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Ronald Tramp
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Eisenhowers Globus stürzt beim Umzug im Pentagon ab

Ronald Tramp präsentiert im Pentagon einen beschädigten historischen Globus, dessen Kartenhülle nahe der Antarktis eingerissen ist.

Ein historischer Globus aus Eisenhowers Besitz sollte in Pete Hegseths Büro umziehen – ohne Kuratoren, dafür mit unsanfter Landung. Ronald Tramp berichtet von einer weltbewegenden Panne im Pentagon.

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Von Ronald Tramp, Sonderreporter für Kugeln mit Höhenangst

Im Pentagon sollte ein historischer Globus aus dem Besitz Dwight D. Eisenhowers umziehen. Ein Globus! Eine Weltkugel! Das Ding hat Kontinente gesehen, Weltkriege überstanden und jahrelang still zugesehen, wie Menschen mit ausgestrecktem Zeigefinger Länder regieren wollten. Doch dann kam der Umzugstrupp – und plötzlich war die Welt nicht mehr rund, sondern unten.

Laut einem Bericht der Washington Post sollte der Globus in Pete Hegseths Büro aufgestellt werden. Normalerweise übernehmen geschulte Kuratoren solche Transporte. Sie kennen die Regeln: Hände waschen, Objekt sichern, Halterung prüfen, nicht mit der Weltkugel rangeln. Doch die Kuratoren waren wegen des Regierungsstillstands beurlaubt. Also schickten Mitarbeiter ein eigenes Team. Die Welt bekam gewissermaßen eine spontane Spezialoperation – geplant offenbar von Leuten, die beim Wort „Globus“ zuerst an einen sehr großen Medizinball dachten.

Während des Transports verlor das Team die Kontrolle über das historische Stück. Der Globus stürzte auf seinen Sockel und beschädigte die empfindliche Kartenhülle ausgerechnet an der Antarktis. Ein Riss, mehrere Zentimeter breit! Damit hat der Südpol nun eine neue politische Lage: Er ist nicht mehr nur schwer erreichbar, sondern auch schwer zu übersehen. Forscher sprechen von einem tektonischen Ereignis. Die Pinguine haben noch keine Stellungnahme abgegeben, prüfen aber angeblich den Umzug in wärmere Zuständigkeitsbereiche.

Auch der kugelförmige Teil löste sich von der Metallhalterung, die ihm seine Drehung ermöglicht. Eisenhowers Globus war also plötzlich nicht mehr in der Lage, sich um die Welt zu drehen. Eine ernste Lage. Im Pentagon kennt man schließlich viele Szenarien – aber nicht unbedingt das, in dem die Weltkugel mitten im Büro beschließt, sich aus der Umlaufbahn abzumelden.

Ein Armeesprecher bestätigte den Schaden. Er sei bei einem „Versuch, ihn zu transportieren“, entstanden. Dieses Wort ist großartig: Versuch. Nicht Umzug, nicht Transport, sondern ein Versuch – wie bei einem missglückten Raketenstart, nur mit mehr Landkarten und weniger Countdown. Ein Pentagon-Beamter sagte: „Unfälle passieren.“ Stimmt. Man verschüttet Kaffee, verlegt den Büroschlüssel oder lässt versehentlich ein historisches Stück Weltgeschichte fallen. Hauptsache, niemand wurde verletzt. Die Antarktis dürfte dennoch eine Beschwerde eingereicht haben: Sie habe sich zwar freiwillig ganz unten angesiedelt, aber nicht für einen Sturz aus dem Büroumzug gebucht.

Dabei sollte das zuständige Armeebüro die Fachleute des Zentrums für Militärgeschichte einbeziehen. Die Experten hätten den Transport planen und dokumentieren können. Doch sie waren nicht im Dienst. Das ist der Moment, in dem selbst die Geschichte kurz innehält und fragt: „Ist jemand da, der weiß, wie man mich trägt?“ Die Antwort: „Heute leider nicht. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.“

Unklar ist, wer den Umzug angeordnet hatte. Vielleicht Hegseth, vielleicht ein hochrangiger Mitarbeiter, vielleicht der Globus selbst, der endlich näher an der Macht stehen wollte. Unklar bleibt auch, ob es passendes Transportmaterial gab. Möglicherweise standen Gurte bereit. Möglicherweise gab es einen Wagen. Vielleicht vertraute das Team aber auf die uralte Pentagon-Technik: kräftig anfassen und hoffen, dass die Welt mitspielt.

Eisenhower hatte als Oberbefehlshaber die Landung in der Normandie geplant und später als Präsident das Land durch die frühe Phase des Kalten Krieges geführt. Er bewegte Armeen über Kontinente. Seine Nachfolger schafften es, einen Globus über einen Flur zu bewegen – bis er abstürzte. Das ist keine Niederlage. Es ist eine neue Art von Weltordnung: Die Kugel liegt, der Sockel steht, und die Kuratoren sind im Urlaub.

Der Globus soll repariert werden. Danach kann sich die Welt wieder drehen. Im Pentagon bleibt bis dahin die große Frage: Wer bekommt den nächsten Umzug? Die Kuratoren – sobald sie zurück sind – oder das Spezialteam, das schon einmal bewiesen hat, dass man Geschichte bewegen kann, ohne sie unbedingt auf den Beinen zu halten?

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Tags: Pentagon Pete Hegseth Washington Post Eisenhower Globus Militärgeschichte Regierungsstillstand
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