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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Olaf Scholz und die Mission Bericht 2028

Grafik: Olaf Scholz kehrt zurück – mit einer Kommission

Der ehemalige Kanzler übernimmt eine neue Kommission zur Entwicklungspolitik. Ronald Tramp analysiert Deutschlands neuestes Großprojekt: einen Bericht.

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Ronald Tramp berichtet vom spektakulärsten Comeback seit der Rückkehr der Faxgeräte.

Freunde, Entwicklungshelfer, Kommissionsliebhaber und Menschen, die jemals versucht haben, einen deutschen Abschlussbericht vollständig zu lesen:

Deutschland hat wieder zugeschlagen.

Nicht militärisch.

Nicht wirtschaftlich.

Nicht technologisch.

Nein.

Deutschland hat eine Kommission gegründet.

Und wie jeder weiß, beginnt in Deutschland jede große Veränderung mit einer Arbeitsgruppe, einer Expertenrunde oder einer Kommission.

Manche Länder bauen Raketen.

Andere entwickeln künstliche Intelligenz.

Deutschland gründet Ausschüsse.

Und zwar mit Leidenschaft.

Diesmal geht es um nichts Geringeres als die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik.

Ein gigantisches Thema.

Ein globales Thema.

Ein Thema von weltgeschichtlicher Bedeutung.

Und wer wurde ausgewählt, um diese Aufgabe zu leiten?

Olaf Scholz.

Ja.

Genau dieser Olaf Scholz.

Der ehemalige Bundeskanzler.

Der Mann, der selbst in stürmischen Debatten die emotionale Dynamik eines sehr entspannten Druckers ausstrahlte.

Der Mann, der politische Krisen mit der Gelassenheit eines Menschen betrachtete, der gerade die Wettervorhersage für übermorgen liest.

Und nun soll er die deutsche Entwicklungspolitik neu denken.

Zusammen mit der ehemaligen Präsidentin Costa Ricas, Laura Chinchilla.

Eine internationale Doppelspitze.

Eine Nord-Süd-Kommission.

Ein globales Netzwerk.

Und – das ist mein Lieblingsteil – bis Ende 2028 soll ein Bericht vorgelegt werden.

2028!

Freunde, das ist Planungssicherheit.

In vier Jahren kann vieles passieren.

Regierungen wechseln.

Technologien entstehen.

Kontinente diskutieren.

Künstliche Intelligenzen übernehmen vielleicht die Weltherrschaft.

Aber irgendwo sitzt eine Kommission und arbeitet an einem Bericht.

Das ist Stabilität.

Die neue Entwicklungspolitische Nord-Süd-Kommission soll Empfehlungen für die Zukunft der deutschen Entwicklungshilfe erarbeiten.

Ein nobler Auftrag.

Ein wichtiger Auftrag.

Ein Auftrag, der in Deutschland traditionell ungefähr so beginnt:

"Wir sollten zunächst eine Unterarbeitsgruppe zur Vorbereitung der Strukturkommission einrichten."

Insider berichten bereits von den ersten Sitzungen.

Natürlich streng vertraulich.

Natürlich exklusiv.

Natürlich von mir recherchiert.

Angeblich verlief das erste Treffen ungefähr so:

Teilnehmer:

"Was ist unser Ziel?"

Antwort:

"Ein neues globales Netzwerk."

Teilnehmer:

"Was bedeutet das konkret?"

Antwort:

"Das werden wir im Bericht erläutern."

Teilnehmer:

"Wann?"

Antwort:

"2028."

Applaus.

Besonders faszinierend ist die Reaktion der Politik.

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali-Radovan erklärte, mit Scholz und Chinchilla habe man zwei weltweit hoch geschätzte Persönlichkeiten gewonnen.

Das klingt beeindruckend.

Und tatsächlich besitzt Scholz eine Eigenschaft, die ihn für internationale Entwicklungsarbeit prädestiniert:

Er kann stundenlang über komplexe Themen sprechen, ohne dabei auch nur ansatzweise hektisch zu wirken.

In einer Welt voller Aufregung ist das eine Superkraft.

Andere Politiker erzeugen Schlagzeilen.

Olaf Scholz erzeugt Beruhigungsmittel.

Man stelle sich die Situation bei internationalen Krisengesprächen vor.

Delegierter:

"Die Welt steht vor gewaltigen Herausforderungen!"

Olaf Scholz:

"Ja."

Delegierter:

"Was sollen wir tun?"

Olaf Scholz:

"Darüber werden wir sprechen."

Delegierter:

"Wann?"

Olaf Scholz:

"Im Rahmen eines geordneten Prozesses."

Krise beendet.

Oder zumindest eingeschlafen.

Die eigentliche Sensation ist jedoch etwas anderes.

Olaf Scholz bekommt ein neues Amt.

Und Deutschland bekommt einen neuen Bericht.

Das ist die perfekte Win-win-Situation.

Der ehemalige Kanzler bleibt präsent.

Die Bundesregierung erfüllt den Koalitionsvertrag.

Und die Papierindustrie erhält langfristige Planungssicherheit.

Experten schätzen, dass allein die Zwischenberichte eine Länge erreichen könnten, die mit mittelgroßen Fantasy-Romanreihen konkurriert.

Einige Druckereien haben bereits Sonderurlaubssperren verhängt.

Doch die Kommission verfolgt ein großes Ziel.

Ein "neues globales Netzwerk".

Das klingt modern.

Dynamisch.

International.

Fast ein bisschen wie ein Start-up.

Nur mit deutlich mehr Sitzungsprotokollen.

Und weniger Tischkicker.

Natürlich stellt sich die Frage:

Was genau wird 2028 im Abschlussbericht stehen?

Ich habe exklusive Vorabinformationen.

Mögliche Empfehlungen könnten lauten:

  • Internationale Zusammenarbeit ist wichtig.
  • Entwicklungspolitik sollte weiterentwickelt werden.
  • Netzwerke sollten vernetzt werden.
  • Kooperationen sollten kooperativ sein.
  • Globale Herausforderungen erfordern globale Lösungen.

Sollten diese Prognosen eintreffen, wäre die Treffergenauigkeit beeindruckend.

Doch Spaß beiseite:

Entwicklungspolitik gehört tatsächlich zu den kompliziertesten Aufgaben der internationalen Politik.

Armut, Bildung, Infrastruktur, Klimafragen und wirtschaftliche Entwicklung lassen sich nicht mit einfachen Parolen lösen.

Deshalb setzt Deutschland traditionell auf Experten.

Und wenn die Herausforderungen besonders groß werden, setzt Deutschland auf noch mehr Experten.

Und wenn sie gigantisch werden?

Dann kommt eine Kommission.

Am Ende bleibt festzuhalten:

Während andere ehemalige Regierungschefs Memoiren schreiben, Vorträge halten oder Golf spielen, bekommt Olaf Scholz die Aufgabe, die Zukunft der deutschen Entwicklungspolitik zu begleiten.

Bis 2028.

Mit internationalem Anspruch.

Mit globalem Netzwerk.

Und natürlich mit einem Abschlussbericht.

Denn wenn es etwas gibt, das Deutschland wirklich liebt, dann sind es Berichte.

Sie sind unser Nationalpark.

Unser Kulturerbe.

Unser Beitrag zur Weltgeschichte.

Und nun bekommt die Welt einen weiteren.

Unter der Leitung von Olaf Scholz.

Der Mann ist zurück.

Nicht als Kanzler.

Nicht als Oppositionsführer.

Sondern als Vorsitzender einer Kommission.

Und wenn das nicht die deutscheste Karrierefortsetzung aller Zeiten ist, weiß ich auch nicht.

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