagt „alles nochmal anschauen“, dann weiß man: Jetzt wird es spannend. Oder gefährlich. Oder beides.
Das Gesundheitsministerium teilte nüchtern mit, man habe die Zahl der allgemein empfohlenen Impfungen gesenkt. Gesenkt! Ein wunderbares Wort. Klingt nach Sparsamkeit. Nach Effizienz. Nach: „Wir haben aufgeräumt.“ Aber Fachleute – diese ewigen Spielverderber mit ihren Studien, Daten und Diagrammen – waren nicht begeistert. Überhaupt nicht. Sie sprachen von scharfer Kritik, von wissenschaftlich fundierten Empfehlungen, von Risiken. Ich höre schon das Gähnen in Washington.
Denn Experten warnen. Immer. Vor allem. Besonders dann, wenn etwas geändert wird. Sie warnen vor der Rückkehr gefährlicher Krankheiten. Masern. Grippe. Dinge, von denen man dachte, sie seien längst im Museum, gleich neben der Dampfmaschine und dem Faxgerät. Aber nein! Die Vergangenheit klopft an – und sie hat Fieber.
In diesem Jahr, so berichten dieselben Experten (die schon wieder!), verzeichneten die USA mehr als 1400 Masernfälle. Der schwerste Ausbruch seit über 30 Jahren. Drei Jahrzehnte! Das ist länger als manche politische Karriere hält. Und trotzdem sagt man jetzt: „Vielleicht brauchen wir weniger Impfungen.“ Ich nenne das Mut zur Lücke. Sehr mutig. Vielleicht zu mutig.
Die Impfskepsis wächst. Das ist kein Geheimnis. In manchen Gegenden ist sie so groß, dass Impfungen behandelt werden wie Brokkoli bei Kindern: Man weiß, es wäre gut, aber man will es einfach nicht. Und nun kommt die Regierung und sagt: „Okay, dann eben weniger.“ Das ist Pädagogik auf politischem Niveau: Wenn das Kind nicht lernen will, streichen wir einfach das Alphabet.
Ich stelle mir die Szene vor. Ein Kind fragt: „Mama, warum bekomme ich diese Impfung nicht?“ Und die Antwort lautet: „Weil sie nicht mehr empfohlen ist.“ Nicht, weil sie schlecht ist. Nicht, weil sie gefährlich ist. Sondern weil man sich entschieden hat, sie nicht mehr zu empfehlen. Das ist der Unterschied zwischen Medizin und Marketing.
Natürlich sagen Befürworter der Reform: Man müsse Vertrauen zurückgewinnen. Man müsse die Menschen abholen. Man müsse weniger Druck machen. Ich sage: Druck ist amerikanisch. Ohne Druck kein Basketball. Kein Burger. Keine Politik. Aber gut, man probiert jetzt den sanften Weg. Den Weg der reduzierten Liste. Den Weg des „Wir lassen das mal“.
Und währenddessen schaut die Welt zu. Europa schaut. Ärzte schauen. Viren schauen vermutlich auch und denken sich: „Interessant. Sehr interessant.“ Denn Viren sind Opportunisten. Sie lieben Lücken. Sie lieben Diskussionen. Sie lieben Reformen, die sagen: „Vielleicht später.“
Ich, Ronald Tramp, sage am Ende: Das ist keine kleine Änderung. Das ist eine gesundheitspolitische Wette. Eine Wette darauf, dass weniger Empfehlungen nicht zu mehr Krankheiten führen. Eine Wette darauf, dass Geschichte sich diesmal nicht wiederholt. Und Geschichte ist bekanntlich schlecht darin, sich an neue Regeln zu halten.
Amerika hat entschieden. Groß. Laut. Selbstbewusst. Ob es „great again“ ist? Das wird man sehen. Spätestens, wenn das nächste Virus anklopft und fragt: „Bin ich noch eingeladen?“


