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Ronald Tramp
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Präsident entdeckt Weltkarte – mehrere Länder nervös

Grafik: Trump entdeckt Weltkarte – mehrere Länder nervös

Trump reist nach Irland, spricht über Nordirland und entdeckt nebenbei auch noch die Falklandfrage. Ronald Tramp beobachtet einen Präsidenten, für den jahrhundertealte Grenzkonflikte offenbar nur Weltkarten mit Verbesserungspotenzial sind.

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Von Ronald Tramp – dem einzigen Reporter, der Donald Trump niemals unbeaufsichtigt mit einem Globus und einem Filzstift allein lassen würde.

Meine Damen und Herren, es gibt Präsidenten, die reisen ins Ausland, führen Gespräche, unterschreiben ein Kommuniqué und fliegen wieder nach Hause.

Und dann gibt es Donald Trump.

Der reist zum Golfen nach Irland und kommt offenbar mit dem Gefühl zurück, unterwegs noch schnell mehrere jahrhundertealte territoriale Konflikte sortieren zu können.

Andere Menschen bringen aus dem Urlaub Kühlschrankmagnete mit.

Trump bringt Grenzvorschläge mit.

Nachdem er bereits über eine mögliche Wiedervereinigung Irlands gesprochen hatte, tauchten bei seinem Besuch auch noch die Falklandinseln auf. Und Trump deutete sinngemäß an, dass er sich mit dem Thema beschäftigen könnte.

Natürlich könnte er das!

Warum auch nicht?

Nordirland erledigt?

NEXT!

Falklandinseln?

BRING THEM IN!

Kaschmir?

Nach dem Mittagessen.

Zypern?

Vor dem Abschlag an Loch 14.

Meine Damen und Herren, Donald Trump hat offenbar die Weltkarte entdeckt.

Das ist eine Entwicklung, die im US-Außenministerium normalerweise sofort Alarmstufe Magenta auslösen sollte.

Ich stelle mir die Szene im Golfclub vor.

Trump steht am Abschlag. Neben ihm ein Mitarbeiter mit einem Atlas.

„Mr. President, das hier sind die Falklandinseln.“

Trump schaut.

„Very small.“

„Ja, Sir.“

„Who owns them?“

Und genau hier hätte der Mitarbeiter den Atlas zuklappen müssen.

Zu spät.

„Das Vereinigte Königreich verwaltet sie, aber Argentinien erhebt Anspruch darauf.“

Trump legt den Golfschläger weg.

„Interesting.“

Dieses „Interesting“ ist in der internationalen Politik ungefähr dasselbe wie Rauchentwicklung in einem Atomkraftwerk.

Fünf Minuten später ruft vermutlich jemand in London an.

„Der Präsident interessiert sich für die Falklandinseln.“

Stille.

„Wie sehr?“

„Er hat gefragt, wem sie gehören.“

Noch längere Stille.

„OH GOD.“

Denn Trump betrachtet geopolitische Konflikte gerne mit der wunderbaren Unbeschwertheit eines Immobilienmaklers, der gerade zwei Doppelhaushälften zusammenlegen möchte.

Nordirland?

„Warum macht ihr nicht einfach ein Irland daraus? Beautiful island!“

Falklands?

„Who wants them more?“

Grönland?

Das hatten wir ja schon.

Kanada?

Bitte verstecken Sie vorsichtshalber die Grundstücksurkunde.

Ich sehe bereits Trumps neue außenpolitische Abteilung:

TRUMP GLOBAL BORDER SOLUTIONS

Grenzstreit seit 300 Jahren?

Kein Problem!

Donald kommt persönlich.

Er zeichnet eine Linie.

Beide Seiten sind anschließend entweder zufrieden oder so verwirrt, dass sie den ursprünglichen Konflikt vergessen.

Das wäre tatsächlich revolutionäre Friedenspolitik.

„Argentinien möchte die Falklands.“

„Britain wants them too.“

Trump nimmt einen Sharpie.

„Okay. Half and half.“

„Mr. President, so funktioniert das nicht.“

„Why not? Great line. Beautiful line. Maybe the straightest line ever drawn.“

Und schon gibt es Falkland-Nord und Falkland-Süd.

Dazwischen entsteht Trump International Neutral Zone & Golf Resort.

Friedensvertrag inklusive Frühstücksbuffet.

Natürlich ist die Falklandfrage alles andere als eine lustige Kleinigkeit. Argentinien beansprucht die Inseln, Großbritannien kontrolliert sie, 1982 wurde sogar ein Krieg darum geführt. Die Bevölkerung der Inseln hat sich in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit dafür ausgesprochen, britisches Überseegebiet zu bleiben.

Mit anderen Worten:

Das Thema besitzt Geschichte.

Völkerrecht.

Identität.

Kriegserfahrung.

Diplomatie.

Also ungefähr fünf Dinge, die sich nur sehr schlecht auf eine Serviette im Golfclub zeichnen lassen.

Aber Trump scheint geopolitische Komplexität nicht als Hindernis zu betrachten.

Er betrachtet sie als Verhandlungsmasse.

Andere Staatschefs sehen eine jahrzehntelange diplomatische Sackgasse.

Trump sieht:

„Potential deal.“

Und genau deshalb sollten sämtliche Staaten dieser Erde inzwischen äußerst vorsichtig sein, sobald Trump während einer Auslandsreise auf eine Landkarte blickt.

Spanien versteckt Gibraltar.

Dänemark legt eine Decke über Grönland.

Zypern macht vorsichtshalber das Licht aus.

Belgien bewegt sich nicht.

Und Frankreich stellt am Ärmelkanal ein Schild auf:

„Hier gibt es nichts zu verhandeln.“

Besonders gefährdet sind kleine Inseln.

Trump mag Inseln.

Man kann sie gut sehen.

Sie haben klare Ränder.

Und sie sehen auf Karten ein bisschen aus wie Immobilien.

„How much?“

„Mr. President, das ist ein souveränes Territorium.“

„Okay. But how much?“

Das wirklich Faszinierende ist jedoch die Geschwindigkeit.

Trump war in Irland.

IRLAND!

Eigentlich könnte man dort Golf spielen, Guinness trinken und anschließend erklären, es sei ein großartiger Besuch gewesen.

Trump dagegen schafft es, innerhalb kurzer Zeit über die Zukunft Nordirlands und die Falklandinseln nachzudenken.

Wenn der Mann zwei Wochen Urlaub in Europa macht, brauchen wir danach vermutlich einen neuen Atlas.

Montag: Irland vereinigen.

Dienstag: Falklands verhandeln.

Mittwoch: Gibraltar anschauen.

Donnerstag: Liechtenstein entdecken.

Freitag:

„Why is Luxembourg so small?“

Luxemburg sofort:

„BITTE NICHT.“

Ich bin Ronald Tramp, und deshalb möchte ich der internationalen Gemeinschaft einen einfachen Sicherheitshinweis geben:

Sollte Donald Trump auf Reisen jemals fragen:

„What’s that little country over there?“

Antworten Sie niemals mit dem Namen.

Sagen Sie einfach:

„Golfplatz, Mr. President.“

Dann bleibt die Grenze vielleicht noch einen Tag, wo sie ist.

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Tags: Donald Trump Großbritannien Argentinien Irland Nordirland Falklandinseln
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