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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

EU plant Warnhinweise für KI – Das große Etikettenzeitalter

Grafik: Achtung: Dieser Artikel enthält Humor und KI

Die EU will KI-generierte Inhalte kennzeichnen. Ronald Tramp untersucht, warum Europa bald mehr Etiketten als Inhalte produzieren könnte.

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Ronald Tramp berichtet über Europas größten Feldzug gegen die Verwirrung.

Meine Freunde, ich dachte wirklich, ich hätte schon alles gesehen.

Warnhinweise auf Kaffeebechern.

Warnhinweise auf Leitern.

Warnhinweise auf Plastiktüten.

Warnhinweise auf Verpackungen.

Warnhinweise auf Warnhinweisen.

Doch jetzt betritt die Europäische Union eine völlig neue Dimension der Kennzeichnungskunst.

Künftig sollen KI-generierte Inhalte gekennzeichnet werden.

Bilder.

Videos.

Texte.

Audios.

Praktisch alles.

Und zwar möglichst sichtbar.

So sichtbar, dass man es garantiert bemerkt.

Denn offenbar lebt die EU-Kommission in der festen Überzeugung, dass morgens Millionen Europäer aufstehen, ein Bild eines Papstes auf einem Skateboard sehen und anschließend sofort ihre gesamte Weltsicht ändern.

Das Problem muss gelöst werden.

Sofort.

Mit einem Label.

Natürlich mit einem Label.

Denn wenn Europa ein Problem sieht, produziert Europa zunächst einmal einen Aufkleber.

Die neuen Empfehlungen sehen vor, dass Bilder künftig Hinweise tragen sollen wie:

„KI-generiert.“

Oder:

„KI-modifiziert.“

Was zunächst vernünftig klingt.

Doch wie immer fragte ich mich:

Wo endet das?

Und vor allem:

Wo beginnt das Chaos?

Denn wenn wir ehrlich sind, sind bereits heute viele Fotos nicht mehr ganz echt.

Filter.

Retusche.

Lichtkorrekturen.

Beauty-Effekte.

Bildbearbeitung.

Schon bald könnte ein Selfie ungefähr so aussehen:

„Foto aufgenommen von echter Person.“

„Hintergrund leicht korrigiert.“

„Schatten angepasst.“

„Haut optimiert.“

„Augen minimal vergrößert.“

„Haare digital ergänzt.“

„Selbstvertrauen künstlich erzeugt.“

Und irgendwo ganz unten:

„Eventuell befindet sich noch ein Mensch im Bild.“

Die EU wäre begeistert.

Besonders spannend wird es bei Videos.

Dort sollen Hinweise dauerhaft eingeblendet oder regelmäßig wiederholt werden.

Das stelle ich mir großartig vor.

Ein Actionfilm beginnt.

Explosionen.

Verfolgungsjagd.

Dramatische Musik.

Plötzlich erscheint unten links:

„Achtung: Dieses Auto wurde nicht wirklich von einem Dinosaurier gefahren.“

Zehn Sekunden später:

„Erinnerung: Der Dinosaurier wurde mit KI erzeugt.“

Zwanzig Sekunden später:

„Falls Sie es vergessen haben: Der Dinosaurier existiert nicht.“

Perfekt.

Nichts zerstört Spannung effizienter als eine Behörde mit Einblendungen.

Doch damit nicht genug.

Auch Texte sollen markiert werden.

Stellen Sie sich die Zukunft vor.

Sie öffnen eine Nachrichtenseite.

Über dem Artikel steht:

„Dieser Text wurde von KI erstellt.“

Darunter:

„Dieser Absatz wurde teilweise von KI erstellt.“

Weiter unten:

„Dieser Satz wurde von einem Praktikanten korrigiert.“

Noch weiter unten:

„Das Komma stammt aus menschlicher Produktion.“

Und am Ende:

„Für die Entstehung dieses Textes wurden weder Bäume noch Redaktionskonferenzen verletzt.“

Wunderbar.

Die eigentliche Meisterleistung ist jedoch die Definition.

Denn die spannende Frage lautet:

Wann ist etwas eigentlich KI-generiert?

Wenn eine KI 100 Prozent schreibt?

Klar.

Wenn sie 50 Prozent schreibt?

Vielleicht.

Wenn sie nur eine Überschrift vorschlägt?

Möglicherweise.

Wenn sie ein Komma setzt?

Wer weiß.

Ich sehe bereits die ersten Gerichtsverfahren.

Ein Richter sitzt vor einem Bildschirm.

Drei Sachverständige analysieren ein Katzenfoto.

Der eine behauptet:

„Das Ohr links wurde von einer KI optimiert.“

Der zweite sagt:

„Nein, nur der Schnurrbart.“

Der dritte erklärt:

„Die Katze selbst ist verdächtig.“

Monatelange Verhandlungen folgen.

Europa arbeitet.

Natürlich gibt es Ausnahmen.

Satirische und künstlerische Inhalte sollen weniger störend gekennzeichnet werden.

Eine vernünftige Idee.

Denn sonst würde die Zukunft etwa so aussehen:

„Ronald Tramp berichtet exklusiv!“

Darunter in riesigen roten Buchstaben:

„Achtung: Humor festgestellt.“

Noch größer:

„Satire erkannt.“

Noch größer:

„Bitte nicht als außenpolitische Strategie verwenden.“

Da bleibt vom Witz nicht mehr viel übrig.

Doch die wahre Gefahr lauert woanders.

Denn wenn Europa einmal mit Labels beginnt, gibt es erfahrungsgemäß kein Halten mehr.

Bald werden sämtliche Inhalte kategorisiert.

„Von Mensch erstellt.“

„Von KI erstellt.“

„Von Mensch begonnen, von KI beendet.“

„Von KI begonnen, von Mensch verschlimmbessert.“

„Von niemandem verstanden.“

„In Brüssel genehmigt.“

Die letzte Kategorie dürfte übrigens die größte werden.

Und irgendwann, meine Freunde, erreichen wir den logischen Endpunkt.

Menschen selbst erhalten Labels.

Man trifft jemanden auf der Straße.

An seiner Jacke hängt ein Schild:

„95 % biologisch.“

„3 % Kaffee.“

„2 % Internetdiskussionen.“

„Leicht modifiziert durch schlechte Entscheidungen.“

Dann wissen endlich alle Bescheid.

Ich, Ronald Tramp, sehe der Zukunft deshalb optimistisch entgegen.

Denn während die Menschheit über künstliche Intelligenz diskutiert, arbeitet Europa bereits an der nächsten großen Herausforderung:

Die Kennzeichnung der Kennzeichnungen.

Und wenn alles nach Plan läuft, wird irgendwann ein Schild an einem Schild hängen.

Mit dem Hinweis:

„Dieses Schild wurde möglicherweise von einer KI vorgeschlagen.“

Dann haben wir es geschafft.

Dann ist Europa endgültig im Verwaltungsnirwana angekommen.

Und irgendwo in Brüssel öffnet jemand eine Champagnerflasche und ruft:

„Mission erfüllt. Niemand weiß mehr, was echt ist – aber alles ist korrekt beschriftet.“

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Tags: KI Europa EU KI generiert AI Act Kennzeichnung
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