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Camp Donald: Weltfrieden jetzt mit Clubmitgliedschaft

Grafik: Camp Donald - Diplomatie mit Golfcart und Clubkarte

Trump könnte seinem Golfclub eine dauerhafte Präsidentenrolle verschaffen. Ronald Tramp besucht Camp Donald, wo Weltpolitik, Urlaub und Greenfee endlich zusammenfinden.

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Von Ronald Tramp, Sonderkorrespondent für präsidiale Immobiliengeschäfte, diplomatische Golfbälle und Staatsbesuche mit Clubmitgliedschaft

Ladies and Gentlemen, es gibt großartige Nachrichten aus Amerika. Historische Nachrichten. Immobiliennachrichten – also praktisch die höchste Form amerikanischer Staatskunst.

Camp David könnte Konkurrenz bekommen.

Camp David! Dieser traditionsreiche Rückzugsort amerikanischer Präsidenten in Maryland, wo Staatschefs seit Jahrzehnten miteinander reden, verhandeln und gelegentlich sogar Frieden schließen, ohne vorher eine Startzeit am ersten Abschlag reservieren zu müssen.

Donald Trump scheint nun gedacht zu haben:

Schön. Aber wo ist der Golfplatz?

Und damit kommen wir nach Florida.

Genauer gesagt zu Trumps Golfclub in Palm Beach, wo laut einem Bericht ein Grundstück dauerhaft als offizieller Rückzugsort für ausländische Staats- und Regierungschefs sowie zukünftige US-Präsidenten ausgewiesen werden könnte.

Das wäre sensationell.

Andere Präsidenten hinterlassen Bibliotheken.

Trump hinterlässt möglicherweise eine Mitgliedschaft.

Willkommen in Camp Donald

Ich, Ronald Tramp, habe natürlich sofort verstanden, was hier entsteht.

Das ist kein zweites Camp David.

Das ist Camp Donald.

Vielleicht auch:

Camp Mar-a-David.

Oder etwas dezenter:

Trump Presidential International Executive Diplomatic Golf Resort & Nuclear Negotiation Spa.

Sehr staatsmännisch.

Sehr bescheiden.

Sehr gut auf ein Handtuch stickbar.

Stellen wir uns zukünftige Gipfeltreffen vor.

Der französische Präsident landet.

Der deutsche Bundeskanzler landet.

Der britische Premierminister landet.

Alle erwarten Limousinen, Protokollchefs und militärische Ehren.

Stattdessen steht am Eingang ein Mitarbeiter mit Poloshirt:

„Willkommen zum NATO-Sondergipfel. Möchten Sie ein Golfcart?“

Der französische Präsident fragt:

„Wo findet die Sicherheitskonferenz statt?“

„Zwischen Loch sieben und dem Seafood-Buffet.“

Fantastic.

Frieden inklusive Clubkarte

Besonders wundervoll ist die Vorstellung, dass künftigen US-Präsidenten kostenlose Mitgliedschaften angeboten werden könnten.

Kostenlos!

Das ist praktisch George Washington mit Bonusprogramm.

Amerikanische Demokratie funktioniert künftig vielleicht so:

Wahl gewinnen.

Amtseid ablegen.

Nuklearcodes erhalten.

Clubausweis bekommen.

„Herzlichen Glückwunsch, Mr. President. Hier ist der Schlüssel zum Weißen Haus, dort befindet sich der Situation Room, und mit dieser Karte erhalten Sie dienstags zehn Prozent auf Golfhandschuhe.“

Man stelle sich einen zukünftigen Präsidenten vor, der Trump politisch überhaupt nicht leiden kann.

Er verbringt jahrelang den Wahlkampf damit, Trump zu kritisieren.

Dann wird er gewählt.

Drei Wochen später:

„Schatz, ich weiß, was ich gesagt habe. Aber die Mitgliedschaft ist kostenlos.“

Die Außenpolitik bekommt ein Handicap

Camp David hatte bisher einen entscheidenden Vorteil: Es wirkte wie ein Ort, an dem Politik stattfindet.

Das neue Modell hätte einen anderen Vorteil:

Man könnte nach jedem diplomatischen Zwischenfall sofort eine Runde Golf spielen.

Iran-Krise?

Neun Loch.

Handelsstreit?

Driving Range.

NATO-Krise?

Putting Green.

Weltwirtschaftsgipfel?

Zunächst Brunch.

Und wenn zwei Staatschefs kurz vor einem Krieg stehen, übernimmt der Clubmanager:

„Meine Herren, bitte beruhigen Sie sich. Ihr Abschlag ist in zwölf Minuten.“

Das wäre möglicherweise die effizienteste Friedenspolitik der Geschichte.

Keine komplizierten Verträge.

Keine monatelangen Verhandlungen.

Einfach:

Wer verliert, zieht seine Truppen zurück.

Die Vereinten Nationen könnten geschlossen werden. Das Gebäude in New York wird verkauft. Dafür bekommen alle Außenminister ein Handicap.

Das Weiße Haus, jetzt mit Resort-Erfahrung

Besonders faszinierend ist natürlich die Idee, einen privaten Trump-Club mit einer dauerhaften offiziellen Funktion zu verbinden.

Normale Präsidenten müssen nach ihrer Amtszeit mühsam überlegen:

„Was bleibt von meiner Präsidentschaft?“

Gesetze?

Reformen?

Diplomatische Erfolge?

Trump könnte einfach auf eine Immobilie zeigen:

„Das bleibt.“

Genial.

Das ist politische Nachhaltigkeit nach Immobilienentwickler-Art.

Der Staat bekommt einen Rückzugsort.

Ausländische Regierungschefs bekommen Unterkunft.

Zukünftige Präsidenten bekommen Clubmitgliedschaften.

Und irgendwo steht vermutlich ein Mann mit Taschenrechner und flüstert:

„Sir, ich glaube, wir haben gerade Außenpolitik mit Kundenbindung kombiniert.“

Ronald Tramp plant schon weiter

Warum eigentlich dort aufhören?

Wenn dieses Konzept funktioniert, könnte Amerika seine gesamte Staatsorganisation modernisieren.

Das Pentagon zieht in einen Trump-Hotel-Konferenzraum.

Das Außenministerium bekommt eine Strandbar.

Der Nationale Sicherheitsrat tagt im Spa.

Die CIA erhält einen diskreten Tisch hinter der Poolanlage.

Und der Secret Service bekommt Golfcarts mit Blaulicht.

Die berühmte rote Telefonleitung zwischen den Atommächten?

Direkt neben der Rezeption.

„Guten Abend, Sie haben Camp Donald erreicht. Für nukleare Abschreckung drücken Sie bitte die Eins. Für Tischreservierungen die Zwei. Für einen Regimewechsel mit anschließendem Frühstücksbuffet bleiben Sie bitte in der Leitung.“

Und Camp David?

Das alte Camp David dürfte währenddessen traurig in Maryland stehen.

Bäume.

Ruhe.

Geschichte.

Diskretion.

Keine goldenen Armaturen.

Nicht einmal ein vernünftiger Pro-Shop.

Wie konnte Amerika dort jemals Weltpolitik betreiben?

Vielleicht wird es irgendwann zum Museum.

Eine Führung könnte erklären:

„Hier verhandelten einst Präsidenten und Regierungschefs über Frieden.“

Ein Kind fragt:

„Und wo war der Golfplatz?“

Der Guide senkt beschämt den Kopf.

„Es waren primitive Zeiten.“

Ronald Tramps Schlussanalyse

Das wirklich Großartige an dieser Idee ist deshalb nicht ein neues Camp David.

Es ist die perfekte Verschmelzung zweier Welten, die bisher völlig unnötigerweise getrennt waren:

Staatsamt und Cluburlaub.

Früher musste ein Präsident entscheiden:

Regiere ich das Land oder fahre ich zum Golfplatz?

Jetzt lautet die revolutionäre Antwort:

Warum nicht beides am selben Ort?

Vielleicht wird irgendwann sogar der Amtseid angepasst:

„Ich schwöre feierlich, die Verfassung der Vereinigten Staaten zu schützen und zu verteidigen – vorbehaltlich der Clubordnung, angemessener Golfkleidung und verfügbarer Abschlagzeiten.“

Und wenn in hundert Jahren Historiker fragen, wie Amerika vom traditionsreichen Camp David zu einem Präsidentenresort in Florida gekommen ist, wird Ronald Tramp ihnen die einzige wirklich plausible Antwort geben:

Weil selbst die Weltpolitik irgendwann verstanden hat, dass sie in Amerika nicht nur geführt werden muss – sie braucht offenbar auch eine Mitgliedskarte.

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Tags: USA Donald Trump Mar-a-Lago Palm Beach Camp David Golfclub US-Präsident
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