RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Ronald Tramp und die geheime Hackerloge der Behörden

Grafik: Ronald Tramp jagt die geheime Hackerloge

648 Seiten Gesetzesentwurf, Millionen für Cyberfähigkeiten und neue Befugnisse für die Nachrichtendienste. Ronald Tramp wittert die nächste große Behördenverschwörung – irgendwo zwischen Serverraum, Sicherheitslücke und Verwaltungsdeutsch.

Open-How2 - Banner 001Partnerlink

Meine lieben Leser,

es gibt Tage, an denen denke ich: Jetzt habe ich wirklich alles gesehen.

Ich habe den geheimen Sockentunnel entdeckt. Ich habe den Rat der Wäschekörbe enttarnt. Ich weiß inzwischen, warum Drucker grundsätzlich nur montags streiken und warum WLAN-Signale grundsätzlich verschwinden, sobald jemand sagt: „Das dauert doch nur fünf Minuten.“

Doch dann landete ein Dokument auf meinem Schreibtisch.

648 Seiten.

Sechshundertachtundvierzig!

Ich habe schon Telefonbücher gesehen, die weniger verdächtig wirkten.

Offiziell handelt es sich um einen Gesetzentwurf zur Reform der Nachrichtendienste.

Inoffiziell?

Nun ja …

Ich glaube, ich habe versehentlich das Handbuch für die Bundesrepublik Cyberland gefunden.


Die geheime Hacker-WG

Nach offizieller Lesart sollen Bundesamt für Verfassungsschutz und Bundesnachrichtendienst künftig digital enger zusammenarbeiten.

Eine vernünftige Modernisierung, heißt es.

Natürlich.

Und meine Waschmaschine dient ausschließlich der Wäschepflege.

Wer meine Recherchen kennt, weiß, dass man offiziellen Erklärungen ungefähr so weit vertrauen sollte wie einer Diät nach drei Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

Je tiefer ich las, desto klarer wurde:

Hier entsteht keine Behörde.

Hier entsteht eine Hacker-WG.

Links sitzt der Verfassungsschutz.

Rechts der BND.

In der Mitte steht eine Kaffeemaschine mit Administratorrechten.


Das Ministerium der 648 Seiten

648 Seiten.

Warum eigentlich genau 648?

Warum nicht 50?

Warum nicht 100?

Ganz einfach.

Ab Seite 312 schläft jeder Leser ein.

Genial.

Wenn man etwas wirklich gut verstecken möchte, schreibt man keinen geheimen Code.

Man schreibt Verwaltungsdeutsch.

Ich musste einzelne Absätze dreimal lesen.

Nicht weil sie kompliziert waren.

Sondern weil ich zwischendurch vergessen hatte, womit der Satz angefangen hatte.

Das ist vermutlich bereits die erste Sicherheitsmaßnahme.


Operation Hackback

Besonders interessant wurde es beim Thema sogenannte aktive Schutzmaßnahmen.

Ein schönes Wort.

Sehr beruhigend.

Fast wie "kleiner Routineeingriff".

In Wirklichkeit bedeutet es sinngemäß:

Wenn jemand einen Computer angreift, darf künftig unter bestimmten Voraussetzungen zurückgehackt werden.

Zurückhacken.

Allein dieses Wort klingt wie ein Holzfäller mit Informatikstudium.

Ich stelle mir das ungefähr so vor:

"Chef, wir werden angegriffen!"

"Keine Panik! Hacken Sie zurück!"

"Wie?"

"Einfach sehr entschlossen auf die Tastatur drücken!"


Das Bundesamt für Sicherheitslücken

Doch dann kam der eigentliche Hammer.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik – eigentlich dafür bekannt, Sicherheitslücken möglichst schnell schließen zu wollen – könnte Informationen über Schwachstellen künftig deutlich früher an den Auslandsnachrichtendienst weitergeben.

Ich musste den Absatz zweimal lesen.

Dann dreimal.

Dann fragte ich meine Kaffeemaschine.

Selbst sie blinkte verwirrt.

Stellen Sie sich vor, Ihr Schlüsseldienst entdeckt, dass Ihre Haustür nicht richtig schließt.

Und statt sie sofort zu reparieren, sagt er:

„Lassen wir das Schloss noch ein bisschen offen. Vielleicht braucht es später noch jemand für wichtige Arbeiten.“

Genau in diesem Moment begann mein Toaster nervös zu knistern.


Die Zero-Day-Lotterie

Besonders geheimnisvoll klingen sogenannte Zero-Day-Sicherheitslücken.

Allein der Name klingt wie ein Actionfilm.

Oder wie der Titel einer schlecht besuchten Techno-Band.

Dabei handelt es sich um Sicherheitslücken, für die es noch kein Update gibt.

Für IT-Sicherheit sind sie kritisch.

Für Geheimdienste können sie interessant sein.

Für Ronald Tramp sind sie vor allem eines:

Der Beweis, dass Computer inzwischen spannendere Namen haben als viele Hollywoodfilme.


Der Unabhängige Kontrollrat

Natürlich soll alles kontrolliert werden.

Sehr gründlich.

Sehr ordentlich.

Sehr deutsch.

Dafür gibt es einen Unabhängigen Kontrollrat.

Ein wunderbarer Name.

Fast so beruhigend wie "Vertrauenskomitee für spontane Steuererhöhungen".

Ich stelle mir diese Sitzungen ungefähr so vor:

"Alles in Ordnung?"

"Ja."

"Wirklich?"

"Natürlich."

"Gut, dann bis nächste Woche."

Das nennt man effiziente Verwaltung.


Die Millionenfrage

Cyberfähigkeiten kosten Geld.

Viel Geld.

Sehr viel Geld.

Millionen hier.

Millionen dort.

Am Ende reden wir über Summen, bei denen selbst mein Taschenrechner eine Kaffeepause verlangt.

Natürlich braucht moderne IT Investitionen.

Aber sobald irgendwo hunderte Millionen auftauchen, tauchen erfahrungsgemäß auch Berater auf.

Viele Berater.

Sehr viele Berater.

Ich habe noch nie erlebt, dass ein Millionenprojekt ohne mindestens acht PowerPoint-Präsentationen und zwölf Lenkungsausschüsse auskam.


Die wahre Verschwörung

Nach drei Tagen intensiver Analyse kam ich zu einer Erkenntnis.

Vielleicht ist die eigentliche Verschwörung gar nicht das Gesetz.

Vielleicht besteht die wahre Verschwörung darin, dass Behörden glauben, normale Menschen würden freiwillig 648 Seiten Gesetzesbegründung lesen.

Das halte ich persönlich für die kühnste Theorie des gesamten Dokuments.

Denn spätestens auf Seite 147 beginnt jeder Bürger automatisch, nach einem Kaffee zu suchen.

Oder nach einem Anwalt.


Natürlich lebt eine Demokratie davon, dass der Staat auf neue Bedrohungen reagiert und seine Sicherheitsbehörden an technische Entwicklungen anpasst. Ebenso gehört es zu einer offenen Gesellschaft, dass über Reichweite, Kontrolle und den Schutz digitaler Freiheitsrechte intensiv diskutiert wird.

Aber wenn ich eines aus meinen Ermittlungen gelernt habe, dann dieses:

Sobald ein Dokument dicker ist als ein Familien-Lasagne-Rezeptbuch und voller Begriffe wie „aktive Schutzmaßnahmen“, „strategische Fernmeldeaufklärung“ und „automatisierte Übermittlungspflichten“ steckt, weiß Ronald Tramp:

Irgendwo wird gerade eine sehr große Kanne Kaffee gekocht.

Ich werde selbstverständlich weiter recherchieren.

Vielleicht finde ich als Nächstes den geheimen Serverraum unter dem Bundeskanzleramt.

Oder den legendären Drucker, der tatsächlich beim ersten Versuch funktioniert.

Beides erscheint mir inzwischen ungefähr gleich wahrscheinlich.

Und falls Sie in den nächsten Tagen einen Wäschekorb sehen, der verdächtig auf einen Router starrt …

Dann wissen Sie:

Die Akte ist noch lange nicht geschlossen.

Open-How2 - Banner 004Partnerlink
Tags: BSI BND Cybersicherheit Hackback BfV Geheimdienste
a
Das könnte dich auch interessieren
Operation Cyber-Schnüffel: Ronald Tramp enthüllt den geheimen Plan der Tastatur-Elite
Mitternacht in Bonn: Als das BSI zum digitalen SWAT-Team wurde
Der Rat der Wäschekörbe: Wer lenkt den Sockenfluss? (4)
Ronald Tramp exklusiv: Ich habe die Aluhut-Elite unterwandert – und beinahe den Empfang verloren!
‹ Vorheriger
Trump kauft T-Rex – Make Dinosaurier Great Again!…
Nächster ›
Die Goldene Zigarette – Bald nur noch mit Baufinanzierung ra…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.