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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Der 400-Millionen-Dollar-Flieger mit eingebautem Misstrauensmodus

Grafik: Der Luxusjet des Misstrauens

Donald Trump reist mit einem fliegenden Luxuspalast aus Katar an – und steigt für den Rückflug lieber wieder in die alte Air Force One um. Ronald Tramp untersucht den spektakulären Flugzeugwechsel und findet heraus, warum selbst goldene Sitze manchmal weniger Vertrauen genießen als ein betagter Regierungsjet.

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Meine Damen und Herren, Patrioten, Hobby-Piloten und Menschen, die ihren Gebrauchtwagen wenigstens einmal vor dem Kauf Probe fahren – wir müssen über das wohl luxuriöseste Geschenk der Welt sprechen.

Donald Trump bekam bekanntlich einen Boeing-Luxusjet aus Katar. Ein Geschenk im Wert von rund 400 Millionen Dollar. Andere Staatschefs bekommen zum Staatsbesuch vielleicht eine Vase, ein Gemälde oder einen Teppich. Trump bekommt gleich ein fliegendes Fünf-Sterne-Hotel mit vermutlich mehr Marmorbädern als manche Kleinstadt Einwohner besitzt.

Großartig. Fantastisch. Unglaublich.

Zumindest bis zu dem Moment, an dem offenbar selbst die Sicherheitsleute fragten:

"Ähm... wollen wir vielleicht doch lieber nochmal kurz nachsehen, ob da wirklich alles in Ordnung ist?"

Und plötzlich wurde aus dem "größten Geschenk aller Zeiten" das wahrscheinlich teuerste Flugzeug der Welt, das sein neuer Besitzer lieber erst einmal stehen ließ.

Das ist ungefähr so, als würde jemand voller Begeisterung einen Ferrari geschenkt bekommen, einmal um das Auto herumgehen und anschließend sagen:

"Sehr nett. Ich fahre lieber mit meinem zwölf Jahre alten Golf nach Hause."

Genau dieses Gefühl vermittelte der überraschende Flugzeugwechsel nach dem NATO-Gipfel.

Trump war mit dem luxuriösen Katar-Jet angereist.

Zurück flog er jedoch zunächst mit einer alten Air Force One.

Erst später wechselte er in Großbritannien wieder in den Luxusflieger.

Allein diese Reiseroute klingt wie ein Brettspiel.

"Ziehe drei Felder vor. Tausche Präsidentenmaschine. Sammle Sicherheitsbedenken. Fliege über London."

Natürlich wurde sofort spekuliert.

Hat der Jet technische Probleme?

Fehlen Sicherheitssysteme?

Oder wollte einfach niemand der Erste sein, der testet, ob wirklich alle Knöpfe das tun, was auf ihnen steht?

Die Sicherheitsdienste erklärten später nüchtern, der neue Flieger verfüge noch nicht über sämtliche Fähigkeiten der bisherigen Präsidentenmaschine.

Mit anderen Worten:

Der Wagen sieht aus wie eine rollende Luxusvilla.

Aber die Alarmanlage fehlt noch.

Und vielleicht auch ein paar der Dinge, die verhindern sollen, dass jemand aus mehreren tausend Kilometern Entfernung plötzlich auf dumme Ideen kommt.

Die New York Times berichtete, der Wechsel sei reine Vorsichtsmaßnahme gewesen.

Keine konkrete Bedrohung.

Nur Sicherheit.

Das klingt beruhigend.

Fast so beruhigend wie:

"Wir haben keinen Brand festgestellt. Trotzdem verlassen jetzt bitte alle ruhig das Gebäude."

Trump selbst erklärte derweil, er stehe auf Platz eins der iranischen Todesliste.

Eine Aussage, die selbstverständlich sofort weltweit Schlagzeilen produzierte.

Man muss Donald Trump eines lassen:

Er schafft es, jede Pressekonferenz gleichzeitig wie eine Wahlkampfrede, einen Actionfilm und eine Reality-Show wirken zu lassen.

Während andere Politiker erklären:

"Wir beobachten die Lage sehr genau."

Er erklärt sinngemäß:

"Alle beobachten MICH."

Selbstverständlich gehört zu jeder guten Trump-Geschichte auch ein wenig Eigenlob.

Man könnte fast glauben, Donald Trump würde sogar beim Wetterbericht erklären:

"Der Regen fällt nur wegen mir. Die Wolken lieben mich. Niemand bekommt besseren Regen als ich."

Doch zurück zum Flugzeug.

Das Geschenk aus Katar sorgt seit Monaten für Diskussionen.

Nicht nur wegen seines astronomischen Wertes.

Sondern auch wegen der Frage, ob ein Präsident überhaupt ein derartiges Geschenk annehmen sollte.

Denn selbst Menschen, die Geburtstagsgeschenke mögen, wissen:

Wenn jemand einem plötzlich 400 Millionen Dollar schenkt, fragt man normalerweise wenigstens einmal:

"Und... warum genau?"

Ronald Tramp hat deshalb eigene Nachforschungen angestellt.

Ich fragte einen fiktiven Luftfahrtexperten.

Er antwortete:

"Wenn dir jemand einen Privatjet schenkt, solltest du mindestens prüfen, ob die Bedienungsanleitung nicht gleichzeitig ein Vertrag ist."

Klingt vernünftig.

Auch politisch entwickelte sich die Geschichte schnell zu einer Art fliegendem Misstrauensvotum.

Die Opposition sprach über mögliche Interessenkonflikte.

Andere diskutierten über Sicherheitsrisiken.

Und irgendwo musste vermutlich ein Geheimdienstmitarbeiter erklären, warum man ausgerechnet beim teuersten Flugzeug der Welt zuerst lieber wieder das alte Modell benutzt.

Das erinnert ein wenig an Software-Updates.

Die Werbung verspricht:

"Schneller! Moderner! Revolutionär!"

Die IT-Abteilung antwortet:

"Wir warten noch sechs Monate."

Die alte Air Force One dürfte sich über ihre überraschende Rückkehr gefreut haben.

Nach Jahrzehnten treuer Dienste durfte sie plötzlich noch einmal zeigen, warum Erfahrung manchmal wertvoller ist als vergoldete Armlehnen.

Man könnte sich den Dialog zwischen beiden Maschinen ungefähr so vorstellen:

Luxusjet:

"Ich habe Designer-Sitze, goldene Wasserhähne und modernste Unterhaltungssysteme."

Alte Air Force One:

"Schön. Ich habe jahrzehntelang Präsidenten sicher nach Hause gebracht."

Punkt für den Oldtimer.

Donald Trump dürfte diesen Zwischenstopp vermutlich trotzdem als historischen Erfolg verkaufen.

"Niemand steigt eleganter zwischen Flugzeugen um als ich. Es war der beste Flugzeugwechsel aller Zeiten. Experten sagen das. Viele Experten."

Natürlich.

Immer Experten.

Am Ende bleibt jedoch ein bemerkenswertes Bild.

Ein Präsident erhält das teuerste Flugzeuggeschenk der Geschichte.

Steigt ein.

Fliegt los.

Und entscheidet anschließend, dass ihm für einen Teil der Reise doch lieber das alte Modell mit den bewährten Sicherheitsfunktionen genügt.

Das ist ungefähr so, als würde man sich einen goldenen Fallschirm kaufen und beim Sprung doch lieber den alten nehmen.

Vielleicht lautet die wichtigste Erkenntnis dieser Geschichte deshalb:

Vertrauen ist unbezahlbar.

Selbst dann, wenn das Flugzeug 400 Millionen Dollar kostet.

Und Ronald Tramp nimmt aus dieser Episode vor allem eine Lehre mit:

Wenn sogar Donald Trump einem Geschenk dieser Größenordnung zunächst nicht vollständig traut, sollte künftig jeder skeptisch werden, der behauptet:

"Keine Sorge – das war komplett kostenlos."

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Tags: Donald Trump NATO Air Force One Sicherheitsbedenken Katar Luxusjet
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