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Ronald Tramp
★ Macht Meinung wieder Gross! ★

Ronald Tramp und der Krieg gegen das Visum

Grafik: Microsoft, Visa und Amerikas großer Job-Aufstand

Microsoft, Fachkräfte, Elite-Unis und plötzlich Sozialismus: Ronald Tramp untersucht Amerikas neuen Kulturkampf um Visa, Jobs und die Frage, wer eigentlich noch den Server bedienen darf.

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Meine Damen, Herren, Programmierer, Professoren und Menschen, die schon einmal versucht haben, Windows ohne Neustart zum Funktionieren zu bringen: Amerika hat ein neues Monster entdeckt.

Kein Drache.

Kein Kommunist.

Kein außerirdisches U-Boot.

Nein.

Ein Visum.

H-1B.

Vier Zeichen, mehr braucht es offenbar nicht, um Washington in einen Zustand zu versetzen, den man sonst nur kennt, wenn jemand im Kongress „Steuererhöhung“ sagt.

Vizepräsident JD Vance hat Microsoft ins Visier genommen. Der Vorwurf: Amerikaner raus, Ausländer rein.

Ronald Tramp sagt: Das klingt bereits wie eine Personalabteilung mit Drehkreuz.

Auf der einen Seite verlassen amerikanische Mitarbeiter das Gebäude mit Karton unterm Arm.

Auf der anderen Seite kommen Fachkräfte mit Laptop herein.

Und irgendwo dazwischen sitzt Human Resources und erklärt:

„Das sind völlig unterschiedliche Prozesse.“

Wunderschön.

Amerikanische Bürokratie in ihrer reinsten Form.

Microsoft betont natürlich, dass vieles ganz anders sei. Viele Visa-Anträge beträfen bereits vorhandene Mitarbeiter, Verlängerungen oder Statusänderungen. Außerdem seien beim Stellenabbau eher Managementpositionen betroffen gewesen, während viele der ausländischen Kräfte technische Spezialisten seien.

Ronald versteht.

Das bedeutet also:

Manager raus.

Programmierer rein.

Und Washington ruft:

„Skandal!“

Ronald hätte gedacht, das sei möglicherweise der erste funktionierende Restrukturierungsplan der Wirtschaftsgeschichte.

Aber nein.

Offenbar besteht nationale Souveränität neuerdings darin, lieber fünf Vice Presidents of Strategic Alignment zu beschäftigen als jemanden, der den Server reparieren kann.

Sehr patriotisch.

Sehr analog.

Sehr sicher.

JD Vance sagt sinngemäß: Amerikanische Arbeitnehmer dürfen nicht durch ausländische Arbeitskräfte ersetzt werden.

Ronald liebt dieses Prinzip.

Deshalb schlägt er vor, es konsequent anzuwenden.

Ab morgen dürfen auch keine ausländischen Autos mehr amerikanische Autos ersetzen.

Keine ausländischen Smartphones amerikanische Smartphones.

Keine ausländischen Fußballspieler amerikanische Fußballspieler.

Und ganz wichtig:

Keine ausländische Pizza darf eine amerikanische Pizza ersetzen.

Das wird hart.

Aber Freiheit kostet.

Besonders lustig wird es beim Vorwurf, Unternehmen würden das Visumsystem nutzen, um billigere Arbeitskräfte ins Land zu holen.

Die Unternehmen wiederum sagen:

„Wir finden hier nicht genug Spezialisten.“

Die Regierung sagt:

„Doch.“

Die Unternehmen sagen:

„Wo?“

Die Regierung sagt:

„In Amerika.“

Die Unternehmen sagen:

„Ja, wo genau?“

Die Regierung sagt:

„Hört auf, unpatriotische Fragen zu stellen.“

Perfekt.

So löst man Fachkräftemangel.

Nicht durch Ausbildung.

Nicht durch Weiterbildung.

Nicht durch bessere Bedingungen.

Sondern indem man erklärt, der Fachkräftemangel sei ein Gerücht ausländischer Interessen.

Problem gelöst.

Doch Microsoft ist offenbar nicht allein.

Auch Beratungsunternehmen und Adobe geraten ins Visier.

Adobe!

Ronald ist alarmiert.

Wenn jetzt auch Photoshop betroffen ist, wird die Lage ernst.

Wie sollen Politiker künftig Wahlplakate erstellen, auf denen sie zwanzig Jahre jünger aussehen?

Wie sollen Bürgermeister lächeln, ohne jemals gelächelt zu haben?

Wie soll ein Parteitag stattfinden, wenn niemand mehr den Saal voller aussehen lassen kann?

Das ist nicht nur Wirtschaftspolitik.

Das ist ein Angriff auf die visuelle Infrastruktur der Demokratie.

Und dann kommen die Universitäten.

Harvard.

Yale.

Stanford.

Diese Orte, an denen Menschen sehr viel Geld bezahlen, um später erklären zu können, warum Geld gesellschaftlich problematisch ist.

Auch dort werden Austauschvisa überprüft.

Der Verdacht: ausländische Forscher und Studierende könnten als billigere Arbeitskräfte benutzt werden.

Ronald stellt sich bereits die Ermittler vor.

Sie betreten Harvard.

„Wir suchen ausländische Billigarbeitskräfte.“

Professor zeigt auf einen Doktoranden.

„Der arbeitet sechzig Stunden.“

„Was verdient er?“

Stille.

„Meine Güte.“

Fall gelöst.

Die Regierung scheint jetzt eine große nationale Inventur zu veranstalten.

Wer arbeitet hier?

Woher kommt er?

Was verdient er?

Und könnte ein Amerikaner diesen Job machen?

Ronald fordert, diese Prüfung auch auf den Kongress auszuweiten.

Das Ergebnis könnte überraschend werden.

Aber die Sache wird noch schöner.

Denn plötzlich landet man bei der Frage:

Was ist eigentlich Sozialismus?

JD Vance liefert dafür offenbar eine Definition, die ungefähr so funktioniert:

Sozialismus ist, wenn ausländische Beschäftigte Jobs bekommen und bestimmte Sportdebatten stattfinden.

Ronald ist beeindruckt.

Karl Marx dreht sich vermutlich gerade in seinem Grab um und sucht verzweifelt das Kapitel, das er vergessen hat.

„Das Kapital, Band vier: Arbeitsvisa und Schulsport.“

Ein Klassiker.

Man muss Washington bewundern.

Früher brauchte man ganze Bücher, um politische Ideologien zu erklären.

Heute reicht ein Interview vor Kameras.

Kapitalismus:

Wenn amerikanische Unternehmen weltweit Mitarbeiter einstellen.

Sozialismus:

Wenn sie dabei jemanden einstellen, den man gerade politisch nicht gebrauchen kann.

Kommunismus:

Wenn derjenige zusätzlich bei Adobe arbeitet.

Ronald versteht endlich Wirtschaftswissenschaft.

Natürlich steckt hinter der Debatte ein echtes Problem: Wie schützt man heimische Beschäftigte, ohne sich vom weltweiten Talentmarkt abzuschneiden?

Aber das ist kompliziert.

Und komplizierte Fragen sind im Wahlkampf gefährlich.

Deshalb macht man daraus lieber einen Western.

Auf der einen Seite:

DER AMERIKANISCHE ARBEITER.

Auf der anderen:

DER AUSLÄNDISCHE PROGRAMMIERER.

Dazwischen Microsoft.

Und irgendwo hinten sitzt ein Personalchef und flüstert:

„Die beiden haben völlig unterschiedliche Jobs.“

Ruhe!

Fakten stören die Dramaturgie.

Ronald schlägt deshalb ein neues Visumsystem vor.

Das H-1B-Freedom-Super-Patriot-Visum.

Jeder ausländische Spezialist darf einreisen, wenn er drei Bedingungen erfüllt:

Er muss versprechen, keinen Amerikaner zu ersetzen.

Er muss einen Amerikaner ausbilden.

Und bei jedem Computerproblem muss er zuerst laut sagen:

„Made in America!“

Dann darf er den Server neu starten.

Aber Ronald warnt:

Wenn man lange genug behauptet, jeder ausländische Spezialist nehme automatisch einem Amerikaner den Job weg, könnte irgendwann jemand eine unangenehme Frage stellen:

Warum schaffen amerikanische Unternehmen es eigentlich nicht, genügend eigene Spezialisten auszubilden?

Und dann wird es wirklich gefährlich.

Denn plötzlich müsste man über Schulen sprechen.

Über Universitäten.

Über Weiterbildung.

Über Löhne.

Über Arbeitsbedingungen.

Über langfristige Industriepolitik.

Also über Dinge, die länger dauern als eine Pressekonferenz.

Und deshalb lautet Ronald Tramps wichtigste Erkenntnis:

Es ist viel einfacher, ein Visum zum Staatsfeind zu erklären, als ein Bildungssystem zu reparieren.

Sehr effizient.

Sehr politisch.

Und wenn irgendwann der letzte ausländische Programmierer weg ist, kann Amerika endlich beweisen, dass wirklich jeder Job amerikanisch ist.

Sobald jemand übrig ist, der das Passwort kennt.

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Tags: USA JD Vance Microsoft H-1B-Visum Trump-Regierung Visa Fachkräfte
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