RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

KI-Fabrik bestellt eine Milliarde Rechenhirne – Ronald Tramp sucht die Intelligenz

Grafik: Milliarden-KI: Ronald sucht das Superhirn

Bis zu 1,57 Milliarden Dollar für eine neue KI-Fabrik: Ronald Tramp sucht zwischen Nvidia-Chips, Kühltürmen und Serverhallen nach der versprochenen Superintelligenz – und findet eine Maschine, die ihm empfiehlt, den Drucker neu zu starten.

Satiressum - Banner 001Partnerlink

Von Ronald Tramp, investigativer Sonderkorrespondent für künstliche Intelligenz, natürliche Ahnungslosigkeit und Serverhallen mit Größenwahn

Meine Freunde, ich bin nach Indien gereist.

Warum?

Weil dort etwas gebaut werden soll, das man inzwischen tatsächlich „AI Factory“ – KI-Fabrik – nennt.

Früher baute eine Fabrik Autos.

Oder Stahl.

Oder Waschmaschinen.

Man konnte morgens hineingehen und abends kam hinten etwas heraus.

Heute baut man eine KI-Fabrik für gigantische Summen, stellt Milliarden Dollar teure Computer hinein und am Ende kommt möglicherweise ein Satz heraus wie:

„Es tut mir leid, aber ohne weitere Informationen kann ich das nicht zuverlässig beurteilen.“

Fantastisch.

Technologischer Fortschritt!

Der indische Industriekonzern Larsen & Toubro hat einen Auftrag für ein großes KI-Rechenzentrum mit Nvidia-Technologie erhalten. Das Auftragsvolumen kann laut Reuters bis zu 1,57 Milliarden US-Dollar erreichen.

1,57 Milliarden!

Für diesen Betrag erwarte ich persönlich nicht nur künstliche Intelligenz.

Ich erwarte künstliche Weisheit.

Künstliche Telepathie.

Und mindestens einen Computer, der mir erklären kann, warum mein Drucker „Papierstau“ meldet, obwohl überhaupt kein Papier drin ist.

Willkommen in der Intelligenzfabrik

Ich bin also hingefahren.

Schutzhelm auf.

Warnweste an.

Sonnenbrille selbstverständlich.

Unter dem Arm ein Laptop.

Auf dem Laptop ein Aufkleber:

VERY ARTIFICIAL INTELLIGENCE.

Damit jeder sofort weiß: Hier kommt ein Experte.

Vor mir erhebt sich die Welt der KI-Infrastruktur.

Server.

Kabel.

Kühlung.

Stromversorgung.

Noch mehr Server.

Noch mehr Kabel.

Und vermutlich irgendwo ein Techniker namens Rajesh, der als einziger Mensch weiß, welches Kabel man auf keinen Fall herausziehen darf.

Ich fragte:

„Wo wird hier die Intelligenz hergestellt?“

Man erklärte mir, das funktioniere nicht ganz so.

Typische Antwort.

Immer wenn Ronald Tramp etwas aufdeckt, heißt es plötzlich:

„Das funktioniert nicht ganz so.“

1,57 Milliarden Dollar für „Vielleicht“

Also begann ich zu rechnen.

Für bis zu 1,57 Milliarden Dollar könnte man ungefähr 1,57 Milliarden Dinge für jeweils einen Dollar kaufen.

Das ist Mathematik.

Sehr fortgeschritten.

Stellen Sie sich vor, Sie investieren diese Summe in Rechner, Netzwerke, Kühlung und Spezialtechnik.

Dann stellen Sie der KI eine Frage:

„Soll ich morgen einen Regenschirm mitnehmen?“

Die KI denkt.

Server beginnen zu arbeiten.

Grafikprozessoren rechnen.

Pumpen pumpen.

Lüfter lüften.

Elektronen rasen durch kilometerlange Leitungen.

Irgendwo wird Wasser durch Kühlsysteme geschickt.

Nach zwölf Sekunden erscheint:

„Das hängt von deinem Standort und der Wetterlage ab.“

WOW!

Dafür hätten wir beinahe 1,57 Milliarden Dollar gebraucht!

Meine Großmutter hätte gesagt:

„Guck aus dem Fenster.“

Kostenpunkt:

Null Dollar.

Latenz:

0,8 Sekunden.

Energieverbrauch:

ein Kaffee.

Nvidia liefert die Schaufeln für den Goldrausch

Natürlich spielt auch Nvidia eine Rolle.

Nvidia ist inzwischen ungefähr das, was im Goldrausch der Händler mit den Schaufeln war.

Alle suchen nach KI-Gold.

Und Nvidia steht daneben:

„Braucht jemand vielleicht 40.000 sehr teure Schaufeln?“

Geniales Geschäft.

Unternehmen weltweit sagen:

„Wir brauchen KI!“

„Was wollen Sie damit machen?“

„Wissen wir noch nicht!“

„Wie viele Chips benötigen Sie?“

„ALLE!“

Das ist moderne Digitalstrategie.

Früher fragte man:

Welches Problem haben wir?

Heute lautet die Reihenfolge:

Wie viele GPUs können wir bestellen?

Das Problem findet man später.

Ronald entdeckt die wahre KI-Verschwörung

Nach ungefähr drei Stunden Recherche hatte ich meine Theorie.

Wir bauen diese gigantischen KI-Rechenzentren nicht, damit Maschinen intelligenter werden.

Wir bauen sie, damit banale Antworten beeindruckend teuer aussehen.

Denken Sie darüber nach.

Wenn ein Mensch sagt:

„Das weiß ich nicht.“

Unbeeindruckend.

Wenn aber 25.000 Hochleistungsprozessoren, eine eigene Stromversorgung und ein Kühlsystem von der Größe Luxemburgs zwölf Sekunden rechnen und anschließend sagen:

„Dazu liegen mir keine ausreichenden Informationen vor“ –

dann klingt das nach Wissenschaft.

Ich nenne das:

INDUSTRIELLE UNSICHERHEIT ALS SERVICE.

IUaaS.

Sehr wichtiges Kürzel.

Investoren lieben Kürzel.

Mein Test der Superintelligenz

Natürlich wollte ich herausfinden, was eine solche KI-Fabrik künftig leisten könnte.

Also entwickelte ich meinen eigenen Benchmark.

Der Ronald Tramp Artificial Super Intelligence Test – RTASIT.

Testfrage Nummer eins:

„Wo liegt meine Sonnenbrille?“

Antwort:

„Ich habe keinen Zugriff auf deine physische Umgebung.“

Durchgefallen.

Die Sonnenbrille war auf meinem Gesicht.

Test zwei:

„Was möchte meine Frau essen, wenn sie sagt: ‚Mir egal‘?“

Antwort:

„Es könnte hilfreich sein, nach ihren Präferenzen zu fragen.“

Katastrophe.

Jeder verheiratete Mann weiß, dass genau diese Frage die Situation verschlimmert.

Test drei:

„Warum funktioniert der Drucker nicht?“

Antwort:

„Überprüfen Sie, ob das Gerät eingeschaltet ist.“

1,57 MILLIARDEN DOLLAR!

Ich habe den Stecker bereits überprüft!

Wir brauchen INTELLIGENZ!

Die KI-Fabrik der Zukunft

Ich sehe schon, wohin das führt.

In zehn Jahren besitzt jedes Land eine gigantische KI-Fabrik.

Amerika baut eine für 200 Milliarden Dollar.

China baut eine für 250 Milliarden.

Europa beschließt zunächst eine Verordnung darüber, welche Schriftgröße auf dem Warnschild am Eingang einer KI-Fabrik verwendet werden darf.

Deutschland gründet anschließend die Bundesstelle für Rechenzentrumszuständigkeitskoordinierung.

Nach acht Jahren wird festgestellt, dass der Stromanschluss fehlt.

Aber wir haben 14.000 Seiten Dokumentation.

Auch eine Leistung.

Das größte Gehirn der Welt

Die Marketingabteilungen werden selbstverständlich eskalieren.

Niemand wird mehr sagen:

„Wir haben ein Rechenzentrum.“

Viel zu klein.

Es heißt:

AI FACTORY.

Danach:

INTELLIGENCE GIGAHUB.

Dann:

COGNITIVE HYPERCLOUD.

Und irgendwann:

PLANETARY SUPERBRAIN COMPLEX ONE.

Sie betreten dieses Gebäude.

Dreihunderttausend GPUs.

Zwei eigene Kraftwerke.

Kühlanlage größer als ein Flughafen.

Baukosten: 87 Milliarden Dollar.

Sie stellen die ultimative Frage:

„Wie koche ich ein Ei?“

Antwort:

„Die Kochzeit hängt davon ab, wie fest du dein Ei bevorzugst.“

MENSCHHEIT GERETTET!

Milliarden für die perfekte Büro-Mail

Und seien wir ehrlich: Ein beträchtlicher Teil dieser unfassbaren Rechenleistung wird vermutlich irgendwann dafür verwendet, Bürotexte umzuschreiben.

Millionen Menschen:

„Bitte formuliere diese E-Mail freundlicher.“

GPU Nummer 18.742 beginnt zu glühen.

„Hallo Klaus, wo bleibt die Tabelle?“

wird zu:

„Hallo Klaus, ich wollte mich freundlich erkundigen, ob du bereits Gelegenheit hattest, einen Blick auf die Tabelle zu werfen.“

BOOM!

Digitale Revolution.

Dafür bauen wir Kraftwerke.

Dafür verlegen wir Glasfaser.

Dafür errichten wir Milliarden-Rechenzentren.

Damit Klaus nicht merkt, dass wir eigentlich schreiben wollten:

WO BLEIBT DIE VERDAMMTE TABELLE?

Ronalds eigene KI-Fabrik

Deshalb werde ich jetzt selbst eine AI Factory bauen.

Sehr effizient.

Kosten: 39,95 Euro.

Meine Anlage besteht aus:

einem alten Laptop,

einem Ventilator,

einer Mehrfachsteckdose

und meinem Nachbarn Günther.

Günther sitzt hinter einem Vorhang.

Der Nutzer stellt eine Frage.

Ich tippe sie ein.

Günther antwortet.

Wenn er nichts weiß, schreibt er:

„Das lässt sich ohne weitere Informationen nicht zuverlässig beurteilen.“

Perfekt.

Niemand merkt den Unterschied.

Für die Premium-Version bekommt Günther einen zweiten Monitor.

Trotzdem: Das Rennen hat begonnen

Natürlich steckt hinter solchen Projekten eine ernsthafte Entwicklung: KI braucht gewaltige Rechenkapazitäten, Unternehmen und Staaten investieren enorme Summen, und Infrastruktur wird zu einem entscheidenden Faktor des technologischen Wettbewerbs.

Aber genau deshalb ist das Ganze so herrlich absurd.

Wir erschaffen Maschinenparks von einer Größenordnung, die früher ausschließlich Stahlwerken, Flughäfen oder Kraftwerken vorbehalten war.

Nicht um Stahl zu schmelzen.

Nicht um Flugzeuge zu bauen.

Sondern damit Maschinen immer schneller denken können.

Oder zumindest schneller behaupten können, dass sie etwas nicht wissen.

Ich stand deshalb am Ende meiner Reise vor der zukünftigen Intelligenzfabrik, hob beide Arme und rief:

„ZEIG MIR DIE SUPERINTELLIGENZ!“

Nichts passierte.

Vermutlich war sie gerade damit beschäftigt, jemandem fünf alternative Formulierungen für „Mit freundlichen Grüßen“ vorzuschlagen.

Meine Freunde:

Die Zukunft ist da.

Sie kostet Milliarden.

Sie braucht unfassbar viel Strom.

Sie benötigt gigantische Kühlsysteme.

Und wenn alles perfekt funktioniert, sagt sie Ihnen vielleicht:

„Bitte beachten Sie, dass meine Antwort Fehler enthalten kann.“

Großartig.

Wirklich großartig.

MAKE INTELLIGENCE EXPENSIVE AGAIN!

Dixxu - Banner 001Partnerlink
Tags: KI Technologie Indien Rechenzentrum Larsen & Toubro Nvidia KI-Fabrik
a
Das könnte dich auch interessieren
Skynet ruft zur Bremse – kurz vor der Ziellinie
Clippy übernimmt das Kommando: Panzer per Büroklammer
Elon gegen OpenAI – Der größte KI-Rosenkrieg der Galaxie
117.336 Genies und ein Formular
‹ Vorheriger
Make Hackfleisch Cheap Again – Ronald Tramp entdeckt den gro…
Nächster ›
CDU entdeckt die MILF – Ronald Tramp untersucht Deutschlands…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.