Wenn das Gehirn WLAN bekommt

Grafik: Smart-Gehirn

und plötzlich der Handschuh zurückgrüßt. 

Meine Damen und Herren, wir müssen über etwas sprechen, das gleichzeitig nach Science-Fiction, Zukunftstechnologie und einem besonders ambitionierten Elektronikmarkt klingt.

Es geht um Gehirn-Computer-Schnittstellen.

Ja, Sie haben richtig gehört.

Nicht Smartphone.
Nicht Smartwatch.
Nicht Smart-Toaster.

Smart-Gehirn.

Und während in manchen Ländern noch darüber diskutiert wird, ob das Internet auf dem Land schneller als eine Brieftaube sein sollte, passiert anderswo etwas sehr Interessantes.

Ein neues medizinisches Gerät hat grünes Licht bekommen.

Ein System, das Elektroden direkt im Gehirn platziert.

Von dort aus werden Signale drahtlos übertragen.

Und diese Signale steuern… einen Handschuh.

Ein Handschuh!

Meine Damen und Herren, wir leben offiziell in der Zukunft.

Früher hat man einen Handschuh einfach angezogen.

Heute braucht man dafür ein Gehirnimplantat, eine Funkverbindung und vermutlich ein Passwort mit mindestens zwölf Zeichen.

Aber der Zweck dahinter ist tatsächlich beeindruckend.

Menschen mit schweren Rückenmarksverletzungen – besonders im Bereich der Halswirbelsäule – verlieren oft die Fähigkeit, ihre Hände zu bewegen.

Greifen, halten, Dinge aufheben – alles plötzlich unmöglich.

Und genau hier kommt diese Technologie ins Spiel.

Das System liest Signale direkt aus dem Gehirn.

Diese Signale werden drahtlos an einen speziellen Handschuh übertragen.

Und der Handschuh bewegt sich entsprechend.

Das Gehirn denkt: „Greifen.“

Der Handschuh sagt: „Kein Problem.“

Und plötzlich funktioniert etwas wieder, das vorher verloren war.

Jetzt sagen manche Menschen: „Das ist revolutionär.“

Andere sagen: „Moment mal… Elektroden im Gehirn?“

Und wieder andere fragen sich vermutlich:
„Kann ich damit auch meine Fernbedienung steuern?“

Aber egal wie man dazu steht – technologisch ist das ein riesiger Schritt.

Denn zum ersten Mal wurde ein solches System offiziell für den kommerziellen Verkauf zugelassen.

Das bedeutet: Es bleibt nicht mehr nur im Labor.

Es geht auf den Markt.

Und wenn etwas auf den Markt geht, dann wissen wir alle, was als Nächstes kommt.

Version 2.0.

Version 3.0.

Und irgendwann ein Premium-Modell mit besserer Akkulaufzeit und wahrscheinlich einer App.

Denn wir kennen die Technologiebranche.

Alles beginnt mit Medizin.

Und endet irgendwann mit einem Upgrade für Gamer.

Doch hinter dieser Entwicklung steckt noch mehr.

Ein globales Wettrennen.

Denn Gehirn-Computer-Schnittstellen gelten inzwischen als eine der wichtigsten Zukunftstechnologien.

Regierungen, Start-ups, Tech-Konzerne – alle schauen auf dieses Feld.

Alle wollen vorne dabei sein.

Alle wollen die ersten sein, die sagen können:

„Unser Gehirn funktioniert jetzt mit Bluetooth.“

Und natürlich spielt auch ein bekannter Technologie-Milliardär mit.

Er hat ein Unternehmen gegründet, das ebenfalls daran arbeitet, Chips direkt ins Gehirn einzusetzen.

Die Idee: Menschen sollen Computer direkt mit ihren Gedanken steuern können.

Keine Tastatur.

Keine Maus.

Nur Denken.

Ich stelle mir das übrigens großartig vor.

Sie sitzen im Büro.

Ihr Chef sagt: „Haben Sie den Bericht fertig?“

Und Sie denken einfach:

„PowerPoint öffnen.“

„Diagramm erstellen.“

„Meeting absagen.“

Und das alles, ohne auch nur einen Finger zu bewegen.

Das klingt effizient.

Aber auch ein kleines bisschen gefährlich.

Denn wenn Computer irgendwann Gedanken lesen können, dann gibt es eine Frage, die uns alle beschäftigt:

Was passiert mit unseren inneren Kommentaren?

Sie wissen schon.

Diese Gedanken, die man normalerweise nur im Kopf behält.

Die Technologie könnte also nicht nur unsere Hände bewegen.

Sie könnte auch die unangenehmsten Büro-Momente der Menschheitsgeschichte auslösen.

Doch zurück zur Realität.

Experten glauben, dass diese Technologie in wenigen Jahren deutlich verbreiteter sein könnte.

Drei bis fünf Jahre – so lautet eine Prognose.

Und wenn man sich anschaut, wie schnell sich Technik entwickelt, klingt das gar nicht so unrealistisch.

Vor zwanzig Jahren hatten viele Menschen noch Handys mit Antenne.

Heute tragen wir Computer in der Hosentasche, die stärker sind als die Rechner, mit denen früher Raumfahrzeuge gesteuert wurden.

Und jetzt stehen wir möglicherweise vor der nächsten großen Stufe.

Der direkten Verbindung zwischen Gehirn und Maschine.

Ich sage Ihnen ganz ehrlich:

Das ist gleichzeitig faszinierend und ein bisschen verrückt.

Denn wenn das Gehirn erst einmal mit Technik verbunden ist, dann öffnen sich plötzlich sehr viele Möglichkeiten.

Medizinische Wunder.

Neue Kommunikationsformen.

Vielleicht sogar neue Arten zu lernen.

Aber auch ganz neue Probleme.

Zum Beispiel die wichtigste Frage der Zukunft:

Muss man sein Gehirn dann regelmäßig updaten?

„Achtung, neue Version verfügbar. Bitte starten Sie Ihr Denken neu.“

Und wenn das passiert, dann wissen wir eines ganz sicher:

Die Zukunft wird nicht nur digital sein.

Sie wird direkt in unserem Kopf stattfinden.

Und glauben Sie mir:

Wenn das Gehirn irgendwann WLAN hat, dann wird garantiert irgendjemand versuchen, Werbung hinein zu streamen.

„Dieser Gedanke wird präsentiert von…“

Und genau dann, meine Damen und Herren, wissen wir:

Die Zukunft ist endgültig angekommen.