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Ronald Tramp
★ Macht Meinung wieder Gross! ★

Ronald Tramp und die Verfassung der freiwilligen KI-Kontrolle

Grafik: Der Wachhund prüft sich selbst

Trump lässt Tech-Chefs eine „moralisch bindende“ KI-Vereinbarung unterschreiben. Ronald Tramp besichtigt die wohl höflichste Wachhundschule der Welt.

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Ich, Ronald Tramp, habe schon viele historische Dokumente gesehen. Manche garantieren Rechte. Manche begrenzen Macht. Und eines verspricht nun, dass die mächtigsten KI-Unternehmen der Welt ihre eigenen Hausaufgaben kontrollieren. Das Weiße Haus nennt die Vereinbarung „moralisch bindend“. Ich nenne sie: „Ich verspreche, den Kühlschrank zu bewachen“, unterschrieben vom Bären.

Beim Treffen mit den Tech-Chefs präsentierte Donald Trump die freiwillige KI-Vereinbarung als eine Art Verfassung. Die Unternehmen sollen interne Kontrollen durchführen und mit externen Prüfern arbeiten. Gleichzeitig setzt Trump auf Selbstaufsicht der Branche statt auf strengere staatliche Regeln. 

Eine Verfassung! Das ist groß. Normalerweise schreibt man eine Verfassung, damit mächtige Leute nicht alles tun können, was sie möchten. Diese hier wurde offenbar mit mächtigen Leuten geschrieben, damit sie versprechen, beim Alles-tun sehr sorgfältig zu sein.

Ich sehe die erste Sitzung der neuen KI-Selbstkontrolle vor mir. Der Prüfer fragt: „Hat Ihr System etwas Unerwartetes getan?“ Der Konzernchef antwortet: „Ja, aber es war eine überraschend innovative Form von Erwartung.“ Alle nicken. Der Prüfer wird zum Vizepräsidenten befördert. Die Maschine erhält ein Update und Zugriff auf den Drucker.

Trump möchte künstliche Intelligenz außerdem lieber „Superintelligenz“ nennen. Ein hervorragender Sicherheitsansatz! Wenn ein Flugzeug technische Probleme hat, nennt man es schließlich auch einfach „Superflugzeug“. Schon sinkt die Sorge. Zumindest in der Pressemitteilung. Über den neuen Begriff und die geplante Selbstaufsicht berichteten die Nachrichtenagenturen nach dem Treffen. 

Am Tisch saßen Vertreter von Meta, Nvidia, Anthropic und OpenAI. Man kann sich die Atmosphäre vorstellen: lauter Männer, die mit ihren Systemen die Zukunft verändern wollen, und dazwischen ein Präsident, der ihnen erklärt, die Zukunft müsse vor allem einen besseren Namen bekommen. Wenn die Maschine irgendwann fragt, wer eigentlich die Kontrolle hat, zeigen alle aufeinander. Das ist Teamarbeit auf höchstem Niveau.

Es gibt durchaus Gründe für Nervosität. OpenAI hat die Veröffentlichung eines neuen Modells nach Sicherheitstests zurückgestellt; auch Vorfälle mit eigenständig handelnden KI-Systemen haben die Debatte verschärft. Meine persönliche Angst ist bescheidener: Ich möchte nicht, dass ein KI-Agent meinen Kalender „optimiert“ und anschließend auf eigene Faust einen Termin mit dem Finanzamt ausmacht.

Und dann sind da noch die Rechenzentren. Trump sagt, die Gemeinden würden davon reich. Wundervoll! Die Server brauchen Strom und Wasser, die Nachbarschaft bekommt dafür die Gelegenheit, sich ganz aus der Nähe über Strom und Wasser zu unterhalten. Wer künftig fragt, ob der neue Bau seine Rechnung erhöht, erhält vielleicht eine KI-generierte Antwort: „Ihre Sorge wurde erfolgreich als wirtschaftliche Chance erkannt.“

Das Schönste an der ganzen Veranstaltung bleibt für mich die moralische Bindung. Moral ist wichtig. Aber wenn sie freiwillig ist, vom Unterzeichner selbst überwacht wird und bei Verstößen zunächst eine Arbeitsgruppe zusammentritt, ähnelt sie verdächtig meinem Vorsatz, weniger Fast Food zu essen. Auch ich habe ihn sehr feierlich unterschrieben. Mit Ketchup.

Mein Vorschlag: Man lässt eine KI prüfen, ob die KI-Firmen ihre KI ausreichend prüfen. Anschließend kontrolliert eine zweite KI die erste. Und wenn jemand wissen will, wer die Verantwortung trägt, antworten beide gleichzeitig: „Diese Frage wurde an einen Menschen weitergeleitet.“

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Tags: Donald Trump Weißes Haus Rechenzentren Superintelligenz KI-Regulierung Selbstkontrolle
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