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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

China im Kampf gegen Agent Schildkröte

Grafik: China jagt Spionage-Schildkröten im Meer

Chinas Regierung warnt vor Spionage-Schildkröten und geheimdienstlich aktiven Fischen. Ronald Tramp untersucht den vielleicht langsamsten Geheimdienst der Welt.

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Freunde,

es gibt Nachrichten, bei denen man kurz prüft, ob man versehentlich in einer Satirezeitung gelandet ist.

Und dann gibt es Nachrichten, bei denen selbst Satireautoren nervös werden, weil die Realität ihnen die Arbeit wegnimmt.

Heute geht es um eine Geschichte, die alles hat:

Geheimdienste.

Internationale Spannungen.

Unterwasseroperationen.

Und Schildkröten.

Ja.

Schildkröten.

Die chinesische Regierung warnt aktuell vor sogenannten „Spionage-Schildkröten“ und „Spionage-Fischen“, die angeblich im Auftrag ausländischer Geheimdienste unterwegs sein sollen.

Freunde, wir leben offiziell in der Zukunft.

Nicht in der Zukunft, die uns versprochen wurde.

Keine fliegenden Autos.

Keine Urlaubsreisen zum Mars.

Keine Roboter, die den Abwasch machen.

Nein.

Wir haben stattdessen Agentenschildkröten.

Ich stelle mir vor, wie diese Meldung entstanden ist.

Irgendwo sitzt ein Beamter.

Er blickt auf einen Bericht.

Er schaut erneut.

Dann sagt er:

„Kollegen, wir haben ein Problem.“

„Was denn?“

„Die Schildkröten.“

„Welche Schildkröten?“

„Die verdächtigen.“

„Mein Gott.“

Panik.

Absolute Panik.

Laut den Berichten sollen die Tiere mit Sensoren ausgestattet sein und Daten sammeln.

Wassertemperatur.

Salzgehalt.

Strömungen.

Diese Informationen sollen anschließend per Satellit ins Ausland übertragen werden.

Freunde.

Wenn das stimmt, dann arbeiten Schildkröten inzwischen effizienter als manche Behörden.

Ich kenne Verwaltungen, die für dieselben Daten drei Arbeitsgruppen, zwei Gutachten und einen fünfjährigen Projektplan benötigen.

Die Schildkröte erledigt das offenbar beim Schwimmen.

Respekt.

Doch die Vorstellung wird erst richtig großartig, wenn man sie zu Ende denkt.

Denn irgendwo müsste es dann ein geheimes Trainingszentrum geben.

Ein streng geheimes Gebäude.

Tief unter der Erde.

Mit bewaffneten Wachen.

Dort sitzen Elite-Ausbilder vor einem Becken.

„Agent Panzerflosse, Bericht!“

„Blubb.“

„Ausgezeichnete Arbeit.“

„Blubb.“

„Beförderung!“

Natürlich dürfen wir die Spionage-Fische nicht vergessen.

Denn jede gute Geheimdienstorganisation braucht Spezialisten.

Die Schildkröten übernehmen vermutlich die Langstreckenaufklärung.

Die Fische sind für verdeckte Operationen zuständig.

Krabben übernehmen die Cyberabwehr.

Und Delfine koordinieren die Kommunikation.

Irgendwo existiert wahrscheinlich bereits die NATO der Meerestiere.

Besonders beeindruckend finde ich die Vorstellung, dass ausländische Geheimdienste angeblich ganze Unterwasserkarten erstellen wollen.

Früher benutzte man Satelliten.

Flugzeuge.

Aufklärungsschiffe.

Heute offenbar Schildkröten.

Das ist eine bemerkenswerte Entwicklung.

James Bond reist mit Hightech-Autos um die Welt.

Die Zukunft gehört dagegen Gertrud der Meeresschildkröte.

Codename: Agent 007,5 km/h.

Doch seien wir ehrlich:

Wenn man tatsächlich einen perfekten Geheimagenten bauen müsste, wäre eine Schildkröte gar keine schlechte Wahl.

Sie fällt nicht auf.

Sie spricht nicht.

Sie postet keine Geheimnisse auf Social Media.

Sie verkauft keine Dokumente.

Und sie verlangt keine Gehaltserhöhung.

Das ist mehr, als manche Geheimdienste über ihre menschlichen Mitarbeiter sagen können.

Ich stelle mir bereits die Fahndungsplakate vor.

„Gesucht: Verdächtige Schildkröte.“

Merkmale:

– Schwimmt ungewöhnlich professionell.

– Wirkt auffällig patriotisch.

– Trägt möglicherweise einen Satellitensender.

– Kennt die Küstenlinie besser als Google Maps.

Belohnung: Ein Eimer Algen.

Doch wie immer eröffnet eine solche Meldung völlig neue Möglichkeiten.

Wenn Schildkröten spionieren können, was kommt als Nächstes?

Spionage-Seesterne?

Abhörmuscheln?

Geheime Krakenkommandos?

Vielleicht werden bald Möwen als Luftaufklärung verdächtigt.

Wer jemals eine Möwe beobachtet hat, weiß ohnehin:

Diese Tiere wissen zu viel.

Sie beobachten alles.

Sie tauchen plötzlich auf.

Und sie verschwinden mit deinem Essen.

Wenn das keine Geheimdienstqualitäten sind, weiß ich auch nicht.

Besonders faszinierend ist der technische Aspekt.

Die Tiere sollen Daten erfassen und an Satelliten senden.

Freunde, meine WLAN-Verbindung bricht manchmal zusammen, wenn ich zwei Zimmer weiter gehe.

Aber eine Schildkröte auf dem Meeresgrund überträgt offenbar problemlos Informationen ins All.

Das ist technologisch beeindruckend.

Vielleicht sollten Internetanbieter weniger in Glasfaser investieren und stattdessen Schildkröten einstellen.

Die Kundenzufriedenheit könnte steigen.

Am Ende bleibt natürlich unklar, wie groß die tatsächliche Bedrohung ist.

Doch die Vorstellung allein reicht bereits aus, um die Fantasie der Welt zu beflügeln.

Millionen Menschen werden heute Abend auf das Meer schauen und sich fragen:

„Ist das eine normale Schildkröte?“

Oder:

„Arbeitet sie für einen Geheimdienst?“

Und genau dort beginnt die wahre Satire.

Denn vielleicht schwimmen da draußen tatsächlich nur ganz gewöhnliche Schildkröten herum.

Die nichts weiter wollen als ihre Ruhe.

Während die Menschen an Land über Spionage, Geopolitik und nationale Sicherheit diskutieren.

Und irgendwo im Pazifik denkt sich eine Schildkröte vermutlich:

„Ich wollte eigentlich nur schwimmen.“

Euer Ronald Tramp.

Der einzige Reporter der Welt, der ab sofort auch Aquarien auf verdächtige Geheimdienstaktivitäten überwacht.

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Tags: Sicherheit Spionage Geheimdienst China Schildkröte Meer Unterwasser
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