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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Pentagon sucht Ideen – Hat jemand noch einen Krieg im Sonderangebot?

Grafik: Pentagon sucht Ideen – Ronald Tramp berichtet

Während Donald Trump über neue Optionen im Konflikt mit dem Iran nachdenkt, sucht das US-Zentralkommando offenbar nach kreativen Ideen. Ronald Tramp berichtet exklusiv aus dem Pentagon, wo Brainstormings, PowerPoint-Präsentationen und Kaffeemaschinen plötzlich zu den wichtigsten Waffen der Weltpolitik werden.

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Liebe Freunde,

es gibt Momente, da lese ich Nachrichten...

...und denke:

Das kann unmöglich echt sein.

Dann lese ich sie noch einmal.

Und leider sind sie es.

Diesmal geht es um das Pentagon.

Genauer gesagt um das US-Zentralkommando.

Noch genauer:

Um ein Brainstorming.

Ja.

Ein militärisches Brainstorming.

Angeblich wurden Experten gebeten, neue, kreative und unkonventionelle Möglichkeiten zu entwickeln, wie man den Iran unter Druck setzen könne.

Ich musste den Satz dreimal lesen.

"Kreative Ideen."

Normalerweise hört man diesen Satz in einer Werbeagentur.

Oder bei einem Start-up.

Oder wenn jemand überlegt, wie man einen neuen Burger verkauft.

Aber im militärischen Zusammenhang klingt das plötzlich deutlich weniger nach Flipchart und deutlich mehr nach globaler Schlagzeile.

Natürlich musste ich sofort recherchieren.

Denn ich bin Ronald Tramp.

Der vermutlich einzige Reporter der Welt, der schon einmal einen PowerPoint-Vortrag über Geopolitik mit einer Bastelstunde im Kindergarten verglichen hat.

Ich reiste also direkt ins Pentagon.

Zumindest gedanklich.

Die Sicherheitskontrollen waren beeindruckend.

Nach dem fünften Scanner durfte sogar mein Kugelschreiber passieren.

Im Konferenzraum herrschte Hochbetrieb.

Überall Generäle.

Analysten.

Karten.

Bildschirme.

Satellitenbilder.

Und selbstverständlich PowerPoint.

Sehr viel PowerPoint.

Ein Offizier eröffnete die Sitzung.

"Wir brauchen neue Ideen."

Ich nickte.

Ein anderer hob die Hand.

"Wie wäre es mit einer Arbeitsgruppe?"

Applaus.

Ein dritter schlug eine Expertenkommission vor.

Noch mehr Applaus.

Ich fühlte mich plötzlich erstaunlich an Deutschland erinnert.

Dann begann das eigentliche Brainstorming.

Ein Teilnehmer sagte:

"Wir müssen unkonventionell denken."

Fantastisch.

Ich wartete darauf, dass jemand bunte Haftnotizen verteilt.

Vielleicht sogar Moderationskarten.

Stattdessen erschienen Satellitenaufnahmen.

Nicht ganz dieselbe Atmosphäre.

Im Mittelpunkt stand offenbar ein Berg.

Ein gewaltiger Berg.

Tief im Inneren sollen sich Anlagen befinden, die eine wichtige Rolle für das iranische Atomprogramm spielen könnten.

Das Problem?

Der Berg ist... nun ja...

ein Berg.

Groß.

Massiv.

Und ausgesprochen schlecht darin, sich von Bomben beeindrucken zu lassen.

Selbst moderne bunkerbrechende Waffen stoßen hier offenbar an physikalische Grenzen.

Eine unangenehme Eigenschaft von Felsen.

Sie sind erstaunlich hartnäckig.

Ich sprach mit einem Geologen.

"Wie zerstört man einen Berg?"

Er antwortete:

"Mit sehr viel Zeit."

Ein Militärstratege ergänzte:

"Oder mit sehr viel Risiko."

Beides klang nicht gerade nach einem Wochenendprojekt.

Besonders faszinierte mich jedoch die Wortwahl.

"Kreative Lösungen."

Ich stellte mir vor, wie dieselbe Formulierung in anderen Berufen wirken würde.

Ein Bäcker:

"Wir suchen kreative Wege für Brötchen."

Ein Klempner:

"Wir suchen unkonventionelle Lösungen für Wasserrohre."

Ein Militär:

"Wir suchen kreative Möglichkeiten für geopolitischen Druck."

Spätestens hier merkt man:

Kontext ist alles.

Natürlich betonten Vertreter des Militärs, dass Innovation und neue Denkansätze zum Alltag gehörten.

Das überrascht mich nicht.

Jede große Organisation versucht schließlich, Probleme möglichst gut zu lösen.

Nur unterscheiden sich die Probleme manchmal erheblich.

Im Pentagon geht es eben nicht um die Farbe neuer Bürostühle.

Ein weiterer Punkt der Debatte:

Luftangriffe.

Selbst ranghohe Militärvertreter räumen ein, dass Luftmacht Grenzen hat.

Ein bemerkenswerter Satz.

Denn Hollywood vermittelt seit Jahrzehnten den Eindruck, Flugzeuge könnten jedes Problem lösen.

Die Realität ist deutlich komplizierter.

Militärische Planungen sind selten so einfach, wie sie in Actionfilmen aussehen.

Und genau deshalb entstehen offenbar immer neue Überlegungen.

Ich beobachtete inzwischen die Kaffeemaschine.

Sie arbeitete ohne Pause.

Ich bin überzeugt:

Keine Einrichtung der Welt trägt mehr zur internationalen Sicherheit bei als eine funktionierende Kaffeemaschine während langer Strategiebesprechungen.

Irgendwann fragte ich einen Offizier:

"Und wenn keine Idee funktioniert?"

Er antwortete:

"Dann prüfen wir weitere Optionen."

Ein wunderbarer Satz.

Er funktioniert übrigens auch bei Steuererklärungen.

Oder beim Aufbau eines IKEA-Schranks.

Parallel dazu wurde öffentlich erneut darüber diskutiert, welche militärischen Möglichkeiten überhaupt bestehen und welche politischen, militärischen und humanitären Risiken mit einer weiteren Eskalation verbunden wären.

Dabei geht es nicht nur um militärische Erfolgsaussichten.

Sondern ebenso um mögliche zivile Folgen, regionale Auswirkungen und die Gefahr einer weiteren Ausweitung des Konflikts.

Das sind Fragen, auf die es keine einfachen Antworten gibt.

Und genau deshalb beschäftigen sich Militärs, Regierungen und Experten weltweit mit unterschiedlichsten Szenarien.

Liebe Freunde,

nach meiner Recherche habe ich vor allem eines gelernt.

Je größer das Problem...

...desto größer meistens auch der Konferenzraum.

Mehr Bildschirme.

Mehr Präsentationen.

Mehr Experten.

Mehr Diagramme.

Mehr Karten.

Und erstaunlich viele Menschen, die mit sehr ernster Miene auf einen Laserpointer schauen.

Ich werde diese Entwicklung selbstverständlich weiter beobachten.

Mit journalistischer Präzision.

Mit maximaler Aufmerksamkeit.

Und hoffentlich möglichst weit entfernt von jeder militärischen Planungsbesprechung.

Denn eines scheint sicher:

Wenn selbst die mächtigsten Militärs der Welt nach kreativen Ideen suchen, zeigt das vor allem eines:

Die Realität internationaler Konflikte ist erheblich komplizierter als jede Schlagzeile.

Und genau deshalb, liebe Freunde, bleibt mein persönlicher Vorschlag weiterhin derselbe:

Mehr Diplomatie.

Weniger Brainstormings darüber, wie man sich gegenseitig unter Druck setzt.

Denn manchmal ist die kreativste Idee schlicht diejenige, bei der am Ende niemand mehr neue Ziele für Landkarten suchen muss.

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Tags: USA Donald Trump Iran Militär Pentagon Geopolitik CENTCOM
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