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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Deutsche Bahn entdeckt Gefühle – Fahrplan kündigt spontan

Grafik: Wenn der ICE erst seine Gefühle sortiert

Die Deutsche Bahn verabschiedet sich vom starren Fahrplan. Künftig fahren Züge emotional flexibel. Ronald Tramp berichtet über die größte Schienenreform seit der Dampflok.

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Ronald Tramp berichtet exklusiv über die erste Eisenbahn mit Stimmungsschwankungen.

Freunde, ich habe schon viele Innovationen erlebt.

Wirklich viele.

Ich habe intelligente Kühlschränke gesehen.

Sprechende Staubsauger.

Selbstfahrende Autos.

Und einmal sogar einen Drucker, der beim ersten Versuch funktionierte.

Aber nichts – wirklich nichts – bereitet einen auf die neueste Innovation der Deutschen Bahn vor.

Denn die Bahn hat beschlossen, das starre Konzept von Fahrplänen hinter sich zu lassen.

Endlich.

Es wurde Zeit.

Warum sollten Züge an feste Zeiten gebunden sein?

Warum dieser Druck?

Warum diese Erwartungen?

Warum diese permanente Hetze?

Wir leben schließlich im 21. Jahrhundert.

Ein Zeitalter der Selbstverwirklichung.

Und deshalb fährt die Deutsche Bahn künftig „emotional flexibel“.

Ein Konzept, das laut internen Quellen entwickelt wurde, nachdem mehrere Züge erklärten, sie fühlten sich von den Fahrplänen nicht ausreichend wertgeschätzt.

Die Lokomotiven hätten über Jahre unter Zeitdruck gelitten.

Ein ICE soll sogar gesagt haben:

„Ich bin mehr als nur eine Verbindung zwischen Köln und Berlin.“

Tief.

Sehr tief.

Wahrscheinlich tiefer als manche Vorstandspräsentation.

Das neue System funktioniert denkbar einfach.

Früher stand auf dem Fahrplan:

„Abfahrt 10:03 Uhr.“

Heute steht dort:

„Wenn die Energie stimmt.“

Großartig.

Wirklich großartig.

Fahrgäste erhalten künftig über die Bahn-App keine Abfahrtszeiten mehr.

Stattdessen werden Stimmungsberichte angezeigt.

Zum Beispiel:

ICE 714 nach München

  • Selbstvertrauen: 87 %
  • Motivation: schwankend
  • Emotionale Bereitschaft zur Abfahrt: unklar

Oder:

Regionalbahn 42

  • Fühlt sich missverstanden
  • Benötigt Raum zur Selbstentfaltung
  • Reflektiert derzeit ihre Rolle im Verkehrssystem

Experten sprechen bereits von der größten Veränderung im deutschen Bahnverkehr seit der Erfindung der Schiene.

Und die Vorteile liegen auf der Hand.

Verspätungen gibt es nämlich offiziell nicht mehr.

Wie denn auch?

Man kann nicht zu spät kommen, wenn es gar keine feste Zeit mehr gibt.

Genial.

Absolut genial.

Jahrzehntelang versuchte man, die Pünktlichkeit zu verbessern.

Niemand kam auf die naheliegende Lösung:

Man schafft einfach die Definition von Pünktlichkeit ab.

Das ist ungefähr so, als würde man bei Prüfungen schlechte Noten verhindern, indem man Zahlen verbietet.

Revolutionär.

Natürlich mussten die Mitarbeiter auf das neue System vorbereitet werden.

Zugbegleiter besuchen nun Seminare wie:

  • Gewaltfreie Kommunikation mit Lokomotiven
  • Achtsamkeit im Schienenverkehr
  • Konfliktlösung zwischen ICE und Oberleitung
  • Die sieben Phasen einer verspäteten Selbstfindung

Auch die Lautsprecherdurchsagen wurden angepasst.

Früher hieß es:

„Der Zug verspätet sich um 35 Minuten.“

Heute lautet die Durchsage:

„Der Zug befindet sich aktuell auf einer persönlichen Reise.“

Oder:

„Die Verbindung arbeitet momentan an ihrem inneren Gleichgewicht.“

Noch besser:

„Der ICE nach Hamburg hat beschlossen, sich heute nicht unter Druck setzen zu lassen.“

Applaus.

Stehender Applaus.

Besonders interessant wird das System im Winter.

Früher führten Schnee, Eis und technische Probleme zu Ausfällen.

Heute reicht bereits ein schlechter Tag.

„Der Zug fühlt sich emotional nicht abgeholt.“

Fahrt gestrichen.

„Die Regionalbahn kämpft mit Selbstzweifeln.“

Fahrt gestrichen.

„Der ICE benötigt Zeit zur Verarbeitung eines schwierigen Signals.“

Fahrt gestrichen.

Die Gewerkschaften begrüßen das Konzept ausdrücklich.

Auch Psychologen zeigen sich begeistert.

Einige Verkehrsexperten sind dagegen noch skeptisch.

Sie fragen beispielsweise:

„Wie komme ich künftig zuverlässig zur Arbeit?“

Eine interessante, aber möglicherweise etwas altmodische Frage.

Denn im neuen Bahnsystem geht es nicht um Ankunft.

Es geht um die Reise.

Um das Erleben.

Um die Verbindung zwischen Mensch und Schiene.

Ein Bahnsprecher erklärte:

„Unsere Züge sollen nicht länger bloße Transportmittel sein. Sie sollen sich ausdrücken dürfen.“

Und ehrlich gesagt:

Wer könnte dagegen sein?

Man stelle sich die Zukunft vor.

Der ICE schreibt Gedichte.

Regionalbahnen führen Tagebuch.

S-Bahnen veröffentlichen Podcasts.

Und irgendwo sitzt ein Intercity auf einem Abstellgleis und arbeitet an seinem Debütroman.

Der Titel:

„50 Kilometer Verspätung – Mein Weg zu mir selbst.“

Bestseller.

Garantiert.

Natürlich gibt es bereits Pläne für die nächste Ausbaustufe.

Ab 2027 sollen Fahrgäste ebenfalls emotional flexibel reisen.

Wer nicht bereit für die Ankunft ist, darf einfach sitzen bleiben.

Der Zug fährt dann gemeinsam mit dem Fahrgast weiter.

Bis beide ihren Frieden gefunden haben.

Das nennt man kundenorientierten Service.

Am Ende bleibt die Erkenntnis:

Während andere Länder Hochgeschwindigkeitszüge entwickeln, arbeitet Deutschland an etwas viel Größerem.

Der emotionalen Eisenbahn.

Einem Verkehrssystem, das nicht fragt:

„Wann fahren wir los?“

Sondern:

„Wie fühlen wir uns dabei?“

Ich bin Ronald Tramp.

Und falls Sie mich suchen:

Ich sitze derzeit auf Gleis 8 und versuche herauszufinden, ob mein Zug nach Frankfurt Verspätung hat oder gerade eine Sinnkrise durchlebt.

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Tags: Verspätung Pünktlichkeit Deutsche Bahn ICE Fahrplan Bahnverkehr Zug
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