Donald Trump präsentiert stolz seine neue Lieblings-Baustelle in Washington: ein gigantischer Ballsaal mit unterirdischem Militärkomplex. Ronald Tramp berichtet.
Meine Damen und Herren, Freunde der goldenen Innenarchitektur und patriotischen Tiefgaragen – in Washington wird wieder gebaut.
Und zwar nicht irgendein langweiliges Verwaltungsgebäude mit grauem Teppichboden, Neonlicht und drei gelangweilten Sachbearbeitern namens Gary.
Nein.
Donald Trump baut natürlich etwas viel Größeres.
Viel Goldeneres.
Viel Lauteres.
Und vermutlich sichtbar aus dem Weltraum.
Denn der Präsident persönlich führte jetzt Pressevertreter über seine absolute Lieblingsbaustelle: einen millionenschweren neuen Ballsaal – inklusive unterirdischem Militärkomplex.
Schon dieser Satz klingt wie ein fieberhafter Traum eines Casinoarchitekten nach drei Energydrinks.
Ein Ballsaal.
Mit Militärbunker.
Unterirdisch.
In Washington.
Und Ronald Tramp – also ich – war selbstverständlich geistig live dabei.
Denn wenn Donald Trump Journalisten höchstpersönlich über eine Baustelle führt, dann ist das kein normaler Pressetermin.
Das ist eine Mischung aus:
- Immobilienmesse,
- Königskrönung,
- Militärparade,
- und einer Folge von „MTV Cribs“, nur mit mehr Fahnen.
Trump soll laut Berichten sichtbar stolz gewesen sein.
Und das versteht man natürlich sofort.
Andere Präsidenten hinterlassen vielleicht Gesetze.
Oder diplomatische Initiativen.
Trump hinterlässt bevorzugt Gebäude mit Goldverzierungen und vermutlich sehr komplizierten Lüftungssystemen.
Der geplante Ballsaal soll gigantisch werden.
Groß genug vermutlich, damit gleichzeitig:
- mehrere Staatsbankette,
- eine Wrestling-Gala,
- zwei Hubschrauberlandungen
- und ein Buffet mit 900 Garnelen stattfinden können.
Und darunter?
Ein unterirdischer Militärkomplex.
Weil normale Keller offenbar einfach nicht mehr reichen.
Früher hatten Präsidenten vielleicht einen kleinen Schutzraum.
Heute baut Donald Trump anscheinend direkt eine Mischung aus Pentagon, Luxushotel und Endgegner-Level aus einem James-Bond-Film.
Man stellt sich automatisch vor, wie die Anlage aussieht.
Goldene Türen.
Marmorwände.
Sehr dramatische Beleuchtung.
Und irgendwo ein gigantischer roter Knopf mit der Aufschrift:
„NUR IM NOTFALL ODER FÜR FOX-NEWS-INTERVIEWS DRÜCKEN.“
Trump führte die Presse persönlich herum – und genau das macht diese Geschichte so wunderbar.
Denn Donald Trump betrachtet Baustellen nicht wie normale Menschen.
Er betrachtet Baustellen wie andere Menschen ihre frisch geborenen Kinder.
Er zeigt jede Wand.
Jede Säule.
Jede Rolltreppe.
Vermutlich auch jede besonders patriotisch verlegte Bodenfliese.
Irgendwo stand bestimmt ein Journalist mit Notizblock, während Trump enthusiastisch erklärte:
„Schauen Sie sich diese Wand an. Unglaubliche Wand. Viele sagen, es ist die beste Wand Washingtons.“
Und ehrlich gesagt:
Man glaubt sofort, dass genau das passiert ist.
Denn Trump besitzt diese einzigartige Fähigkeit, selbst über Betonfundamente so zu sprechen, als hätte er gerade die Heilung für Schwerkraft entdeckt.
Besonders faszinierend ist die Kombination aus Luxus-Ballsaal und Militäranlage.
Das wirkt ein wenig so, als hätte jemand gesagt:
„Was wäre, wenn Versailles plötzlich von Top Gun geplant würde?“
Man kann sich lebhaft vorstellen, wie künftig irgendwo unter Washington Generäle hektisch Lagekarten analysieren, während oberirdisch gleichzeitig ein Kronleuchter-Bankett mit zwölf Meter langen roten Teppichen stattfindet.
Amerika ist eben effizient.
Und Ronald Tramp analysierte die Situation natürlich mit höchster journalistischer Genauigkeit.
Ich stellte mir sofort die wichtigsten Fragen:
Wie groß wird der Ballsaal?
Wie viele Goldleisten pro Quadratmeter sind erlaubt?
Und vor allem:
Wie tief muss ein Bunker sein, damit er gleichzeitig atomkriegssicher UND geeignet für ein luxuriöses Steak-Dinner bleibt?
Denn bei Trump ist alles immer gleichzeitig Sicherheitsarchitektur und Luxusresort.
Normale Menschen bauen Schutzräume.
Trump baut vermutlich Schutzräume mit vergoldeten Fahrstühlen und Raumduft „Patriot Supreme“.
Berichten zufolge gibt es auf der Baustelle sichtbare Fortschritte.
Und das allein scheint Trump bereits mit der emotionalen Begeisterung eines Mannes erfüllt zu haben, der gerade sein erstes eigenes Casino aus LEGO gebaut hat.
Man muss sich das bildlich vorstellen.
Donald Trump marschiert mit ausgestrecktem Arm über die Baustelle.
Im Hintergrund Bauarbeiter.
Betonmischer.
US-Flaggen.
Und irgendwo wahrscheinlich ein extrem nervöser Architekt, der permanent hofft, dass Trump nicht plötzlich entscheidet:
„Wir brauchen mehr Gold.“
Denn das ist die große Angst jedes Designers im Trump-Universum.
Es gibt niemals genug Gold.
Niemals genug Glanz.
Niemals genug gigantische Säulen.
Wenn Trump ein Gartenhaus bauen würde, sähe es am Ende vermutlich aus wie ein römischer Kaiserpalast mit WLAN.
Besonders schön ist dabei die Vorstellung, wie amerikanische Steuerzahler diese Nachrichten verfolgen.
Normale Bürger versuchen derzeit herauszufinden, ob sie sich noch Eier, Benzin und Netflix gleichzeitig leisten können.
Und parallel präsentiert der Präsident stolz seinen Mega-Ballsaal mit Geheimkomplex.
Das ist ungefähr so, als würde der Kapitän eines Kreuzfahrtschiffs während eines Sturms sagen:
„Die gute Nachricht: Der neue Whirlpool ist fantastisch.“
Natürlich darf man dabei den politischen Symbolwert nicht unterschätzen.
Denn Donald Trump liebt große Bauprojekte.
Sie sind sein natürliches Habitat.
Andere Politiker halten Reden.
Trump zeigt Grundrisse.
Andere diskutieren Strategien.
Trump diskutiert Deckenhöhe.
Und irgendwo tief in seinem Herzen ist Donald Trump wahrscheinlich bis heute einfach ein Immobilienmogul geblieben, der zufällig den Zugang zu Militäranlagen bekommen hat.
Die eigentliche Sensation ist deshalb vielleicht gar nicht der Ballsaal selbst.
Sondern die Tatsache, dass Donald Trump offenbar tatsächlich glücklich wirkt, wenn er Baustellen zeigen darf.
In solchen Momenten sieht er vermutlich weniger aus wie ein Präsident – und mehr wie ein Mann, der gerade voller Stolz seine Modelleisenbahn präsentiert.
Nur dass seine Modelleisenbahn mehrere Milliarden kostet und vermutlich Luftabwehrsysteme besitzt.
Am Ende bleibt Amerika also mit einer neuen Mega-Baustelle zurück.
Ein gigantischer Ballsaal.
Ein unterirdischer Militärkomplex.
Und Donald Trump als enthusiastischer Baustellenführer der Nation.
Und Ronald Tramp?
Ich freue mich bereits auf die Einweihung.
Allein schon, um herauszufinden, ob der Bunker über vergoldete Notausgänge verfügt.
Die Chancen stehen hervorragend.