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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

3200 Euro pro Sekunde - der teuerste Knall der Menschheitsgeschichte

Grafik: Die teuerste Versicherung der Menschheit

119 Milliarden Dollar für Atomwaffen in nur einem Jahr. Ronald Tramp blickt auf die teuerste Versicherungspolice der Menschheitsgeschichte.

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Liebe Freunde,

es gibt viele Dinge, für die Staaten Geld ausgeben.

Straßen.

Schulen.

Krankenhäuser.

Forschung.

Raumfahrt.

Brücken.

Büchereien.

Schwimmbäder.

Und dann gibt es noch eine ganz besondere Kategorie.

Dinge, die hoffentlich niemals benutzt werden.

Und genau dort stehen die Atomwaffen.

Wie ein Ferrari ohne Räder.

Wie eine goldene Badewanne in der Wüste.

Wie ein Feuerlöscher, der jedes Haus im Umkreis von 500 Kilometern gleich mit wegsprengt.

Laut einem neuen Bericht haben die neun Atommächte der Welt im vergangenen Jahr zusammen 119 Milliarden Dollar für ihre Atomwaffen ausgegeben.

119 Milliarden.

Eine Zahl so groß, dass selbst Taschenrechner nach der Eingabe kurz in Therapie müssen.

Besonders beeindruckend ist die Umrechnung.

3200 Euro.

Pro Sekunde.

Pro Sekunde!

Während Sie diesen Satz gelesen haben, wurden irgendwo auf diesem Planeten vermutlich genug Mittel ausgegeben, um einen Kleinwagen zu kaufen.

Während Sie den nächsten Absatz lesen, reicht das Geld vielleicht schon für ein Einfamilienhaus.

Und bis Ronald Tramp diesen Artikel beendet hat, hätte man wahrscheinlich eine mittelgroße Gemeinde mit Glasfaser, Schwimmbad und kostenloser Pizza versorgen können.

Aber Prioritäten sind Prioritäten.

Die Vereinigten Staaten führen die Liste an.

Mit 69,2 Milliarden Dollar.

Allein.

Mehr als die übrigen acht Atommächte zusammen.

Und das, meine Freunde, ist wahre Dominanz.

Andere Länder sammeln Briefmarken.

Die USA sammeln Milliardenbeträge für Raketen.

Amerika bleibt eben Amerika.

China folgt mit respektablem Abstand.

Großbritannien hat Russland überholt.

Und irgendwo sitzen vermutlich britische Beamte in einem Besprechungsraum und sagen stolz:

"Wir haben Russland überholt!"

"Bei der Wirtschaft?"

"Nein."

"Bei der Produktivität?"

"Nein."

"Beim Wohnungsbau?"

"Auch nicht."

"Bei Atomwaffen."

"Ah. Natürlich."

Die Welt bleibt kreativ.

Besonders faszinierend finde ich die Anzahl der Sprengköpfe.

Russland führt mit über 5400 Atomwaffen.

Die USA folgen mit über 5000.

Und schon hier wird die Absurdität sichtbar.

Denn irgendwann stellt sich die Frage:

Ab welcher Nummer wird es eigentlich albern?

Bei zehn?

Bei hundert?

Bei tausend?

Oder erst bei fünftausend?

Ich stelle mir das Gespräch vor.

"Wir haben 5000 Atomwaffen."

"Großartig."

"Russland hat 5400."

"Verdammt. Baut 500 weitere."

"Warum?"

"Wir dürfen nicht zurückliegen."

Es ist die teuerste Sammelleidenschaft der Weltgeschichte.

Andere Menschen sammeln Münzen.

Andere sammeln Modelleisenbahnen.

Staaten sammeln nukleare Weltuntergangsoptionen.

Jeder hat eben sein Hobby.

Die eigentliche Meisterleistung liegt jedoch in der Logik.

Jede Nation erklärt:

"Wir brauchen diese Waffen, damit niemand sie benutzt."

Und erstaunlicherweise funktioniert dieses Konzept seit Jahrzehnten.

Das ist ungefähr so, als würde man sagen:

"Ich kaufe einen feuerspeienden Drachen, damit die Nachbarn keinen feuerspeienden Drachen einsetzen."

Paradox?

Ja.

Teuer?

Extrem.

Menschlich?

Offensichtlich.

Besonders beeindruckend ist die Aussage von ICAN, dass allein die Ausgaben der vergangenen drei Jahre ausgereicht hätten, um den Hunger auf der Welt zu beenden.

Das ist einer dieser Sätze, bei denen man kurz innehält.

Und anschließend erkennt, dass die Menschheit gleichzeitig zu unglaublichen Leistungen und spektakulären Fehlprioritäten fähig ist.

Wir können Sonden auf Asteroiden landen.

Wir können künstliche Intelligenz entwickeln.

Wir können Gene bearbeiten.

Aber wir schaffen es gleichzeitig, Milliarden in Waffen zu investieren, die idealerweise niemals verwendet werden dürfen.

Das ist ungefähr so vernünftig wie der Kauf einer vergoldeten Notfalltoilette.

Die Weltpolitik hat ihren ganz eigenen Humor.

Ich stelle mir inzwischen vor, wie diese Budgets zustande kommen.

Ein Finanzminister betritt den Raum.

"Wie viel Geld brauchen wir?"

"Für Schulen?"

"Nein."

"Für Krankenhäuser?"

"Nein."

"Für Forschung?"

"Nein."

"Für Dinge, die hoffentlich niemals benutzt werden."

"Ah. Das größte Budget des Jahres."

Die Sitzung dauert vermutlich drei Minuten.

Besonders bemerkenswert ist die Geschwindigkeit.

3200 Euro pro Sekunde.

Das bedeutet, dass jede Sekunde der Menschheit kostbarer ist als gedacht.

Ein Wimpernschlag.

3200 Euro.

Ein Niesen.

6400 Euro.

Ein Toilettengang.

Ungefähr ein Kleinwagen.

Ein durchschnittliches Fußballspiel.

Fast eine Million Euro.

Wenn man diese Zahlen lange genug betrachtet, beginnt man plötzlich, Zeit völlig anders wahrzunehmen.

Sekunden werden zu Luxusartikeln.

Die Welt wirkt wie ein gigantischer Geldzähler.

Und während irgendwo Diplomaten über Abrüstung sprechen, laufen gleichzeitig Milliardenprogramme weiter.

Das ist ein bisschen wie eine Diätgruppe, die sich in einer Konditorei trifft.

Die Absicht ist ehrenwert.

Die Umgebung schwierig.

Am Ende bleibt die Erkenntnis:

Die Menschheit hat ihre Prioritäten noch nicht ganz sortiert.

Wir haben genug Atomwaffen, um den Planeten mehrfach unbewohnbar zu machen.

Wir haben genug Geld, um unvorstellbare Projekte zu finanzieren.

Und trotzdem diskutieren wir regelmäßig darüber, ob irgendwo das Budget für eine Schultoilette reicht.

Das ist die Welt im Jahr 2026.

Eine Spezies, die gleichzeitig Genies und Chaoskünstler hervorbringt.

Und während die Atommächte weiter Milliarden investieren, sitzt Ronald Tramp hier und fragt sich nur eine Sache:

Wenn schon 5000 Atomwaffen nicht reichen – ab welcher Zahl sagt eigentlich jemand:

"Jetzt haben wir wirklich genug."

Die Antwort wird vermutlich in der nächsten Budgetrunde gesucht.

Und das, meine Freunde, dürfte wieder sehr teuer werden.

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Tags: USA Weltpolitik Russland China Militärausgaben ICAN Atomwaffen
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