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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

10 Millionen für Nichts? Trumps Pool-Wunder von Washington

Grafik: Der Pool, der 10 Millionen kostete – und gleich blieb

Donald Trump ließ den Pool vor dem Lincoln Memorial für zehn Millionen Dollar umbauen. Das Ergebnis: Niemand erkennt einen Unterschied. Ronald Tramp ermittelt.

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Ronald Tramp berichtet über ein Bauprojekt, das Geschichte schreibt, ohne sichtbar zu sein.

Meine Freunde, ich habe schon viele große Bauprojekte gesehen. Wirklich große Projekte. Fantastische Projekte. Projekte, bei denen man hinterher dachte: „Wow, das ist beeindruckend.“

Ich habe Wolkenkratzer gesehen.

Ich habe Brücken gesehen.

Ich habe Flughäfen gesehen, die irgendwann sogar fertig geworden sind.

Aber jetzt habe ich etwas erlebt, das alle Rekorde sprengt.

Donald Trump hat zehn Millionen Dollar ausgegeben.

Zehn.

Millionen.

Dollar.

Für einen Pool.

Und das Verrückteste daran?

Niemand sieht einen Unterschied.

Das ist eine Leistung.

Eine unglaubliche Leistung.

Man muss sich das einmal vorstellen.

Irgendwo in Washington steht ein Tourist vor dem Lincoln Memorial.

Er schaut auf den Pool davor.

Er macht ein Foto.

Sechs Monate später kommt er wieder.

Er macht erneut ein Foto.

Er legt beide Bilder nebeneinander.

Und denkt:

„Moment mal. Habe ich aus Versehen zweimal dasselbe Bild gemacht?“

Nein.

Zwischen den beiden Fotos liegen zehn Millionen Dollar.

Das muss man erst einmal schaffen.

Andere Menschen kaufen sich für zehn Millionen Dollar Villen.

Luxusyachten.

Privatjets.

Trump kauft sich offenbar Unsichtbarkeit.

Und zwar in Premiumqualität.

Dabei war ursprünglich von 1,8 Millionen Dollar die Rede.

1,8 Millionen.

Das wäre für ein staatliches Bauprojekt schon eine respektable Summe gewesen.

Doch dann geschah etwas Magisches.

Etwas, das nur Behörden, Berater und Bauunternehmen wirklich verstehen.

Aus 1,8 Millionen wurden plötzlich zehn Millionen.

Das ist eine Preissteigerung von der Sorte, bei der selbst Kryptowährungen nervös werden.

Irgendwo muss ein Taschenrechner in Flammen aufgegangen sein.

Denn normale Mathematik erklärt das nicht.

Vielleicht verlief die Besprechung ungefähr so:

„Wie teuer wird der Umbau?“

„1,8 Millionen Dollar.“

„Gut.“

„Oder vielleicht 2 Millionen.“

„Verstehe.“

„Eventuell 3 Millionen.“

„Aha.“

„Möglicherweise 5 Millionen.“

„Moment ...“

„Wahrscheinlich 10 Millionen.“

„Wie bitte?“

„Inflation.“

Und damit war das Thema erledigt.

Was genau verändert wurde, weiß vermutlich nur eine kleine Gruppe von Spezialisten, die nachts in geheimen Kellern Poolpläne studieren.

Die Öffentlichkeit sieht jedenfalls nichts.

Absolut nichts.

Gar nichts.

Das ist ungefähr so, als würde jemand verkünden:

„Ich habe mein Auto für 500.000 Euro umbauen lassen.“

Und anschließend steht exakt dasselbe Auto auf dem Parkplatz.

Vielleicht wurde der Pool jetzt mit patriotischem Wasser gefüllt.

Vielleicht wurde jede einzelne Wasserwelle zertifiziert.

Vielleicht wurde ein hochmodernes Anti-Verdunstungsministerium gegründet.

Vielleicht gibt es unter der Oberfläche mittlerweile WLAN.

Man weiß es nicht.

Aber zehn Millionen Dollar müssen ja irgendwo geblieben sein.

Selbst Donald Trump ist begeistert.

Und das will etwas heißen.

Schließlich stammt der Mann aus einer Welt, in der Gold gelegentlich als Wandfarbe verwendet wird.

Wenn jemand Erfahrung mit kostspieligen Projekten hat, dann er.

Doch selbst für ihn ist dieses Ergebnis bemerkenswert.

Denn normalerweise gilt:

Wenn man zehn Millionen Dollar ausgibt, sollte anschließend etwas größer sein.

Oder schöner.

Oder zumindest sichtbar.

Hier lautet die Bilanz hingegen:

Vorher Pool.

Nachher Pool.

Mission erfüllt.

Historiker sprechen bereits vom „großen Unsichtbarkeitswunder von Washington“.

Experten vergleichen das Projekt mit anderen legendären Staatsausgaben.

Dem Berliner Flughafen.

Stuttgart 21.

Der Entwicklung eines Faxgerätes mit WLAN.

Doch selbst diese Projekte hatten am Ende den Vorteil, dass man erkennen konnte, woran gearbeitet wurde.

Beim Pool wird es schwieriger.

Es gibt bereits Verschwörungstheorien.

Einige behaupten, der Pool könne nun mit Gedanken gesteuert werden.

Andere vermuten, dass er heimlich zur strategischen Wasserreserve der Vereinigten Staaten ausgebaut wurde.

Eine besonders beliebte Theorie lautet, dass das Geld in die Entwicklung eines revolutionären Spiegels investiert wurde, der Veränderungen unsichtbar macht.

Das würde zumindest einiges erklären.

Natürlich gibt es auch Verteidiger des Projekts.

Sie argumentieren, dass man nicht alles sehen müsse.

Qualität liege im Detail.

Technik befinde sich oft unter der Oberfläche.

Das stimmt.

Aber normalerweise kostet die Oberfläche dann nicht gleich zehn Millionen Dollar.

Vor allem nicht, wenn die Oberfläche aussieht wie dieselbe Oberfläche vor sechs Monaten.

Die wahre Genialität dieses Projekts liegt jedoch woanders.

Es beweist endgültig, dass in der Politik eine neue Ära begonnen hat.

Früher musste man Ergebnisse produzieren.

Heute genügt es offenbar, Rechnungen zu produzieren.

Und wenn das Ergebnis anschließend unsichtbar bleibt, nennt man das Innovation.

Ich, Ronald Tramp, habe deshalb einen neuen Vorschlag.

Warum nicht das gesamte Staatswesen nach diesem Modell organisieren?

Steuern erhöhen – aber unsichtbar.

Bürokratie abbauen – aber unsichtbar.

Straßen sanieren – aber unsichtbar.

Schulen modernisieren – aber unsichtbar.

Die Möglichkeiten sind grenzenlos.

Und wenn jemand fragt, wo das Geld geblieben ist?

Dann zeigt man einfach auf den Pool.

Den berühmtesten Zehn-Millionen-Dollar-Pool der Welt.

Ein Monument der modernen Politik.

Ein Meisterwerk der Unsichtbarkeit.

Ein Bauprojekt, das beweist:

Nichts kann unglaublich teuer sein.

Besonders, wenn es staatlich finanziert wird.

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Tags: USA Pool Lincoln Memorial Donald Trump Washington Steuergeld Umbau Bauprojekt
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