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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Der Ball war rund – alles andere war Körperverletzung

Grafik: Wenn Fußball zur Kneipenschlägerei wird

Ich habe schon viele Fußballspiele gesehen. Große Spiele. Legendäre Spiele. Spiele, bei denen der Ball verloren ging, weil alle nur noch den Schiedsrichter suchten. Aber was Paraguay gegen Frankreich veranstaltet hat, war keine Fußballpartie mehr. Das war eine Mischung aus Wrestling, Kneipenschlägerei, Straßenkarneval und einer Fortbildung für Physiotherapeuten. Und mittendrin stand ein Schiedsrichter, der offenbar glaubte, Gelbe Karten seien ein kostenpflichtiges DLC.

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Meine fantastischen Freunde,

ich sage euch:

Wenn künftig jemand behauptet, Fußball sei ein kontaktloser Sport...

...zeigt ihm einfach dieses Spiel.

Ich war sprachlos.

Und das passiert mir ungefähr so oft wie Donald Trump beim Lesen eines kompletten Gesetzestextes.

Frankreich gegen Paraguay.

Auf dem Papier ein WM-Viertelfinale.

In Wirklichkeit ein Sozialexperiment.

Die FIFA wollte offenbar testen, wie viele Tritte eine Nationalmannschaft überlebt, bevor sie kollektiv den Beruf wechselt.

Bereits nach wenigen Minuten war klar:

Hier gelten andere Regeln.

Genauer gesagt:

Gar keine.

Der Schiedsrichter hatte sich offensichtlich vorgenommen, den Fußball neu zu interpretieren.

Nicht nach FIFA-Regelwerk.

Sondern nach dem Motto:

"Ach... wird schon wieder."

Ich habe selten jemanden gesehen, der Fouls so konsequent ignorierte.

Hätte während des Spiels jemand einen Kleinwagen eingewechselt, wäre vermutlich ebenfalls weitergespielt worden.

Paraguay dagegen entwickelte eine völlig neue Spielphilosophie.

Früher sprach man von Pressing.

Heute offenbar von Dauerumgrätschen.

Der Ball?

Nebensache.

Die Beine des Gegners?

Hauptziel.

Ich war beeindruckt.

Nicht sportlich.

Orthopädisch.

Besonders faszinierend war die Gelbe-Karten-Strategie.

Frankreich bekam Verwarnungen.

Paraguay bekam...

...Vertrauensvorschuss.

Es war fast rührend.

Man hätte meinen können, jede Grätsche sammle Bonuspunkte für Fair Play.

Der VAR meldete sich genau einmal.

Ein einziges Mal.

Wie ein WLAN-Router auf dem Land.

Kurz Verbindung.

Dann wieder Funkstille.

Mbappé bekam schließlich seinen Elfmeter.

Tor.

1:0.

Und plötzlich wirkte das Ergebnis nebensächlich.

Denn alle redeten nur noch über den Mann mit der Pfeife.

Beziehungsweise darüber, dass sie sie kaum hörten.

Ich musste dabei sofort an Donald Trump denken.

Der hätte nach diesem Spiel wahrscheinlich erklärt:

"Das war der beste Schiedsrichter aller Zeiten. Niemand ignoriert Fouls so elegant wie er. Wirklich historisch."

Wenig später hätte er vermutlich verlangt, den VAR abzuschaffen...

...weil der einmal gegen seine Lieblingsgeschichte gearbeitet hat.

Oder ihn sofort zum Sportminister ernannt.

Je nachdem, welche Kamera gerade lief.

Zlatan Ibrahimović schaute sich das Spektakel ebenfalls an.

Und wenn sogar Zlatan findet, dass jemand zu viel provoziert...

...dann weißt du:

Die Skala ist offiziell explodiert.

Er sah gleich mehrere Rote Karten.

Der Schiedsrichter dagegen offenbar nur die Werbebanden.

Besonders kreativ wurde das Spiel kurz vor Schluss.

Da wurde diskutiert.

Geschubst.

Gefallen.

Geschrien.

Der Elfmeterpunkt wurde umgegraben.

Es fehlte eigentlich nur noch jemand mit einem Laubbläser.

Man hatte zeitweise das Gefühl, dass nicht Fußball gespielt wurde.

Sondern eine Live-Aufführung von:

"Die Rückkehr der Gladiatoren – jetzt mit Abseitsregel."

Frankreich gewann.

Aber glücklich wirkte niemand.

Trainer Didier Deschamps sprach diplomatisch.

Spieler beschwerten sich.

Experten verzweifelten.

Und irgendwo saß vermutlich ein Regelbuch und weinte leise.

Mbappé erklärte anschließend sinngemäß:

"Wenn schmutzig gespielt wird, können wir das auch."

Das ist ungefähr so, als würde ein Sternekoch ankündigen:

"Ab heute gibt es Tiefkühlpizza."

Natürlich funktioniert das.

Aber irgendwie hat niemand gewonnen.

Währenddessen spielte Kanada gegen Marokko.

Endlich dachte ich:

Jetzt wird alles wieder normal.

Falsch gedacht.

Kanadas Trainer Jesse Marsch präsentierte nach dem Spiel die wahrscheinlich optimistischste Niederlagenanalyse der Fußballgeschichte.

"Wir waren die bessere Mannschaft."

Das Ergebnis?

0:3.

Aber Details sollten Optimismus niemals aufhalten.

Im Grunde war seine Argumentation revolutionär.

Man stelle sich vor:

"Ich habe die Prüfung zwar mit 28 Prozent bestanden...

...aber innerlich war ich Klassenbester."

Oder:

"Mein Kuchen ist verbrannt...

...aber emotional war er hervorragend."

Ich mag diesen Optimismus.

Er erinnert mich ein wenig an Donald Trump.

Der hätte nach einem 0:3 wahrscheinlich erklärt:

"Eigentlich haben wir 8:0 gewonnen. Die Tore wurden nur noch nicht gefunden. Viele Leute sagen das."

Vielleicht hätte er sogar eine unabhängige Kommission zur Neuauszählung aller Tore gegründet.

Mit denselben Leuten, die offenbar die Gelben Karten in Frankreich gegen Paraguay gezählt haben.

Immerhin blieb Kanada eines erspart.

Niemand behauptete, das Spiel sei wegen einer geheimen Verschwörung der Eckfahnen verloren gegangen.

Alphonso Davies musste verletzungsbedingt passen.

Vernünftig.

Endlich einmal jemand, der sagte:

"Ich spiele nicht, weil ich nicht fit bin."

Eine bemerkenswerte Innovation im Spitzensport.

Man hätte ihn fast dafür auszeichnen müssen.

Während andere sich mit letzter Kraft über den Platz schleppten, entschied Davies:

Gesundheit zuerst.

Ein mutiger Gedanke.

Vielleicht sollte man dieses Konzept auch auf Schiedsrichter anwenden.

Wer offensichtlich keinen guten Tag hat...

...bekommt einfach eine Pause.

Mit Tee.

Und einem Regelbuch.

Vielleicht sogar zwei.

Mein Fazit?

Diese WM entwickelt sich großartig.

Nicht wegen des Fußballs.

Sondern weil jede Partie neue Fragen aufwirft.

Wie viele Fouls passen in 90 Minuten?

Kann ein VAR Winterschlaf halten?

Ab welcher Grätsche spricht man offiziell von Landschaftspflege?

Und bekommt der Schiedsrichter nach diesem Spiel eigentlich eine Medaille...

...oder eine Einladung zu einem Sehtest?

Ich bleibe selbstverständlich dran.

Denn irgendwo da draußen findet vermutlich bereits das nächste WM-Spiel statt.

Und ich bin mir sicher:

Der Ball wird wieder rund sein.

Ob die Regeln ebenfalls mitspielen...

...das entscheidet offenbar inzwischen das Glücksrad.


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Tags: Donald Trump WM 2026 Fußball Frankreich Kanada Schiedsrichter Kylian Mbappé Paraguay
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