Amerika bereitet sich auf die Midterms vor – und Sicherheitsexperten entwickeln Pläne gegen eine mögliche Einmischung ausgerechnet aus dem Weißen Haus! Ronald Tramp präsentiert vergoldete Wahlurnen, patriotische Türsteher, eine Datenbank mit Staatsbürgerschafts-Orakel und den ultimativen Trump-Spiegel, der grundsätzlich nur Siege erkennt. Eine gnadenlos überdrehte Satire über Demokratie, Wahlmisstrauen und einen Präsidenten, für den selbst der Stimmzettel verdächtig werden könnte!
Von Ronald Tramp, dem großartigsten Wahlkampfreporter aller Zeiten, selbst ernannten Oberwahlleiter des Universums, fünffachen Gewinner der eigenen Beliebtheitsumfrage und einzigen Journalisten, der eine Wahl bereits gewinnen kann, bevor überhaupt jemand den Stimmzettel gedruckt hat. Believe me!
BREAKING NEWS! Amerika hat Angst vor Wahlmanipulation – und diesmal kommt der Verdacht aus dem Weißen Haus!
Meine Damen und Herren, liebe Patrioten, großartige Amerikaner und alle Menschen, die noch immer glauben, eine Demokratie sei ein System, bei dem am Ende die Stimmen gezählt werden!
Ich habe sensationelle Neuigkeiten!
Historische Neuigkeiten!
Die großartigsten Neuigkeiten seit der Erfindung des Wahlzettels mit eingebautem Radiergummi!
In Amerika bereiten sich ehemalige und aktive Sicherheitsbeamte darauf vor, die kommenden Kongresswahlen gegen mögliche politische Eingriffe zu schützen.
Und jetzt halten Sie sich fest!
Nicht gegen Russland!
Nicht gegen China!
Nicht gegen einen geheimnisvollen Hacker aus Nordkorea, der im Pyjama vor zwölf Bildschirmen sitzt!
NEIN!
Gegen eine mögliche Einmischung aus der eigenen Bundesregierung!
UNGLAUBLICH!
Amerika hat jahrzehntelang Experten in alle Welt geschickt, um anderen Ländern zu erklären, wie freie Wahlen funktionieren.
Und jetzt treffen sich ehemalige Spezialisten für autoritäre Systeme und überlegen offenbar, ob sie ihre alten Schulungsunterlagen endlich auch zu Hause verwenden sollten.
Meine Damen und Herren, das ist internationale Effizienz!
Warum teure Auslandsreisen unternehmen, wenn der praktische Anschauungsunterricht möglicherweise direkt vor der eigenen Haustür stattfindet?
MAKE DEMOCRACY COMPLICATED AGAIN!
Die geheime Demokratie-Feuerwehr: Wenn plötzlich das Weiße Haus auf dem Einsatzplan steht!
Laut einem Bericht der Washington Post beraten etwa zehn aktuelle und ehemalige Sicherheitsbeamte mit Vertretern mehrerer Bundesstaaten und des Kongresses über Vorkehrungen gegen mögliche Eingriffe in die Midterms.
Die Gruppe hat nach eigenen Angaben keine speziellen geheimdienstlichen Erkenntnisse über einen konkreten geplanten Eingriff.
Ihre Sorgen beruhen auf öffentlichen Äußerungen, bisherigen politischen Entwicklungen und eigenen Einschätzungen.
Das muss man sich vorstellen!
Normalerweise treffen sich Sicherheitsbeamte hinter verschlossenen Türen, weil irgendwo ein ausländischer Geheimdienst versucht, eine Wahl zu beeinflussen.
Diesmal sitzt man zusammen und fragt sich:
„Was machen wir eigentlich, wenn ausgerechnet die Bundesregierung selbst die Regeln neu interpretieren möchte?“
Ich, Ronald Tramp, habe dafür selbstverständlich bereits einen Namen gefunden:
OPERATION FREEDOM FIREWALL – DIE DEMOKRATIE RETTET SICH VOR IHRER EIGENEN CHEFETAGE!
Eine unglaubliche Operation!
Mit Aktenordnern!
Mit Telefonkonferenzen!
Mit Anwälten!
Und möglicherweise mit der größten Sammlung amerikanischer Verfassungsartikel seit Erfindung des juristischen Textmarkers!
Donald Trump präsentiert: Die beste Wahl ist eine Wahl, die schon vorher gewonnen wurde!
Natürlich habe ich mir sofort vorgestellt, wie eine vollständig erfundene Sitzung im Weißen Haus aussehen könnte.
Trump sitzt hinter seinem gewaltigen Schreibtisch.
Goldene Vorhänge.
Goldene Bilderrahmen.
Goldene Stifte.
Und irgendwo steht vermutlich ein vergoldeter Taschenrechner, auf dem ausschließlich positive Ergebnisse angezeigt werden.
Ein Berater tritt ein.
„Mr. President, die Zwischenwahlen stehen bevor!“
Trump lächelt.
„Fantastisch! Ich liebe Wahlen! Niemand liebt Wahlen so sehr wie ich!“
„Aber Sir, wir wissen noch nicht, wie die Menschen abstimmen werden!“
„Warum nicht?“
„Weil sie noch nicht gewählt haben!“
„Schrecklich! Ein völlig ineffizientes System!“
„Sir, so funktioniert Demokratie!“
„Dann braucht Demokratie dringend ein Upgrade!“
Meine Damen und Herren!
Ich sage Ihnen: In meiner frei erfundenen Trump-Welt könnte das zukünftige amerikanische Wahlverfahren sensationell einfach werden.
Der Bürger bekommt einen Stimmzettel.
Darauf stehen drei Auswahlmöglichkeiten:
„Trump ist großartig.“
„Trump ist unglaublich großartig.“
„Trump ist so großartig, dass ein weiterer Stimmzettel benötigt wird.“
Das ist natürlich keine wirkliche Wahlreform.
Das ist Satire!
Aber eine sehr effiziente Satire!
ICE an der Wahlurne? Willkommen beim patriotischen Türsteher-Service!
Zu den Befürchtungen gehört, dass Bundesbehörden oder Sicherheitskräfte an Wahllokalen eingesetzt werden könnten. Ob es tatsächlich zu solchen Maßnahmen kommen wird, ist damit keineswegs erwiesen.
Aber stellen wir uns einmal vor, was ein vollständig überdrehtes Wahlbüro unter solchen Umständen für ein Erlebnis wäre.
Ein Bürger erscheint am Wahllokal.
„Guten Morgen! Ich möchte wählen!“
Ein Sicherheitsbeamter fragt:
„Haben Sie einen Ausweis?“
„Selbstverständlich!“
„Eine Geburtsurkunde?“
„Ja!“
„Einen Staatsbürgerschaftsnachweis?“
„Auch!“
„Ein Familienfoto mit der Freiheitsstatue?“
„Äh, nein!“
„Dann gehen Sie bitte zunächst zur patriotischen Nachqualifizierungsstelle!“
Dort wartet ein weiterer Beamter.
„Können Sie die Nationalhymne rückwärts singen?“
„Nein!“
„Dann müssen wir Ihre demokratische Eignung leider genauer prüfen!“
Meine Damen und Herren!
Ein Wahlbüro, das aussieht wie die Sicherheitskontrolle eines Flughafens!
Nur dass man am Ende keinen Urlaub bekommt, sondern hoffentlich seinen Stimmzettel abgeben darf.
WELCOME TO THE UNITED STATES OF BUREAUCRATIC FREEDOM!
Die SAVE-Datenbank: Wenn der Computer plötzlich entscheidet, ob Amerika amerikanisch genug ist!
Besonders spannend wird es bei der amerikanischen Datenbank namens SAVE.
Mit ihrer Hilfe können Behörden Staatsbürgerschaftsinformationen überprüfen.
Die Trump-Regierung begründet die Nutzung mit dem Ziel, eine unzulässige Stimmabgabe durch Nichtstaatsbürger zu verhindern.
Kritiker warnen hingegen vor Fehlern, durch die auch rechtmäßig Wahlberechtigte betroffen sein könnten. Über die erweiterten Abfragemöglichkeiten und ihre rechtlichen Grenzen wird vor Gericht gestritten.
Und genau hier beginnt meine fantastische neue amerikanische Fernsehshow:
„AMERICA'S NEXT TOP CITIZEN!“
Eine Jury aus Computern entscheidet, wer amerikanisch genug ist!
Ein Kandidat tritt vor.
„Ich wurde eingebürgert!“
Der Computer piept.
„UNWAHRSCHEINLICH!“
„Aber ich habe meinen amerikanischen Pass!“
„DATENSATZ NICHT AKTUELL!“
„Ich zahle seit Jahren Steuern!“
„DAS SYSTEM BEDANKT SICH FÜR IHREN BEITRAG!“
„Darf ich jetzt wählen?“
„BITTE WARTEN SIE AUF DAS NÄCHSTE SOFTWAREUPDATE!“
Fantastisch!
Endlich besitzt die größte Demokratie der westlichen Welt die Möglichkeit, ihre Bürger von einem Datenbankeintrag darüber informieren zu lassen, ob sie möglicherweise versehentlich aus der Demokratie herausaktualisiert wurden!
Wahlbeobachter? Nein danke! Amerika beobachtet sich selbst!
Und dann gibt es noch die OSZE.
Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa beobachtet seit vielen Jahren auch amerikanische Wahlen.
Diesmal wurde sie von Washington nicht zur Beobachtung der Midterms eingeladen. Die OSZE kritisierte diese Entscheidung ausdrücklich.
Meine Damen und Herren!
Das ist ungefähr so, als würde ein Restaurant dem Gesundheitskontrolleur erklären:
„Wir brauchen heute keine Überprüfung! Unser Koch hat bereits selbst festgestellt, dass seine Küche hervorragend ist!“
Oder als würde ein Fußballschiedsrichter vor dem Spiel sagen:
„Die Videobeweis-Kabine bleibt geschlossen. Ich habe mir alle Entscheidungen bereits im Voraus angeschaut!“
Ich persönlich fordere deshalb die Einführung des ultimativen amerikanischen Wahlbeobachters:
DER GOLDENE TRUMP-SPIEGEL!
Er hängt im Weißen Haus.
Jeden Morgen tritt der Präsident davor.
„Spieglein, Spieglein an der Wand, wer gewinnt die meisten Wahlen im Land?“
Und der Spiegel antwortet:
„Sie, Mr. President!“
„Auch wenn wir verlieren?“
„Selbstverständlich, Sir! Dann handelt es sich lediglich um einen Sieg, den die Wahlurnen noch nicht verstanden haben!“
Ein fantastisches System!
Keine ausländischen Beobachter!
Keine unangenehmen Fragen!
Und garantiert keine Meinungsverschiedenheiten mit dem Spiegel!
Die Midterms: Der einzige Einstellungstest, bei dem das Volk den Chef bewerten darf!
Am 3. November wählen die Amerikaner einen neuen Kongress.
Es geht um politische Mehrheiten, die Gesetzgebung und die Möglichkeiten, die Regierung zu kontrollieren.
Vor allem aber geht es um eine sehr einfache demokratische Idee:
Auch ein mächtiger Präsident muss damit leben, dass Wähler andere Vorstellungen haben können.
Und ich, Ronald Tramp, sage Ihnen:
Das ist für jeden Präsidenten eine wunderbare Gelegenheit!
Man kann Zustimmung bekommen.
Man kann Kritik bekommen.
Man kann sogar feststellen, dass Millionen Menschen ihre Regierung anders beurteilen als deren eigene Presseabteilung.
Eine unglaubliche amerikanische Tradition!
Ein bisschen wie eine Kundenbewertung.
Nur mit sehr viel mehr Konsequenzen!
Stellen Sie sich vor, ein Hotelchef könnte jede negative Bewertung für ungültig erklären.
„Das Frühstück war kalt!“
FAKE NEWS!
„Die Klimaanlage funktioniert nicht!“
WAHLBETRUG!
„Der Hotelmanager war unfreundlich!“
AUSLÄNDISCHE EINFLUSSNAHME!
Und auf einem gigantischen Bildschirm erscheint:
„DIESES HOTEL WURDE MIT ÜBERWÄLTIGENDER ZUFRIEDENHEIT BEWERTET!“
Meine Damen und Herren!
So etwas wäre selbstverständlich keine seriöse Kundenbefragung.
Aber als Satire über politische Selbstgewissheit?
ABSOLUTER WELTKLASSE-HUMOR!
Ronald Tramps ultimativer Demokratieplan: Make Ballot Boxes Golden Again!
Ich habe einen Vorschlag, der sämtliche amerikanischen Probleme lösen könnte.
Wir machen Wahlen wieder großartig!
Riesige Wahlurnen!
Wunderschöne Wahlurnen!
Vergoldete Wahlurnen!
Mit roten Teppichen!
Mit Blaskapellen!
Und einem elektronischen Zähler, der tatsächlich nur die abgegebenen gültigen Stimmen zählt!
Revolutionär!
Niemand hätte jemals mit so etwas gerechnet!
Die Regeln stehen vorher fest.
Jeder rechtmäßig Wahlberechtigte kann abstimmen.
Die Stimmen werden korrekt gezählt.
Die Ergebnisse werden unabhängig überprüft.
Und anschließend akzeptieren alle Beteiligten das rechtmäßige Ergebnis.
Meine Damen und Herren!
Das klingt für manche vielleicht wie eine vollkommen futuristische Science-Fiction-Geschichte.
In Wahrheit nennt man es einfach:
EINE FUNKTIONIERENDE WAHL!
Ich weiß!
Unglaublich!
Ronald Tramps Schlussbericht: Die größte Demokratie der Welt sucht ihren eigenen Notausgang!
Und nun, liebe Amerikaner, kommen wir zum gigantischen Finale!
Da sitzen also Sicherheitsexperten in vertraulichen Gesprächen und überlegen, welche Vorkehrungen amerikanische Bundesstaaten gegen mögliche Eingriffe treffen sollten.
Menschen, die früher Erfahrung mit dem Schutz demokratischer Verfahren gegenüber autoritären Entwicklungen im Ausland gesammelt haben, beschäftigen sich nun mit Vorsorgemaßnahmen für das eigene Land.
Es ist wichtig: Die befürchteten Eingriffe sind keine nachgewiesenen zukünftigen Ereignisse. Aber schon die Tatsache, dass solche Szenarien ernsthaft diskutiert werden, liefert der politischen Satire ein gewaltiges Motiv.
Ich sehe bereits die neue amerikanische Regierungsbroschüre vor mir:
„Demokratie leicht gemacht – jetzt auch für Präsidenten!“
Kapitel eins: Eine Wahl kann man verlieren.
Kapitel zwei: Ein Wahlergebnis ist kein persönlicher Wunschzettel.
Kapitel drei: Eine Niederlage ist kein Computerfehler.
Kapitel vier: Ein Stimmzettel wird nicht automatisch verdächtig, nur weil er eine andere Meinung enthält.
Und Kapitel fünf:
Das Volk ist kein schlecht gelaunter Mitarbeiter, dem man nach einer ungünstigen Abstimmung einfach kündigen kann!
Meine Damen und Herren!
Amerika hat den Mond erreicht.
Amerika hat das Internet revolutioniert.
Amerika hat selbstfahrende Autos, künstliche Intelligenz und Raketen, die rückwärts landen können.
Und jetzt diskutiert es darüber, wie man sicherstellt, dass am Wahltag die Stimmen der Bürger zählen – selbst dann, wenn das Ergebnis einem sehr mächtigen Mann nicht gefällt.
Ich, Ronald Tramp, habe deshalb die ultimative Schlusspointe gefunden:
Früher schickten die USA Demokratieexperten in alle Welt, um anderen Ländern freie Wahlen beizubringen. Heute müssen einige dieser Experten offenbar nur noch ihren Arbeitsweg ändern!
Und sollten die Amerikaner eines Tages wirklich eine Wahl veranstalten, bei der vorher niemand den Gewinner bestimmen kann, dann wäre das möglicherweise der größte demokratische Fortschritt überhaupt:
Eine Wahl, deren Ergebnis erst feststeht, nachdem gewählt wurde!
THE GREATEST ELECTION REVOLUTION EVER!
RONALD TRAMP HAS SPOKEN!

