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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Ronald Tramp und die strengste First Lady Frankreichs

Grafik: Frankreich diskutiert über Brigitte Macrons Einfluss

Neue Enthüllungen über Brigitte Macron sorgen für Wirbel: Angeblich soll Frankreichs First Lady Bewerberinnen im Élysée persönlich aussortiert haben.

Frankreich hat wieder geliefert.

Dieses Land schafft es einfach immer, selbst politische Skandale klingen zu lassen wie ein Netflix-Drama mit Rotweinbudget und sehr teuren Vorhängen.

Diesmal geht es um Emmanuel Macron.

Den französischen Präsidenten.

Den Mann, der aussieht, als würde er selbst bei einer Steuerreform noch elegant Espresso trinken.

Und natürlich geht es auch um Brigitte Macron.

Denn laut einem neuen Buch soll Frankreichs First Lady im Élysée-Palast offenbar nicht nur Ehefrau, Beraterin und Präsidenten-Vertraute gewesen sein.

Nein.

Angeblich war sie zusätzlich:

eine Art menschlicher Sicherheitsfilter für attraktive Bewerberinnen.

Fantastisch.

Laut den Enthüllungen habe Brigitte Macron sich Fotos von Frauen zeigen lassen, die im Umfeld des Präsidenten arbeiten wollten.

Und dann fiel angeblich die entscheidende Frage:

„Zeig sie mir!“

Allein dieser Satz klingt schon wie der Beginn eines französischen Politthrillers.

Ich stelle mir die Szene wunderbar vor.

Irgendwo im Élysée sitzt ein nervöser Mitarbeiter mit einer Bewerbungsmappe.

„Monsieur le Président, wir hätten hier eine neue Kandidatin für das Kommunikationsteam.“

Und plötzlich öffnet sich langsam eine Tür.

Brigitte Macron erscheint.

Dramatische Musik.

Kamera-Zoom.

Ganz Frankreich hält den Atem an.

„Zeig sie mir.“

Unglaublich.

Laut Buch soll danach entschieden worden sein, ob eine Frau im Präsidentenumfeld arbeiten darf oder nicht.

Wenn Brigitte nicht überzeugt gewesen sei, habe angeblich ein Satz genügt:

„Die kommt mir nicht ins Élysée!“

Das ist keine Personalpolitik mehr.

Das ist „Der Pate“, aber mit französischem Präsidentenpalast.

Besonders herrlich ist die angebliche Begründung.

Brigitte Macron habe immer gewusst, „dass Frauen Raubtiere sind“.

RAUBTIERE!

Nicht Kolleginnen.

Nicht Bewerberinnen.

Nicht Mitarbeiterinnen.

Nein.

Raubtiere.

Frankreich verwandelt selbst Personalentscheidungen in Naturdokumentationen.

Man erwartet fast, dass irgendwo im Hintergrund eine Stimme wie bei Discovery Channel erklärt:

„Hier beobachten wir das seltene politische Alphapaar in seinem natürlichen Lebensraum.“

Das Verrückteste:

Der Élysée-Palast soll deshalb überwiegend von Männern dominiert gewesen sein.

Nicht unbedingt wegen Qualifikation.

Sondern angeblich, um potenzielle Konkurrenz vom Präsidenten fernzuhalten.

Damit wird das französische Präsidialamt plötzlich zu einer Mischung aus Regierungssitz, Eliteinternat und Eifersuchts-Bunker.

Und natürlich geht es auch um Praktikantinnen.

Denn in politischen Skandalgeschichten tauchen früher oder später IMMER Praktikanten auf.

Das scheint ein internationales Naturgesetz zu sein.

Eine junge Praktikantin sei angeblich „schnell wieder verschwunden“.

Allein diese Formulierung klingt so dramatisch, als hätte sie versehentlich den falschen Raum im Élysée betreten und sei danach nie wieder gesehen worden.

Natürlich dementieren Macron und der Élysée solche Geschichten.

Was sollen sie auch sonst sagen?

„Ja, selbstverständlich wurde jede Bewerberin zunächst einer geheimen First-Lady-Schönheitsprüfung unterzogen.“

Das wäre kommunikativ eher schwierig.

Aber das Buch zeichnet offenbar genau dieses Bild:

Fotos zeigen.

Blick abwarten.

Urteil fällen.

Das Ganze klingt ein bisschen wie „Germany’s Next Top Government Employee“.

„Heute entscheidet Brigitte, wer in die nächste Runde kommt.“

Die eigentliche Sensation ist aber:

Ganz Frankreich diskutiert plötzlich über die vermutlich luxuriöseste Form von Eifersucht der Welt.

Normale Menschen kontrollieren Handys.

Französische Präsidentenpaare kontrollieren offenbar Regierungsbewerbungen.

Das ist internationale Spitzenklasse.

Und seien wir ehrlich:

Natürlich passiert sowas in Frankreich.

Kein anderes Land könnte einen politischen Skandal gleichzeitig so elegant, romantisch und völlig absurd wirken lassen.

In Deutschland würde das Ganze sofort enden in:

– drei Untersuchungsausschüssen,

– einem Datenschutzgutachten

– und einer 84-seitigen Verwaltungsrichtlinie zur neutralen Bewerberprüfung.

Frankreich dagegen macht daraus ein gesellschaftliches Drama mit Blicken, Machtspielen und luxuriösen Fluren.

Das ist Stil.

Besonders faszinierend finde ich die Vorstellung, wie nervös plötzlich jede Bewerberin gewesen sein muss.

Nicht wegen des Präsidenten.

Nicht wegen des Jobs.

Sondern wegen der entscheidenden Frage:

„Gefällt Brigitte dich?“

Das ist vermutlich die einzige Bewerbungssituation der Welt, in der politische Kompetenz, Sprachkenntnisse und Berufserfahrung plötzlich zweitrangig wirken gegenüber:

„Wirkt sie potenziell zu glamourös?“

Man stelle sich das Assessment-Center vor.

„Ihre Qualifikationen sind hervorragend.“

„Vielen Dank.“

„Leider waren Sie zu elegant.“

„Verstehe.“

„Und Ihr Blick war möglicherweise zu französisch.“

„Mon dieu.“

Das Ganze passt perfekt zur modernen Politik:

Überall Machtkämpfe.

Überall Inszenierung.

Überall menschliche Dramen hinter den Kulissen.

Nur Frankreich schafft es eben, dass selbst angebliche Eifersuchtsgeschichten noch aussehen wie ein Kunstfilm bei den Filmfestspielen von Cannes.

Und irgendwo im Élysée sitzt vermutlich gerade ein völlig überforderter Personalchef mit einem Stapel Bewerbungen und denkt sich:

„Bitte heute keine Fotos mehr.“

Tags: Paris Frankreich Emmanuel Macron First Lady Élysée Brigitte Macron
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