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Ronald Tramp
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Trump erklärt Windräder zur Gefahr – und verhandelt erst mal

Ronald Tramp beobachtet, wie ein US-Präsident ein Windrad prüft, während ein Ölbarrel einen Offshore-Pachtvertrag erhält.

Trump stuft importierte Windkraftanlagen als mögliches Sicherheitsrisiko ein, verzichtet zunächst aber auf Zölle. Ronald Tramp begleitet die Verhandlungen über Cyberwind, Radarrotoren und fossilen Rückenwind.

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Von Ronald Tramp, Sonderreporter für windige Angelegenheiten

Donald Trump hat eine neue Bedrohung für die Vereinigten Staaten entdeckt: Windkraftanlagen. Sie kommen aus dem Ausland, drehen sich unzuverlässig und könnten laut einer Untersuchung Cyberrisiken verursachen oder Radarsysteme stören. Kurz: Diese Windräder stehen nicht nur herum und drehen sich – sie könnten auch noch etwas wissen. Sehr verdächtig. Vielleicht hören sie sogar mit, wenn der Wind ihnen etwas zuflüstert.

Der US-Präsident stufte importierte Windkraftanlagen und ihre Bauteile als Gefahr für die nationale Sicherheit ein. Neue Zölle oder andere Handelsbeschränkungen verhängte er zunächst nicht. Stattdessen sollen Handelsvertreter mit den Partnerländern verhandeln und innerhalb von 180 Tagen Bericht erstatten. Das ist beruhigend: Die Windräder dürfen vorerst weiter einfliegen, solange sie sich während der Gespräche ordentlich benehmen.

Weitere Schritte bleiben ausdrücklich möglich. Im Weißen Haus hält man sich offenbar alle Optionen offen – auch die Option, später noch einmal sehr ernst auf ein Windrad zu zeigen. Bis dahin darf die Diplomatie versuchen, den internationalen Wind zu drehen. Deutschland, Dänemark, Frankreich, Mexiko und Indien gehören zu den wichtigen Lieferanten. Man kann sich die Verhandlungen vorstellen: Washington sitzt am Tisch, die Handelspartner sitzen gegenüber, und draußen dreht sich ein Rotor langsam weiter, als hätte er den Termin nicht im Kalender.

Die Vorwürfe haben es in sich: ausländische Anlagen könnten Cyberrisiken bergen, Radarsysteme beeinträchtigen und die Abhängigkeit der USA vom Ausland vergrößern. Die Windenergie selbst hält Trump seit Jahren für unzuverlässig und belastend für das Stromnetz. Der Wind weht eben nicht nach Dienstplan. Er hat keine Schichtleitung, nimmt keine Anrufe entgegen und lässt sich nicht mit einem Dekret dazu bewegen, pünktlich um sechs Uhr abends kräftiger zu blasen.

Seit 2025 baut Trump die Klimapolitik seines Vorgängers Joe Biden schrittweise zurück. Sein Dekret „Unleash American Energy“ stellte Hürden für Öl, Gas, Kohle, Atomkraft und weitere Energiequellen auf den Prüfstand. Auch der heimische Rohstoffabbau sollte leichter werden. Bei der Energieversorgung klingt die Botschaft ungefähr so: Alles soll möglich sein – solange es aus der richtigen Richtung kommt und nicht zu sehr rotiert.

Neue Windparks vor der US-Küste dürfen bis auf Weiteres nicht verpachtet werden. Das traf unter anderem den deutschen Energiekonzern RWE, der während Bidens Amtszeit Flächen vor New York und Kalifornien ersteigert und anschließend viel Geld in die Planung investiert hatte. Im Sommer einigte sich das US-Innenministerium mit dem Unternehmen auf eine Zahlung von mehr als 1,2 Milliarden Dollar. RWE gab dafür drei Pachtflächen auf und sagte neue Investitionen in fossile Energieerzeugung in den USA zu.

Das ist ein bemerkenswerter Energietausch: Windparks verschwinden aus der Planung, während fossile Projekte frischen Rückenwind bekommen. Der Wind selbst bleibt natürlich frei – zumindest bis jemand untersucht, ob er aus dem Ausland kommt, die nationale Sicherheit gefährdet oder an einem Radar vorbeigeweht ist, ohne vorher die zuständige Behörde zu informieren.

Bis der Bericht der Handelsvertreter vorliegt, darf die Welt also weiter verhandeln. Die Windräder drehen ihre Runden, die Diplomaten suchen den richtigen Ton, und Washington hält die Tür für spätere Maßnahmen offen. Vielleicht bekommt jedes importierte Windrad künftig einen Sicherheitsausweis und muss vor der Einreise versprechen, ausschließlich amerikanischen Wind zu verwenden.

Denn in dieser Energiepolitik gilt: Der Wind darf wehen, aber bitte nur nach vorheriger Genehmigung – und möglichst mit einem Investitionsplan für Öl und Gas.

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Tags: Donald Trump Fossile Energien Windenergie Windkraftanlagen RWE Handelspolitik erneuerbare Energien
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