RT
Ronald Tramp
★ Macht Meinung wieder Gross! ★

Die Milliarden-Bazooka: MAGA kauft Amerika leer

Grafik: MAGA-Millionen: Die teuerste Panik Amerikas

Die Umfragen schwächeln, also feuern Trumps Unterstützer mit Geld auf das Problem. Ronald Tramp erklärt, warum Milliarden offenbar alles kaufen können – außer Begeisterung.

EoT - Banner 002Partnerlink

Von Ronald Tramp, Sonderkorrespondent für politische Geldverbrennung, demokratische Restbestände und sehr, sehr teure Werbepausen

Ladies and Gentlemen, es gibt dramatische Nachrichten aus Amerika. Wirklich dramatische Nachrichten. Vielleicht die dramatischsten Nachrichten seit jemand entdeckt hat, dass man einen Wahlkampf nicht nur mit Argumenten verlieren kann, sondern auch mit unfassbar viel Geld.

Die Republikaner haben nämlich ein Problem.

Sie haben Geld.

Sehr viel Geld.

So viel Geld, dass normale Menschen beim Anblick dieser Summen spontan ihre Onlinebanking-App schließen würden, weil sie sich persönlich beleidigt fühlen. Super-PACs sammeln Millionen und Abermillionen ein, werfen sie in Fernsehwerbung, Streaming-Spots und politische Kampagnen – und warten anschließend darauf, dass die Demokratie wie ein Getränkeautomat funktioniert:

Geld rein. Stimme raus.

Nur leider scheint der Automat kaputt zu sein.

Und damit beginnt die große republikanische Operation „Make Poll Numbers Great Again“.

Donald Trump kämpft mit schlechten Umfragewerten, und seine Unterstützer reagieren darauf mit der ältesten amerikanischen Problemlösungsmethode überhaupt: Man nimmt einen Lastwagen voller Geld und fährt damit direkt ins Problem.

Funktioniert es nicht, nimmt man zwei Lastwagen.

Funktioniert es immer noch nicht, gründet man ein Super-PAC.

Ein Super-PAC ist im Grunde eine politische Geldkanone ohne eingebauten Feuerlöscher. Dort können gigantische Summen gesammelt werden, um den Bürgern anschließend in möglichst vielen Werbespots zu erklären, warum sie unbedingt jemanden wählen sollten, den sie laut Umfragen gerade eher nicht wählen möchten.

Das ist Demokratie nach dem Prinzip Teleshopping:

„Wählen Sie jetzt! Nur noch kurze Zeit! Und wenn Sie innerhalb der nächsten zehn Minuten anrufen, erhalten Sie einen zweiten Senator völlig kostenlos dazu!“

Besonders großartig läuft das offenbar in Texas.

Texas!

Der Staat, in dem Republikaner normalerweise ungefähr so überrascht über einen republikanischen Senator sind wie McDonald’s über eine Bestellung Pommes.

Doch plötzlich wird aus dem politischen Heimspiel ein Nervenspiel. Also reist Trump persönlich an, um Ken Paxton zu unterstützen.

Wenn der Präsident innerhalb kurzer Zeit wiederholt nach Texas muss, um einen republikanischen Senatssitz zu verteidigen, ist das ungefähr so beruhigend wie ein Feuerwehrwagen, der zum dritten Mal vor demselben Haus hält und der Besitzer erklärt:

„Keine Sorge, wir grillen nur sehr intensiv.“

Willkommen beim politischen Luxusfernsehen

Das eigentliche Meisterwerk ist allerdings der Preis der Werbung.

Denn die Trump-nahen Gruppen haben offenbar vergleichsweise spät angefangen, massiv Sendezeit einzukaufen.

Das Ergebnis?

Die Preise explodieren.

Plötzlich kostet ein politischer Werbespot nicht mehr einfach viel Geld. Nein. Er wird zum Luxusprodukt.

Andere Kampagnen kaufen Werbung.

MAGA Inc. bestellt offenbar die Präsidentensuite unter den Werbeblöcken, inklusive Champagner, Whirlpool und persönlichem Butler für den Abspann.

Während demokratische Kandidaten vergleichsweise günstig ihre Spots platzieren können, zahlen externe republikanische Gruppen teilweise ein Vielfaches.

Bei einem Footballspiel wurde die Sache besonders absurd: Für denselben Werbemarkt lagen zwischen den Preisen Welten.

Das bedeutet: Beide Seiten erreichen Menschen, die eigentlich Football sehen wollen.

Nur die eine Seite bezahlt dafür eine überschaubare Summe.

Die andere offenbar den Gegenwert eines Hauses.

Fantastisch.

Man stelle sich die Vorstandssitzung vor:

„Wie erreichen wir unentschlossene Wähler?“

„Vielleicht durch bessere Politik?“

Stille.

Betretenes Husten.

Sicherheitsdienst.

„Dieser Mann arbeitet offensichtlich für die Demokraten.“

Dann erhebt sich der Finanzstratege:

„Wir kaufen einen sündhaft teuren Werbespot!“

Jubel.

„Und was sagen wir darin?“

Stille.

„Das überlegen wir später.“

MAGA Inc. entdeckt Angebot und Nachfrage

Besonders beeindruckend ist, dass hier ausgerechnet ein politisches Lager, das den freien Markt traditionell ungefähr so begeistert verehrt wie andere Menschen ihre Haustiere, nun persönlich Bekanntschaft mit einem Grundprinzip dieses Marktes macht:

Wer spät kauft, zahlt mehr.

Breaking News!

Adam Smith wurde soeben aus seinem Grab geholt und zum Wahlkampfberater ernannt.

Die Sendezeit wird knapp, die Nachfrage steigt, die Preise gehen hoch – und plötzlich steht MAGA Inc. an der politischen Supermarktkasse und ruft:

„Warum kostet das jetzt so viel?!“

Weil Kapitalismus, Baby.

Beautiful capitalism.

The greatest capitalism anybody has ever seen.

Der neue amerikanische Wahlkampf

Damit erreicht die US-Demokratie ihre nächste Evolutionsstufe.

Früher gab es Wahlprogramme.

Dann kamen Fernsehdebatten.

Dann soziale Medien.

Und jetzt lautet die zentrale politische Frage:

Wie viele Werbespots muss man kaufen, bis ein Wähler seine Meinung vergisst?

Die Demokraten haben weniger Geld und setzen deshalb verstärkt auf Anti-Trump-Stimmung und Themen wie Korruption.

Das ist natürlich erschreckend altmodisch.

Sie versuchen tatsächlich, Menschen mit politischen Botschaften zu überzeugen.

Wie im Mittelalter!

Die Republikaner dagegen haben die Zukunft verstanden.

Wenn die Botschaft nicht funktioniert, erhöht man nicht ihre Qualität.

Man erhöht ihre Frequenz.

Der Bürger sagt:

„Ich bin nicht überzeugt.“

Spot.

„Immer noch nicht.“

Spot.

„Nein.“

Spot.

„Bitte hört auf.“

PREMIUM-SPOT WÄHREND FOOTBALL.

Irgendwann wählt der Mann vermutlich allein deshalb, damit endlich wieder Werbung für Bier und Pick-ups kommt.

Ronald Tramps Finanzanalyse

Als international anerkannter Experte für Geld, Gold, großartige Dinge und Rechnungen, die grundsätzlich jemand anderes bezahlen sollte, erkenne ich hier natürlich sofort das Problem:

Die Republikaner besitzen womöglich eine gigantische Wahlkampfkasse – aber sie haben vergessen, dass Geld zwar Werbung kaufen kann, jedoch keine Begeisterung zum Festpreis.

Man kann einen Spot kaufen.

Man kann zehntausend Spots kaufen.

Man kann jeden Fernseher zwischen Texas und Alaska so lange mit Wahlwerbung beschießen, bis selbst der Streaming-Stick politisches Asyl in Kanada beantragt.

Aber irgendwann sitzt ein Wähler auf seinem Sofa, sieht zum siebzehnten Mal denselben Kandidaten und denkt:

„Wenn ihr so viel Geld ausgeben müsst, um mir zu erklären, wie beliebt dieser Mann ist – warum muss man mir das eigentlich ständig erklären?“

Und genau dort wird aus der Milliarden-Bazooka plötzlich eine Konfettikanone.

Die Super-PACs können theoretisch unbegrenzt Geld einsammeln.

Sie können unbegrenzt Werbung kaufen.

Sie können Streamingdienste fluten, Footballspiele belagern und jeden freien Werbeplatz zwischen Zahnpasta, Autoversicherung und Mittel gegen Sodbrennen erwerben.

Nur eine Sache können sie offenbar nicht bestellen:

Beliebtheit.

Noch nicht.

Aber keine Sorge.

Irgendwo sitzt vermutlich bereits ein republikanischer Finanzberater über einem neuen Konzept:

SUPER-SUPER-PAC.

Doppelt so viel Geld. Dreimal so viele Spots. Fünfmal so teuer.

Und wenn danach die Umfragewerte immer noch nicht steigen, ist die Lösung selbstverständlich völlig klar:

Man braucht noch mehr Geld.

Denn in Washington gilt inzwischen die vielleicht teuerste politische Weisheit der Welt:

Wenn der Wähler deine Politik nicht kaufen will, kauf einfach mehr Werbung – bis wenigstens niemand mehr Geld übrig hat, um herauszufinden, warum er sie nicht wollte.

Dixxu - Banner 002Partnerlink
Tags: Donald Trump Republikaner US Zwischenwahlen Texas MAGA US-Wahlkampf Super-PAC
a
Das könnte dich auch interessieren
Ronald Tramp und der Liebesbrief aus der Staatskasse
Unsichtbarer Donald: Republikaner entdecken plötzlich den Trump-Filter
Elon Musk kauft sich zurück in die Politik – Beliebtheit leider ausverkauft
Der Kandidat, der gar nicht gewinnen wollte – und trotzdem gewann
‹ Vorheriger
Von der Pressestelle zu Fox: Karoline wechselt nur das Mikro…
Nächster ›
Ronald Tramp und der sehr kleine Preis von Kalifornien…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.