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Ronald Tramp
★ Macht Meinung wieder Gross! ★

Dobrindt war’s! Linken-Chef entdeckt den ferngezündeten Pflasterstein

Satirisches Comicbild: Der Linken-Chef zeigt auf Dobrindt, der eine Spielzeugfernbedienung für Pflasterstein und Mülltonne hält. Ronald Tramp berichtet daneben.

Hat Dobrindt eine Fernbedienung für Randale? Ronald Tramp untersucht die wundersame Verlagerung persönlicher Verantwortung ins Innenministerium.

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Von Ronald Tramp, Ihrem Sonderkorrespondenten für politische Fernwirkungen und betreutes Verantwortungsverschieben.

Leute, der Linken-Chef hat laut vorgelegtem Bericht erklärt, Innenminister Alexander Dobrindt habe die Randale „herbeigerufen“. Herbeigerufen! Fantastisch. Andere Innenminister brauchen Polizeifunk. Dobrindt verfügt offenbar über ein Beschwörungszimmer.

Ich, Ronald Tramp, sehe ihn in meiner ausdrücklich erfundenen Szene bereits vor einem Kreis aus CSU-Bierdeckeln stehen: dreimal „Leitkultur“ murmeln, einmal streng schauen – schon beantragt irgendwo ein Pflasterstein Ausgang.

Eine gewaltige Fähigkeit. Die beste Randale-Fernbedienung aller Zeiten!

Natürlich kritisiert der Linken-Chef die Ausschreitungen und verteidigt friedliche Demonstranten. Richtig so. Wer demonstriert, nimmt ein Grundrecht wahr. Wer Scheiben einschlägt, eröffnet keine besonders transparente Debatte.

Aber dann diese Erklärung mit dem Herbeirufen! Plötzlich bekommt politische Verantwortung Rollen untergeschraubt und fährt zuverlässig zum Gegner.

Vor meinem inneren Auge eröffnet die Parteizentrale deshalb eine neue Beratungsstelle: „Persönliche Entscheidungen – jetzt mit ministeriellem Verursachernachweis.“

„Warum haben Sie die Mülltonne angezündet?“

„Dobrindt hat etwas gesagt.“

„Verstehe. Sprachlich leicht entzündliches Material.“

Leute, ich kenne diese Logik. Wenn ich nachts den Kühlschrank plündere, hat der Gesundheitsminister die Salami herbeigerufen. Ich stand lediglich zufällig mit Senf daneben. Vollständig fremdgesteuert. Ein Opfer der Wurstpolitik.

Selbstverständlich können Politiker mit ihren Aussagen Stimmungen verschärfen. Das darf man ihnen vorhalten. Aber zwischen einer provokanten Aussage und einem fliegenden Gegenstand befindet sich gewöhnlich noch jemand, der beschließt, ihn zu werfen.

Diese Person aus der Gleichung zu streichen, ist keine Gesellschaftsanalyse. Das ist politische Buchhaltung mit Radiergummi.

Mein Vorschlag an den Linken-Chef: Friedliche Demonstranten verteidigen. Gewalt klar kritisieren. Dobrindts Aussagen konkret auseinandernehmen.

Das wäre allerdings mühsamer als die universelle Erklärung „Dobrindt war’s“.

Ich lasse sie mir trotzdem vorsorglich auf einen Stempel drucken.

Falls dieser Artikel schlecht ankommt, ist die Zuständigkeit bereits geklärt.

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Tags: Verantwortung Demonstrationen Linke Alexander Dobrindt Gen Z Randale
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