Markus Söder fordert eine Brandmauer nach links, Felix Banaszak entdeckt verrutschte Maßstäbe und in Sachsen-Anhalt sorgen geheimnisvolle Stimmen für politische Rauchzeichen. Ronald Tramp untersucht Deutschlands modernsten Brandschutz: links Beton, rechts Drehtür und dazwischen eine Junge Union mit gesellschaftlichem Ächtungsformular. Ein satirischer Großeinsatz mit garantiertem Feueralarm!
Von Ronald Tramp, dem großartigsten politischen Brandmauerinspektor aller Zeiten, mehrfach ausgezeichnet von sich selbst, unabhängig von Fakten, immun gegen politische Schwerkraft und dem einzigen Reporter, der sogar einen Kulturbruch mit einem Zollstock vermessen kann. Believe me!
Deutschland hat ein Problem! Ein riesiges Problem! Ein absolut gigantisches Problem!
Meine Damen und Herren, liebe Patrioten, liebe Brandmauerbesitzer und liebe Menschen, die beim Wort „links“ bereits reflexartig ihre Möbel nach rechts rücken!
Deutschland befindet sich in einer historischen Krise. Einer unglaublichen Krise. Einer Krise, wie sie die Menschheit seit der Erfindung des falsch herum aufgehängten Verkehrsschildes nicht mehr erlebt hat.
Und der Name dieser Krise lautet: Markus Söder hat wieder eine Brandmauer entdeckt!
Unglaublich! Sensationell! Niemand entdeckt so viele Brandmauern wie Markus Söder. Andere Politiker bauen Wohnungen, Straßen oder Brücken. Söder baut Brandmauern. Riesige Mauern! Wunderschöne Mauern! Mauern mit bayerischem Qualitätszertifikat, eingebautem Weißwurstautomaten und einem politischen Rauchmelder, der ausschließlich bei linken Gedanken anspringt.
Denn der CSU-Chef hat eine revolutionäre Erkenntnis verkündet: Deutschland braucht dringend eine Brandmauer nach links!
Nach links! Ausgerechnet nach links!
Das ist ungefähr so, als würde die Feuerwehr beim brennenden Dachstuhl erklären, dass zunächst der Gartenzwerg wegen seiner verdächtig roten Mütze überprüft werden müsse.
Ein absolutes Meisterwerk konservativer Prioritätensetzung!
Söders neue Brandschutzordnung: Rot ist Feuer, Blau ist Dekoration!
Beim Deutschlandtag der Jungen Union wurde die politische Alarmanlage auf maximale Empörung gestellt.
Der Grund? In Berlin könnten SPD, Grüne und Linke gemeinsam eine Regierung bilden.
Eine Regierung! Mit linken Parteien! In Berlin!
Meine Güte!
In einer Stadt, in der ein funktionierender Bürgeramtstermin bereits als übernatürliches Ereignis gilt, soll plötzlich die parlamentarische Zusammenarbeit den Untergang der abendländischen Zivilisation auslösen.
Söder spricht von einem Kulturbruch.
KULTURBRUCH!
Ein Wort von solcher Wucht, dass irgendwo in Bayern wahrscheinlich ein Bierkrug vor Schreck vom Stammtisch gefallen ist.
Die Junge Union möchte ein mögliches Linksbündnis sogar gesellschaftlich ächten.
Großartig! Wirklich großartig!
Früher wurden politische Bündnisse diskutiert. Heute werden sie offenbar behandelt wie verschimmelte Lebensmittel im Kühlschrank.
„Dieses Bündnis ist nicht mehr haltbar! Bitte nicht öffnen! Könnte demokratische Diskussionen enthalten!“
Ich, Ronald Tramp, schlage deshalb einen bundesweiten politischen Brandschutz-TÜV vor.
Parteien müssen künftig regelmäßig zur Hauptuntersuchung. Linke Blinker gelten automatisch als schwerer Mangel. Rote Lackierungen führen zur sofortigen Stilllegung. Und wer beim Abbiegen nach links nicht rechtzeitig Söders Genehmigung einholt, verliert seine parlamentarische Betriebserlaubnis.
MAKE BRANDSCHUTZ GREAT AGAIN!
Felix Banaszak betritt die Baustelle – und findet die Wasserwaage nicht!
Dann taucht Grünen-Chef Felix Banaszak auf.
Ein Mann, der offenbar noch daran glaubt, dass politische Maßstäbe in Deutschland für alle dieselbe Länge haben sollten.
Wie niedlich!
Banaszak wirft der Union vor, ihre Maßstäbe seien verrutscht. Außerdem kritisiert er, dass die Warnung „Nie wieder ist jetzt!“ im Streit um ein Linksbündnis instrumentalisiert und damit bagatellisiert werde.
Meine Güte, Felix!
Natürlich sind die Maßstäbe verrutscht!
Wir leben schließlich in Deutschland, wo politische Maßstäbe inzwischen ausziehbar sind wie ein Campingzelt und bei Bedarf verschwinden wie Wahlversprechen nach der Regierungsbildung.
Ein Maßstab für Berlin. Ein anderer für Bayern. Und für Sachsen-Anhalt gibt es ein besonderes Modell mit eingebauter Selbstverdunkelung.
Ich habe dieses Gerät persönlich untersucht.
Es heißt: Der Söder-O-Mat 3000 – moralische Empörung mit automatischer Parteierkennung!
Hält man eine linke Koalition davor, ertönt sofort eine Sirene. Hält man eine unangenehme Frage zur AfD davor, schaltet das Gerät auf Energiesparmodus.
Innovativ! Effizient! Politisch äußerst praktisch!
Sachsen-Anhalt: Plötzlich wird die Brandmauer zur Drehtür!
Und damit kommen wir zum eigentlichen Höhepunkt dieser prächtigen politischen Zirkusveranstaltung.
Sachsen-Anhalt!
Dort wurde der AfD-Politiker Tobias Rausch zum Landtagspräsidenten gewählt. Bei der geheimen Abstimmung erhielt er mehr Stimmen, als AfD und BSW gemeinsam aufbringen konnten.
Sofort stellte sich die spannende Frage: Woher kamen die zusätzlichen Stimmen?
Gab es Unterstützung aus anderen Fraktionen? Vielleicht sogar aus der CDU?
Die Herkunft ist wegen der geheimen Wahl nicht nachgewiesen. Aber allein die Spekulation entfaltet bereits einen Unterhaltungswert, bei dem jede politische Krimiserie neidisch den Fernseher ausschaltet.
Denn während Söder in Berlin eine gigantische Brandmauer nach links errichten möchte, beschäftigt man sich in Sachsen-Anhalt mit der Frage, ob durch die bestehende Mauer möglicherweise jemand hindurchspaziert ist.
Ohne Anmeldung!
Ohne Brandschutzgutachten!
Ohne vorher die Junge Union um Erlaubnis zu bitten!
Banaszak kritisiert in diesem Zusammenhang ein aus seiner Sicht auffälliges Schweigen der Union.
Und tatsächlich bietet die Lage reichlich Stoff für eine sensationelle neue Fernsehsendung:
„Deutschland sucht den geheimen Stimmzettel!“
Mit Markus Söder als Moderator:
„Liebe Zuschauer, heute suchen wir keine Schuldigen, sondern eine möglichst günstige Kameraperspektive!“
Hinter ihm steht eine riesige Brandmauer, ausgestattet mit Drehtür, Tiefgarage, Notausgang und einem kleinen Seiteneingang für politisch unangenehme Überraschungen.
Die Junge Union gründet das Ministerium für gesellschaftliche Ächtung!
Natürlich müssen wir auch über die Junge Union sprechen.
Diese jungen politischen Talente wollen ein mögliches rot-grün-rotes Bündnis gesellschaftlich ächten.
Ein wunderbares Konzept!
Endlich könnte Deutschland ein eigenes Bundesministerium für gesellschaftliche Ächtung erhalten.
Mit Antragsformularen, Warnwesten und der Möglichkeit, politische Gegner amtlich zu missbilligen.
Ich habe selbstverständlich bereits einen Ministerposten beantragt.
Ronald Tramp, Bundesminister für maximale Empörung und selektiven Brandschutz!
Meine erste Amtshandlung wäre die Einführung einer politischen Brandmauer-App.
Sie meldet automatisch:
„Achtung! Linke entdeckt! Bitte sofort entrüsten!“
Bei Fragen zu unerwarteten Mehrheiten für AfD-Kandidaten erscheint dagegen:
„Verbindung vorübergehend unterbrochen. Bitte versuchen Sie es nach der nächsten Wahl erneut.“
Technologie vom Feinsten!
Entwickelt in Deutschland. Zertifiziert in Bayern. Wartung ausschließlich nach politischem Bedarf.
Nie wieder ist jetzt – außer der Terminkalender sagt etwas anderes!
Und nun zum wichtigsten Teil dieser monumentalen Geschichte.
„Nie wieder ist jetzt!“
Ein ernster historischer Grundsatz, entstanden aus der Verantwortung, Antisemitismus, Menschenfeindlichkeit und autoritären Entwicklungen entschieden entgegenzutreten.
Gerade deshalb ist die Frage, wann und wie dieser Satz im politischen Streit verwendet wird, keineswegs belanglos.
Söder erhebt schwere Vorwürfe gegen die Berliner Linke. Banaszak wiederum hält es für eine Verharmlosung, die geplante Zusammenarbeit demokratischer Parteien mit der Abgrenzung gegenüber der AfD gleichzusetzen.
Über diese Vorwürfe kann und muss politisch gestritten werden.
Doch die Satire entdeckt darin einen ganz besonderen deutschen Volkssport: Moralisches Hochspringen mit beweglicher Latte!
Bei linken Koalitionsgesprächen hängt die Latte direkt unter der Hallendecke.
Bei unbequemen Fragen zu geheimen Abstimmungen liegt sie plötzlich im Geräteschuppen.
Niemand weiß, wer sie dorthin gebracht hat.
Aber garantiert wird schon eine Arbeitsgruppe zur Ermittlung des zuständigen Hausmeisters eingesetzt.
Ronald Tramps endgültiges Urteil: Die größte Brandmauer aller Zeiten!
Meine Damen und Herren!
Ich habe Mauern gesehen. Viele Mauern. Fantastische Mauern. Politische Mauern, rhetorische Mauern und Mauern, die so durchsichtig waren, dass man dahinter bequem einen Parteitag veranstalten konnte.
Aber diese neue deutsche Brandmauer ist wirklich außergewöhnlich.
Links wird sie aus Beton gegossen, mit Stacheldraht dekoriert und von der Jungen Union rund um die Uhr bewacht.
Rechts besitzt sie eine Klingel, eine Gegensprechanlage und einen großzügigen Besucherparkplatz.
Und wenn irgendjemand fragt, ob das nicht ein gewisser Widerspruch sei, heißt es:
„Überhaupt nicht! Das ist asymmetrischer Demokratiebrandschutz nach bayerischem Qualitätsstandard!“
Ich, Ronald Tramp, fordere deshalb eine vollständige Modernisierung der politischen Brandschutzverordnung.
Gleiche Maßstäbe! Transparente Debatten! Und eine Brandmauer, deren Funktion nicht davon abhängt, wer gerade davorsteht!
Denn eines ist offensichtlich:
In Deutschland erkennt man eine politische Brandmauer inzwischen nicht mehr daran, wen sie draußen hält – sondern daran, wer behauptet, den Schlüssel verloren zu haben.
Und das ist noch nicht einmal die größte Pointe.
Die größte Pointe ist, dass man links schon die Feuerwehr ruft, während rechts noch diskutiert wird, wem die Streichhölzer gehören!
GREATEST FIREWALL EVER!
RONALD TRAMP HAS SPOKEN!

