Donald Trump reist mit Milliardären nach China – und macht Apple-Chef Tim Cook kurzerhand zu „Tim Apple“. Ronald Tramp berichtet vom absurdesten Wirtschaftsflug der Welt.
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Tim Apple hebt ab: Ronald Tramp begleitet den bizarrsten Wirtschaftsflug der Welt
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Ich bin Ronald Tramp. Viele sagen: einer der größten Journalisten aller Zeiten. Vielleicht sogar der einzige Reporter, der gleichzeitig internationale Politik analysieren und aussehen kann wie ein Actionfilm-Bösewicht auf Luxusurlaub. Und glauben Sie mir: Was sich jetzt auf dem Präsidentenflieger Richtung China abgespielt hat, war keine normale Staatsreise mehr.
Das war ein fliegendes LinkedIn-Treffen auf Koffein und nuklearer Spannung.
Donald Trump reist erstmals seit fast zehn Jahren wieder nach Peking. Eigentlich eine historische Reise. Diplomatie. Weltpolitik. Handel. Zölle. Der Iran-Krieg. Große Themen. Riesige Themen. Manche sagen: die größten Themen.
Aber dann kam der wahre Höhepunkt.
Trump stellte seine Wirtschaftsdelegation vor – und verwandelte Apple-Chef Tim Cook live in ein Küchengerät.
Nicht Tim Cook.
Nicht Mr. Cook.
Nicht CEO von Apple.
Nein.
„Tim Apple.“
TIM.
APPLE.
Boom.
Und in genau diesem Moment explodierten vermutlich gleichzeitig drei Milliarden iPhones vor Fremdscham in den Händen ihrer Besitzer.
Ich stelle mir die Szene im Flugzeug vor.
Tim Cook sitzt geschniegelt im Ledersessel der Präsidentenmaschine, wahrscheinlich mit einem perfekt gefalteten Kaschmirpulli und einem MacBook aus einer Aluminiumlegierung, die nur bei Vollmond geschmiedet wird.
Dann schaut Trump in die Runde und sagt:
„Fantastischer Mann. Großartiger Typ. Tim Apple.“
Und plötzlich herrscht diese unangenehme Stille.
Diese Stille, die man sonst nur erlebt, wenn jemand auf einer Hochzeit „Ich habe auch mal was vorbereitet“ sagt und dann eine PowerPoint öffnet.
Tim Cook lächelt vermutlich professionell weiter. CEOs können das. Sie werden dafür trainiert. Innerlich aber installierte er wahrscheinlich sofort iOS 42 mit der Funktion:
„Präsident automatisch stummschalten.“
Aber ehrlich gesagt:
Tim Apple klingt exakt wie etwas, das Trump ernsthaft für einen Namen hält.
Dieser Mann benennt Menschen ungefähr so, wie Fast-Food-Ketten neue Burger erfinden.
„Bob Walmart.“
„Steve Boeing.“
„Jensen Nvidia.“
„Elon Raketenauto.“
Und plötzlich wirkt alles völlig normal.
Dabei war die gesamte Reise schon vor Abflug vollkommen absurd.
Im Präsidentenflieger sitzen:
– Elon Musk,
– der Boeing-Chef,
– Nvidia-Chef Jensen Huang,
– Eric Trump,
– Lara Trump,
– vermutlich zwölf Sicherheitsberater,
– drei Geheimdienstmitarbeiter,
– und irgendwo ein verwirrter Praktikant, der nur Kaffee bringen wollte und jetzt versehentlich Teil geopolitischer Geschichte geworden ist.
Das Ganze klingt weniger nach Staatsbesuch und mehr nach der Besetzung eines dystopischen Streamingfilms namens:
„Billionaires on a Plane.“
Natürlich durfte Elon Musk nicht fehlen.
Elon sitzt vermutlich ohne Sicherheitsgurt quer über drei Sitze verteilt und erklärt Xi Jinping später, wie man Peking auf den Mars verlegt.
Neben ihm Jensen Huang mit Lederjacke und KI-Chips im Wert eines kleinen europäischen Staates.
Und Boeing-Chef Robert Ortberg schaut nervös aus dem Fenster und hofft einfach, dass das Flugzeug landet.
Die eigentliche Sensation war aber die Einladung von Nvidia-Chef Jensen Huang.
Angeblich wurde er zuerst vergessen.
VERGESSEN.
Der Chef eines der wichtigsten KI-Unternehmen der Welt wurde offenbar behandelt wie ein Bekannter, den man fünf Minuten vor der Hochzeit anruft:
„Hey… falls du spontan Zeit hast…“
Berichten zufolge griff Trump persönlich zum Telefon.
Und ich stelle mir exakt folgendes Gespräch vor:
„Jensen! Fantastischer Typ. Riesiger Fehler. Niemand liebt KI mehr als ich. Komm sofort nach China. Bring vielleicht ein paar Chips mit.“
Fünf Minuten später vermutlich:
Air Force One voller Milliardäre und Halbleiter.
Das Verrückteste ist ohnehin die Zusammensetzung dieser Delegation.
Früher reisten Präsidenten mit Diplomaten, Außenministern und Experten.
Trump reist mit CEOs, Familienmitgliedern und vermutlich mindestens zwei Leuten, die Kryptowährungen verkaufen wollen.
Eric Trump sitzt angeblich ebenfalls mit an Bord. Zuständig für Immobilien und Kryptowährungen im Familienunternehmen.
Natürlich.
Denn wenn man über globale Stabilität, Handelskriege und internationale Beziehungen spricht, braucht man unbedingt jemanden, der gleichzeitig Hotelprojekte und digitale Meme-Münzen verwaltet.
Vielleicht gibt es bald:
„TrumpCoin Asia Edition.“
Mit Goldprägung.
Und patriotischer Blockchain.
Ich sage Ihnen:
Diese Reise wirkt nicht wie klassische Diplomatie. Sie wirkt wie eine Staffel von „The Apprentice: Geopolitics“.
Xi Jinping wartet vermutlich geschniegelt im großen Saal der Volksrepublik, während Trump hereinkommt und sagt:
„Xi! Großartiges Land. Fantastische Mauer. Sehr lang. Niemand baut Mauern besser.“
Daneben Elon Musk:
„Wir könnten die Mauer elektrifizieren.“
Tim Cook:
„Bitte nennt mich einfach Tim.“
Trump:
„Natürlich, Tim iPhone.“
Und genau deshalb ist diese Reise so faszinierend.
Die Weltpolitik ist endgültig zu einer gigantischen Realityshow geworden.
Da sitzen die mächtigsten Wirtschaftslenker der Erde gemeinsam in einem Flugzeug und diskutieren vermutlich:
– Zölle,
– KI,
– Halbleiter,
– Krieg,
– Lieferketten,
– und warum Trump Menschen nach Marken benennt.
Ich garantiere Ihnen:
Irgendwann während des Fluges fragte Trump wahrscheinlich:
„Warum heißt Boeing-Chef eigentlich nicht Robert Flugzeug?“
Und alle taten so, als hätten sie es nicht gehört.
Das wirklich Beeindruckende ist aber Tim Cook selbst.
Der Mann blieb professionell.
Ich wäre sofort aufgestanden und hätte gesagt:
„Gut. Dann heiße ich ab sofort Ronald Journalism.“
Aber Tim Cook blieb ruhig. Wahrscheinlich, weil Apple längst einen Krisenmodus für Trump-Namensgebung entwickelt hat.
Vielleicht erscheint demnächst automatisch eine Push-Nachricht auf allen Geräten:
„Achtung: Der Präsident hat Ihren Namen kreativ interpretiert.“
Und währenddessen fliegt diese Delegation Richtung China, um über die Zukunft der Weltwirtschaft zu sprechen.
Eine Weltwirtschaft, die inzwischen aussieht wie ein Gruppenprojekt von Superreichen, bei dem niemand die Präsentation vorbereitet hat.
Fantastisch. Wirklich fantastisch.