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Ronald Tramp
★ Macht Meinung wieder Gross! ★

Pest im Labor? Moskau findet den Schuldigen: natürlich die Ukraine!

Grafik: Pest im Labor? Kreml jagt ukrainische Kampfflöhe

Spekulationen über mögliche Pest-Infektionen nach einem Laborvorfall? Ronald Tramp kennt die satirische Kreml-Antwort bereits: Ukraine, NATO und vermutlich Kampfflöhe.

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Von Ronald Tramp, Sonderkorrespondent für Kremlologie, spontane Schuldzuweisung und geopolitische Bakterienkunde

Meine Damen und Herren, Russland steht womöglich vor einem medizinischen Rätsel: Berichte und Spekulationen über mögliche Pest-Infektionen im Zusammenhang mit einem Labor sorgen für Unruhe. Ob tatsächlich ein Laborunfall dahintersteckt, ist nicht gesichert – und genau deshalb betreten wir jetzt ausdrücklich das Reich der Satire.

Denn angenommen, in einem russischen Hochsicherheitslabor wäre tatsächlich etwas schiefgegangen: Wer wäre schuld?

Defekte Technik?

Menschliches Versagen?

Mangelhafte Sicherheitsmaßnahmen?

Ein versehentlich geöffnetes Probengefäß?

Natürlich nicht!

DIE UKRAINE!

Ronald Tramp hat das streng geheime Kreml-Handbuch „Wer war's? Internationale Ausgabe“ studiert. Es umfasst nur eine Seite.

Darauf steht:

1. Ukraine.

2. Westen.

3. NATO.

4. Falls unklar: zurück zu Punkt 1.

Effizient!

Das Bakterium kam selbstverständlich aus Kiew

Ronald sieht die fiktive Kreml-Pressekonferenz bereits vor sich.

„Gab es einen Laborunfall?“

„Nein.“

„Warum sind dann Mitarbeiter erkrankt?“

„Ukrainische Provokation.“

„Wie soll die Ukraine das gemacht haben?“

„Mit westlicher Unterstützung.“

„Welche Beweise haben Sie?“

„Dass Sie danach fragen, beweist bereits, wie tief die Verschwörung reicht.“

Fantastisch!

Nach dieser Logik könnte im Kreml eine Kaffeemaschine explodieren und spätestens am Nachmittag würde das russische Staatsfernsehen eine Animation zeigen, in der ein ukrainischer Geheimagent nachts mit einem NATO-Schraubenzieher den Milchaufschäumer manipuliert.

Spezialoperation Cappuccino.

Die Pest wird geopolitisch befragt

Besonders faszinierend wäre natürlich die Frage, wie man einen Pesterreger überhaupt einer politischen Gesinnung überführt.

Ronald fordert deshalb eine sofortige Befragung des Bakteriums.

Ermittler: „Name?“

Bakterium: „Yersinia pestis.“

Ermittler: „Nationalität?“

Bakterium: „Keine.“

Ermittler: „Falsche Antwort.“

Bakterium: „Ich bin ein Mikroorganismus.“

Ermittler: „Klingt verdächtig westlich.“

Bakterium: „Ich existiere seit Jahrhunderten.“

Ermittler: „Also bereits vor der NATO eingeschleust!“

Fall gelöst.

Russisches Staatsfernsehen könnte anschließend eine sensationelle Dokumentation ausstrahlen:

„Die geheime ukrainische Pest-Offensive: Wie Kiew bereits im Mittelalter Moskau bedrohte.“

Mit dramatischer Musik, roten Pfeilen auf Landkarten und einem Historiker, der zufällig nur von hinten gefilmt wird.

Laborunfall? Dieses Wort kennen wir nicht

Ein möglicher Laborunfall wäre politisch natürlich unangenehm.

Denn ein Laborunfall bedeutet:

Jemand hat möglicherweise einen Fehler gemacht.

Und Fehler sind in autoritären Systemen komplizierte Dinge.

In Demokratien heißt es:

„Wir untersuchen, was passiert ist.“

In Ronalds satirischem Kreml heißt es:

„Wir untersuchen, wer im Ausland dafür verantwortlich ist, dass bei uns niemand verantwortlich ist.“

Das ist organisatorisch wesentlich angenehmer.

Der Laborleiter war es nicht.

Der Sicherheitsbeauftragte war es nicht.

Die Behörden waren es nicht.

Der Hausmeister war es nicht.

Der Erreger selbst war es eigentlich auch nicht.

Am Ende bleibt nur Wolodymyr Selenskyj.

Vermutlich saß er persönlich auf einem Floh und ritt über die Grenze.

NATO-Flöhe über Sibirien!

Und damit kommen wir zur wahrscheinlich nächsten Eskalationsstufe:

NATO-Kampfflöhe.

Ronald Tramp kennt diese streng geheimen Einheiten selbstverständlich.

Winzig.

Schnell.

Kaum auf Radar sichtbar.

Extrem schwierig mit Luftabwehr zu treffen.

Der Westen nennt sie angeblich „Flea-35“.

Ein Floh kostet mehrere Millionen Dollar und kann gleichzeitig springen, beißen und demokratische Werte verbreiten.

Moskau wird vermutlich Satellitenbilder präsentieren.

„Hier sehen Sie eindeutig einen Floh.“

„Das ist ein schwarzer Pixel.“

„Exakt! Hochentwickelte Tarntechnik.“

„Das Foto wurde nachts aufgenommen.“

„Noch ein Beweis!“

Internationale Reaktionen

Der Kreml könnte daraufhin eine Untersuchung ankündigen.

Das Ergebnis stünde natürlich bereits fest.

Ukrainische Sabotage mit Unterstützung westlicher Geheimdienste, finanziert von Washington, koordiniert aus Brüssel und vermutlich technisch beraten von irgendeinem Labor in Deutschland.

Warum Deutschland?

Weil Deutschland immer gut in Diagramme passt.

Russische Experten würden anschließend erklären, dass westliche Mächte einen „biologischen Angriff“ vorbereitet hätten.

Beweise?

Streng geheim.

Dokumente?

Können nicht veröffentlicht werden.

Zeugen?

Existieren, dürfen aber aus Sicherheitsgründen weder gezeigt noch gehört noch möglicherweise überhaupt erfunden— Entschuldigung: genannt werden.

Ronald Tramp versteht das.

Transparenz kann schließlich gefährlich sein.

Besonders für eine gute Geschichte.

Ronald löst den Fall

Dabei gäbe es eine langweilige Alternative.

Man könnte untersuchen, was tatsächlich passiert ist.

Proben analysieren.

Infektionswege nachvollziehen.

Laborprotokolle prüfen.

Unabhängige Fachleute hinzuziehen.

Ergebnisse veröffentlichen.

Aber meine Damen und Herren:

Wo bleibt da die Geopolitik?

Ein defekter Sicherheitsprozess bekommt keine abendfüllende Talkshow.

Ein ukrainischer NATO-Kampffloh dagegen schon.

Und deshalb lautet Ronald Tramps Prognose für den völlig fiktiven Kreml-Krisenstab:

Wenn morgen im russischen Labor das Licht ausfällt – Ukraine.

Wenn übermorgen der Drucker streikt – NATO.

Wenn am Mittwoch der Kühlschrank zu warm ist – CIA.

Wenn am Donnerstag jemand seinen Schlüssel verlegt – westliche Geheimdienste.

Und wenn am Freitag plötzlich alles wieder funktioniert?

Putin persönlich hat Russland gerettet.

So einfach kann Krisenmanagement sein.

Ronald Tramp verabschiedet sich deshalb mit einer medizinischen Erkenntnis, die kein Labor der Welt widerlegen kann:

Die Pest mag durch Bakterien übertragen werden.

Politische Verantwortung dagegen wird im Kreml offenbar grundsätzlich durch Grenzen übertragen.

Und sollte eines Tages in Moskau jemand auf einer Bananenschale ausrutschen, wartet Ronald nur noch auf die offizielle Meldung:

„Ukrainische Spezialkräfte haben unter Beteiligung der NATO erstmals eine strategische Banane eingesetzt.“

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Tags: Russland Wladimir Putin Propaganda Ukraine Kreml Laborunfall Pest
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