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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Der große Sonntagskrieg um Brötchen, Boxershorts und Bademäntel

Grafik: Der große Sonntagskrieg um Deutschlands Brötchen

Die Bundesregierung will längere Sonntagsöffnungszeiten für Bäckereien. Der Handel fordert gleich den ganz großen Befreiungsschlag. Ronald Tramp recherchiert exklusiv, wie Deutschland plötzlich darüber diskutiert, ob der Sonntag künftig zwischen Croissant und Cordhose gerettet werden soll.

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Meine fantastischen Freunde,

es gibt Revolutionen.

Es gibt historische Wendepunkte.

Es gibt den Mauerfall.

Und dann gibt es Deutschland.

Das einzige Land der Welt, das wochenlang darüber diskutieren kann, ob man sonntags ein Brötchen kaufen darf...

...aber bei einem T-Shirt plötzlich staatsgefährdende Zustände vermutet.

Großartig.

Die Bundesregierung möchte nun längere Öffnungszeiten für Bäckereien ermöglichen.

Ich dachte zunächst:

„Na endlich.“

Doch dann meldete sich der Handel.

Und plötzlich hieß es:

„Moment mal... wenn schon Brötchen, warum dann nicht gleich Pullover?“

Fantastisch.


Ronald entdeckt das Ministerium für Sonntagsruhe

Natürlich war ich exklusiv vor Ort.

Niemand recherchiert näher.

Ich fand ein streng bewachtes Gebäude.

Über der Eingangstür stand:

Bundesamt für kontrollierte Wochenendaktivitäten.

Im Wartebereich saßen Menschen mit Einkaufswagen.

Sie durften allerdings nichts kaufen.

Nur warten.

Ein Beamter erklärte mir:

„Sonntags verkaufen wir hier ausschließlich Formulare.“

Sehr deutsch.


Donald hätte das Problem in fünf Sekunden gelöst

Natürlich fragte ich mich sofort:

Wie würde Donald Trump dieses Problem lösen?

Ganz einfach.

Er würde vor ein Einkaufszentrum treten.

Beide Arme ausbreiten.

Und verkünden:

„Die größten Sonntagsöffnungen aller Zeiten! Niemand öffnet Geschäfte besser als ich! Wir öffnen so viele Geschäfte, dass Montag arbeitslos wird!“

Fantastisch.

Donald besitzt schließlich die einzigartige Fähigkeit, selbst aus einer Bäckerei eine geopolitische Großoffensive zu machen.


Das Brötchen übernimmt die Führung

Die eigentliche Hauptfigur dieser Geschichte ist allerdings das Brötchen.

Samstags ist es völlig harmlos.

Sonntags entwickelt es plötzlich politische Sprengkraft.

Ich stelle mir die Diskussion vor.

„Kann ich ein Brötchen kaufen?“

„Ja.“

„Und ein Hemd?“

„Auf keinen Fall!“

„Warum?“

„Weil das Brötchen Frühstück ist.“

„Und das Hemd?“

„Gefährlicher Einzelhandel.“

Logisch.


Die Hemden gründen eine Bürgerinitiative

Ich sprach später mit einem Hemd.

Es wirkte enttäuscht.

„Wie geht es dir?“

„Nicht gut.“

„Warum?“

„Brötchen dürfen sonntags verkauft werden.“

„Und du?“

„Ich hänge seit Jahrzehnten im Regal.“

Sehr bewegend.

Daneben schluchzte eine Socke.

Sie wollte nichts sagen.


Ronald besucht ein Einkaufszentrum

Draußen waren 37 Grad.

Drinnen angenehme 22.

Menschen liefen langsam durch die klimatisierten Gänge.

Nicht zum Einkaufen.

Zum Überleben.

Ein Mann sagte:

„Ich brauche gar nichts.“

„Warum sind Sie hier?“

„Die Klimaanlage.“

Ich glaube inzwischen, Einkaufszentren entwickeln sich zu den modernsten Freibädern Deutschlands.

Nur trockener.


Die Gewerkschaften entdecken den Kalender

Natürlich meldet sich auch ver.di.

Ich stelle mir die Verhandlungen ungefähr so vor.

Handel:

„Wir möchten öffnen.“

ver.di:

„Nein.“

„Warum?“

„Sonntag.“

„Und Montag?“

„Montag ist Montag.“

„Dienstag?“

„Dienstag ebenfalls.“

„Wann dürfen wir denn?“

„Lassen Sie uns zunächst einen Arbeitskreis gründen.“

Fantastisch.


Die Innenstädte kämpfen ums Überleben

Der Handel argumentiert:

Mehr Öffnung.

Mehr Leben.

Mehr Kunden.

Mehr Innenstädte.

Ich stelle mir eine Fußgängerzone vor.

Links ein geöffnetes Café.

Rechts eine geschlossene Boutique.

Dazwischen diskutieren drei Juristen darüber, ob eine Schaufensterpuppe bereits als Sonntagsverkauf gilt.

Deutschland in seiner schönsten Form.


Donald eröffnet den Freedom Sunday

Donald wäre inzwischen längst einen Schritt weiter.

Er würde den Freedom Sunday ausrufen.

Mit riesigen Bannern.

Feuerwerk.

Hubschraubern.

Goldenen Einkaufswagen.

Und einer Rede.

„Heute kaufen wir Freiheit!“

Anschließend würde er vermutlich persönlich Rabattcoupons unterschreiben.


Ronald spricht mit der Ladenkasse

Natürlich führte ich auch ein Interview mit einer Registrierkasse.

„Wie läuft es?“

„Unter der Woche piepe ich.“

„Und sonntags?“

„Ruhe.“

„Gefällt dir das?“

„Ich bin zwiegespalten.“

Sehr reflektierte Technik.


Die Shopping-Kommission tagt

Im Kanzleramt tagt inzwischen vermutlich die Sonntags-Kommission.

„Brötchen?“

„Ja.“

„Kuchen?“

„Vielleicht.“

„Schuhe?“

„Schwierig.“

„Unterwäsche?“

„Vertagen.“

„Winterjacken?“

„Arbeitsgruppe.“

„Gartenzwerge?“

„Verfassungsgericht.“

So stelle ich mir effiziente Politik vor.


Der Onlinehandel lacht

Währenddessen sitzt das Internet gemütlich auf dem Sofa.

Amazon schläft nie.

Onlineshops kennen keinen Sonntag.

Keine Feiertage.

Keine Ladenschlussgesetze.

Keinen Bäckerei-Kompromiss.

Ich glaube, irgendwo hat ein Algorithmus gerade herzlich gelacht.


Mein exklusiver Lösungsvorschlag

Ich fordere künftig den Nationalen Einkaufswürfel.

Jeden Sonntag um acht Uhr morgens wird gewürfelt.

🎲 Eins:

Nur Brötchen.

🎲 Zwei:

Brötchen und Hemden.

🎲 Drei:

Alles außer Gartenschläuchen.

🎲 Vier:

Nur Geschäfte mit Klimaanlage.

🎲 Fünf:

Alles geöffnet.

🎲 Sechs:

Donald Trump hält eine Eröffnungsrede – dann schließen freiwillig alle wieder.

Das wäre wenigstens transparent.


Deutschland diskutiert über Sonntage.

Über Öffnungszeiten.

Über Brötchen.

Über Hemden.

Über Innenstädte.

Über Klimaanlagen.

Über Freizeit.

Und irgendwo dazwischen steht ein Bürger vor einer verschlossenen Ladentür und denkt:

„Ich wollte doch eigentlich nur neue Socken.“

Donald Trump wiederum würde wahrscheinlich behaupten, Deutschland brauche lediglich größere Superlative.

Nicht Sonntagsöffnung.

Sondern die größte Sonntagsöffnung der Menschheitsgeschichte.

Mit goldenen Einkaufswagen.

Nationalhymne.

Und einer Pressekonferenz vor der Backtheke.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich sage euch:

Wenn eines Tages ein Croissant mehr politische Aufmerksamkeit bekommt als ein Koalitionsvertrag...

...dann weiß man, dass Deutschland wieder einmal eine Debatte führt, die nur dieses Land mit solcher Hingabe führen kann.

Großartig.

Fast so großartig wie die Vorstellung, dass irgendwo gerade ein Hemd neidisch auf ein Sonntagsbrötchen blickt.


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Tags: Deutschland Bäckerei Shopping Brötchen Einzelhandel Sonntagsöffnung
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