Ein T-Rex-Skelett soll für bis zu 30 Millionen Dollar versteigert werden. Ronald Tramp ist sich sicher: Donald Trump wird sofort zuschlagen – schließlich fehlt auf Mar-a-Lago nur noch ein Präsident aus der Kreidezeit.
Freunde…
es gibt Nachrichten…
…die sind so verrückt…
…dass selbst Donald Trump kurz innehält.
Ungefähr drei Sekunden.
Dann ruft er wahrscheinlich sofort seinen Steuerberater, seinen Immobilienmakler und seinen Innenarchitekten gleichzeitig an.
Denn in New York wird gerade ein echter Tyrannosaurus Rex versteigert.
Kein Plastikmodell.
Keine Nachbildung.
Keine Baumarkt-Deko.
Ein echter T-Rex.
67 Millionen Jahre alt.
Und für schlappe 20 bis 30 Millionen Dollar zu haben.
Mit anderen Worten:
Fast schon ein Schnäppchen.
Zumindest, wenn man Donald Trump fragt.
Ich sehe ihn bereits vor der Auktion sitzen.
Der Auktionator hebt den Hammer.
„Zum Ersten…“
Donald hebt die Hand.
„Zum Zweiten…“
Donald hebt beide Hände.
„Zum Dritten…“
Donald hebt vermutlich gleich noch den Auktionator mit.
Natürlich stellt sich sofort die wichtigste Frage.
Warum kauft man eigentlich einen Tyrannosaurus Rex?
Normale Menschen kaufen ein Sofa.
Oder einen Grill.
Oder vielleicht einen Gartenzwerg.
Donald?
Donald kauft vermutlich einen ausgewachsenen Spitzenprädator.
Ich stelle mir die Einrichtung von Mar-a-Lago bereits vor.
„Hier links sehen Sie den Ballsaal.“
„Rechts das Golfzimmer.“
„Und dort hinten…
…der Tyrannosaurus.“
Donald würde selbstverständlich erklären:
„Nobody owns dinosaurs better than me.
The biggest dinosaur.
The strongest dinosaur.
Everybody says my dinosaur is the most beautiful dinosaur.“
Besonders faszinierend finde ich allerdings den Preis.
Bis zu 30 Millionen Dollar.
Für Knochen.
Sehr alte Knochen.
Wenn ich meinem Zahnarzt erzähle, dass Knochen derart wertvoll sind, verlangt der demnächst wahrscheinlich Eintritt.
Natürlich stammt das Fossil aus South Dakota.
67 Millionen Jahre alt.
Damals gab es weder Smartphones…
…noch soziale Netzwerke…
…noch Talkshows…
…und vermutlich auch deutlich weniger Pressekonferenzen.
Manche Historiker sprechen deshalb von einer erstaunlich ruhigen Epoche.
Ich fragte mich sofort, wie Donald Trump den T-Rex nennen würde.
Vielleicht…
"Tyrannosaurus Greatus."
Oder:
"Donaldosaurus Maximum."
Oder einfach:
„Der Gewinner.“
Besonders schön wäre die erste Pressekonferenz.
Reporter:
„Herr Präsident…
warum haben Sie einen Dinosaurier gekauft?“
Trump:
„Because he understands strength.“
„Aber er ist seit 67 Millionen Jahren tot.“
„Exactly.
No scandals.“
Natürlich gibt es auch Kritik.
Wissenschaftler weisen darauf hin, dass bedeutende Fossilien immer häufiger in privaten Sammlungen landen.
Museen können bei solchen Preisen oft nicht mehr mithalten.
Das bedeutet:
Während Paläontologen von Forschung träumen…
…träumen Milliardäre offenbar von einem T-Rex neben der Hausbar.
Ich sehe die Museumsdirektoren bereits.
„Was kostet das Fossil?“
„30 Millionen.“
„Gut…
…dann nehmen wir stattdessen wieder den Plüschdinosaurier aus dem Souvenirshop.“
Donald Trump würde daraus selbstverständlich einen Wettbewerb machen.
„Nobody has older guests than me.“
Mein persönliches Highlight bleibt allerdings die Vorstellung, dass irgendwann Besuch kommt.
„Wow…
ist das echt?“
„Ja.“
„Wie alt?“
„67 Millionen Jahre.“
„Und wer putzt das?“
Lange Stille.
Ich stelle mir den Transport vor.
Spedition:
„Was liefern wir heute?“
„Ein Tyrannosaurus.“
„In Einzelteilen?“
„Nein…
…mit Vorsicht.“
Natürlich gibt es sofort Versicherungsfragen.
„Ist das Fossil gegen Diebstahl versichert?“
„Ja.“
„Und gegen Kindergeburtstage?“
„Dafür reicht keine Police der Welt.“
Donald Trump würde wahrscheinlich sofort einen Golfplatz erweitern.
Loch Nummer 18.
Direkt am Dinosaurier vorbei.
Wer den Ball ins Maul schlägt…
…bekommt Bonuspunkte.
Ich sehe auch Ronald Tramp bereits bei der Besichtigung.
„Meine Damen und Herren…
hier sehen Sie den einzigen Bewohner Washingtons…
…der seit Millionen Jahren zuverlässig den Mund hält.“
Selbst die Presse würde kurz schweigen.
Besonders kurios wäre allerdings die Steuererklärung.
„Anlagevermögen?“
„Immobilien.“
„Gold.“
„Kryptowährungen.“
„Und…
…ein Tyrannosaurus Rex.“
Der Finanzbeamte legt den Stift weg.
Schaut aus dem Fenster.
Und beantragt spontan Urlaub.
Natürlich steckt hinter der Debatte ein ernster Punkt. Bedeutende Fossilien sind wichtige wissenschaftliche Zeugnisse der Erdgeschichte. Wenn außergewöhnliche Funde in private Sammlungen gelangen, befürchten viele Forschende, dass sie der Wissenschaft und der Öffentlichkeit dauerhaft entzogen werden könnten. Genau deshalb wird seit Jahren darüber diskutiert, wie bedeutende Fossilien geschützt und zugänglich gehalten werden können.
Mein persönliches Fazit?
Nur Donald Trump könnte auf die Idee kommen, einen Dinosaurier nicht als Fossil…
…sondern als zukünftiges Mitglied seines Beraterstabs zu betrachten.
Und ehrlich gesagt…
…würde der T-Rex vermutlich bei manchen Kabinettssitzungen erstaunlich ruhig und diplomatisch wirken.
Ich bin Ronald Tramp.
Und ich verabschiede mich jetzt.
Nicht ohne vorher noch einmal meinen Garten umzugraben.
Man weiß schließlich nie…
…vielleicht finde ich dort auch einen Dinosaurier.
Oder wenigstens einen versteinerten Wahlkampfberater.

