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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Donald Trump und die USA XXL: Venezuela jetzt mit Sternen, Streifen und Freedom-Burgern

Grafik: Trump erklärt Venezuela zum 51. Bundesstaat

Donald Trump erklärt Venezuela kurzerhand zum „51. Bundesstaat“ – per Truth-Social-Grafik. Ronald Tramp analysiert den vielleicht verrücktesten Immobilien-Deal der Weltpolitik.

Ich bin Ronald Tramp. Viele sagen: der beste Reporter. Fantastischer Reporter. Wahrscheinlich der einzige Journalist weltweit, der gleichzeitig investigative Recherchen durchführen und dabei aussehen kann wie ein Präsident auf einem Golfcart aus purem Gold. Und glauben Sie mir: Was diese Woche aus Washington kam, war wieder absolute Spitzenklasse politischer Unterhaltung.

Donald Trump hat eine Karte von Venezuela veröffentlicht. Nicht irgendeine Karte. Nein. Venezuela komplett überzogen mit der amerikanischen Flagge. Rot. Weiß. Blau. Sterne. Streifen. Patriotismus in maximaler XXL-Packung. Darüber stand nur: „51. Bundesstaat“.

Boom.

Ein einzelner Post. Und plötzlich sitzt ganz Südamerika kollektiv vor Google Maps und überprüft nervös, ob Caracas inzwischen einen Walmart, fünf Cheesecake Factories und einen NASCAR-Ring bekommen hat.

Man muss sich das vorstellen.

Andere Präsidenten veröffentlichen Wirtschaftspläne. Diplomatische Strategien. Friedensinitiativen. Trump hingegen sitzt offenbar nachts um drei mit einem Eimer Fast Food im Oval Office und denkt sich:

„Wisst ihr, was fantastisch aussehen würde? Venezuela. Aber mit mehr Sternen.“

Und zack – neuer Bundesstaat.

Die Vereinigten Staaten haben aktuell 50 Bundesstaaten. Für normale Menschen ist das eine stabile Zahl. Für Trump offenbar eher eine unverbindliche Empfehlung.

Kanada? Wollte er schon.

Grönland? Ebenfalls.

Der Panamakanal? Natürlich.

Und jetzt Venezuela.

Der Mann sammelt Länder offenbar wie andere Leute Kühlschrankmagneten.

Besonders großartig war die Reaktion aus Venezuela. Übergangspräsidentin Delcy Rodríguez erklärte, Venezuela habe „niemals“ erwogen, der 51. Bundesstaat zu werden.

Niemals.

Und genau dieses „niemals“ klang ungefähr so überzeugend wie ein Kellner, der sagt:

„Natürlich ist die Maschine für Softeis heute zufällig kaputt.“

Denn die Situation ist mittlerweile komplett absurd.

Erinnern wir uns:

Im Januar nahm das US-Militär Nicolás Maduro fest und brachte ihn in die USA. Einfach so. Zack. Eingesammelt wie ein falsch geparktes Auto in Manhattan. Danach erklärte Trump praktisch nebenbei, Venezuela stehe nun unter Kontrolle der Vereinigten Staaten.

Und die Welt reagierte ungefähr mit:

„Moment … WAS?!“

Aber genau das ist inzwischen das Trump-Prinzip.

Früher brauchte man für geopolitische Veränderungen jahrelange Verhandlungen, UN-Resolutionen, Gipfeltreffen und internationale Verträge.

Heute reicht offenbar ein Truth-Social-Post mit einer schlecht ausgeschnittenen Flagge und Comic-Sans-Energie.

Und seien wir ehrlich:

Die Idee eines amerikanischen Venezuelas hätte gewisse… kulturelle Folgen.

Stellen Sie sich vor:

Las Vegas bekommt Konkurrenz durch Caracas.

Der Superbowl startet mit einer Salsa-Halbzeitshow.

McDonald’s verkauft plötzlich „Big Mac Arepas“.

Florida explodiert komplett, weil Rentner versehentlich denken, Venezuela sei jetzt steuerlich Teil von Miami.

Fox News würde 24 Stunden senden:

„Ist Venezuela der patriotischste Bundesstaat aller Zeiten?“

„Warum venezolanisches Öl Amerika noch amerikanischer macht.“

„EXKLUSIV: Trump bestellt ersten Freedom-Taco mit Guacamole.“

Natürlich begründete Trump das Ganze auch wirtschaftlich. Venezuela habe gigantische Ölreserven. Viele Billionen Dollar. Fantastisches Öl. Wahrscheinlich das beste Öl. Sehr patriotisches Öl.

Trump betrachtet internationale Politik ungefähr wie einen Immobilienmakler auf Energy-Drinks.

Andere Menschen sehen souveräne Staaten.

Trump sieht freie Gewerbeflächen.

Und irgendwo sitzt Elon Musk wahrscheinlich bereits vor einer PowerPoint-Präsentation mit dem Titel:

„Hyperloop Caracas–Texas.“

Besonders faszinierend ist die Geschwindigkeit, mit der sich Menschen inzwischen an völlig irre Nachrichten gewöhnen.

Vor zehn Jahren hätte ein US-Präsident mit solchen Aussagen globale Krisengipfel ausgelöst.

Heute schauen die Leute nur kurz aufs Handy und sagen:

„Ah. Trump möchte Venezuela kaufen. Dienstag.“

Die wahre Meisterleistung ist aber die Bildsprache.

Diese Karte war nicht einfach Politik. Nein. Das war ein digitales Reviermarkieren. Ein Hund hebt das Bein am Laternenpfahl. Trump überzieht ganze Staaten mit Sternenbanner-Grafiken.

Ich erwarte ehrlich gesagt, dass demnächst plötzlich weitere Karten auftauchen:

– Mallorca mit US-Flagge: „Summer State“

– Monaco: „Tax Freedom District“

– Bielefeld komplett in Tarnfarben: „Strategically Invisible Territory“

Nichts erscheint unmöglich.

Und während Politikwissenschaftler fieberhaft internationale Analysen schreiben, sitzt Trump vermutlich grinsend im Weißen Haus und fragt:

„Wie sieht eigentlich Brasilien mit Flammen und Adlerkopf aus?“

Man darf dabei nicht vergessen:

Trump lobte Delcy Rodríguez gleichzeitig als „fantastisch“.

Das ist typisch Trump.

Er könnte theoretisch morgens ein Land annektieren und mittags sagen:

„Unglaubliche Leute dort. Fantastische Menschen. Die besten. Niemand macht Übergangspräsidentschaft besser.“

Diplomatie bei Trump ist wie ein QVC-Verkaufskanal mit Atomwaffenoption.

Doch die vielleicht größte Frage bleibt:

Wenn Venezuela wirklich der 51. Bundesstaat würde – welcher wäre dann der nächste?

Die Schweiz wegen der Banken?

Italien wegen der Pizza?

Deutschland wegen der Autobahn?

Wobei…

Trump würde vermutlich Nordrhein-Westfalen übernehmen und sofort sagen:

„Großartige Region. Riesige Parkplätze. Viele Autobahnen. Sehr effizient. Hamm klingt außerdem fantastisch amerikanisch.“

Und irgendwo würde dann ein gigantischer goldener Schriftzug stehen:

„WELCOME TO WEST GERMANY TEXAS.“

Ich sage Ihnen:

Die Weltpolitik ist endgültig in ihrer Reality-TV-Phase angekommen. Früher las man geopolitische Analysen. Heute fühlt sich internationale Diplomatie an wie eine Mischung aus Wrestling, Immobilienmesse und einem Facebook-Kommentarbereich nach Mitternacht.

Und mitten drin:

Donald Trump.

Mit Photoshop.

Und einer Landkarte.

Fantastisch. Wirklich fantastisch.

Tags: USA Donald Trump Weltpolitik Venezuela Truth Social 51. Bundesstaat
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