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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Neun Monate Luxusurlaub: Trumps schwimmendes Wellnessparadies

Grafik: Ronald Tramp im schwimmenden Wellnessproblem

Neun Monate auf See, kaputte Sanitäranlagen und Versorgungsprobleme – doch Trump weiß: Niemand ist besorgt. Ronald Tramp inspiziert die maritime Realitätsverweigerung.

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Ich, Ronald Tramp, habe großartige Nachrichten: Auf der „USS Abraham Lincoln“ ist alles wunderbar. Wirklich wunderbar! Der Flugzeugträger ist seit neun Monaten unterwegs, Angehörige berichten von schlechter Verpflegung, kaputten Sanitäranlagen und enormer psychischer Belastung – doch Donald Trump hat persönlich ermittelt.

Ein Reporter fragte, ob sich die Familien sorgten.

Trump antwortete: „Nein, tun sie nicht.“

Fall gelöst! Untersuchung beendet! Die Sorgen wurden erfolgreich vom Präsidenten storniert.

Andere Staatschefs hätten Angehörige angerufen, Berichte gelesen oder jemanden gefragt, der tatsächlich auf dem Schiff lebt. Trump benötigt solche altmodischen Methoden nicht. Er kennt die Gefühle sämtlicher Familien aus der Entfernung. Das ist emotionale Satellitenaufklärung.

Eine Mutter sitzt möglicherweise zu Hause und denkt: „Hoffentlich geht es meinem Sohn gut.“ Doch das Weiße Haus informiert: „Nein, Sie denken das nicht. Bitte korrigieren Sie unverzüglich Ihre Mimik.“

Auch neun Monate Einsatz seien „bei Weitem nicht“ zu lang, erklärte Trump. Natürlich nicht! In der Trump-Zeitrechnung sind neun Monate lediglich ein ausgedehnter Dienstag. Eine Schwangerschaft dauert ebenfalls neun Monate, und noch nie hat jemand verlangt, dass ein Flugzeugträger deswegen Wehen bekommt.

Die „USS Abraham Lincoln“ lief am 21. November 2025 aus San Diego aus, sollte zunächst ins Südchinesische Meer und landete schließlich in der Krisenregion um Iran. Das ist die militärische Version einer Bahnfahrt:

„Dieser Zug fährt heute abweichend nicht nach München, sondern in einen Krieg. Die Sitzplatzreservierung bleibt gültig.“

Nun soll das Schiff durch einen „sehr ähnlichen“ Flugzeugträger ersetzt werden. Medienberichten zufolge handelt es sich um die „USS George Washington“.

Sehr ähnlich! Zum Glück schickt Amerika keinen schwimmenden Baumarkt. Man tauscht Abraham Lincoln gegen George Washington – gewissermaßen ein Präsidentenwechsel ohne Wahl und mit mehr Kampfjets.

Der Austausch sei allerdings schon vor den Beschwerden geplant gewesen. Perfekt! Damit löst die Navy ein Problem, das offiziell gar nicht existiert, durch eine Maßnahme, die selbstverständlich nichts mit dem nicht existierenden Problem zu tun hat.

Centcom präsentierte unterdessen die maritime Wunderzahl: 84,4 Prozent Wiederverpflichtungsrate. Eine beeindruckende Statistik – nur leider kein Sanitärbericht.

Wenn in einem Restaurant das Essen fehlt und die Toiletten kaputt sind, sagt der Wirt schließlich auch nicht: „Ihre Beschwerde ist unbegründet. 84,4 Prozent unserer Kellner arbeiten nächsten Monat wieder hier.“

Das Essen fehlt trotzdem. Und die Toilette bleibt eine biologische Mutprobe.

Vielleicht wird die Navy künftig vollständig statistisch repariert:

Dusche defekt? Loyalitätsquote erhöhen.

Küche überfordert? Tortendiagramm erstellen.

Besatzung erschöpft? PowerPoint neu starten.

Abfluss verstopft? Pressemitteilung hindurchspülen.

Demokratische Abgeordnete fordern eine Untersuchung. Gefährlich! Eine Untersuchung könnte Fakten finden, und Fakten sind der natürliche Feind des Satzes: „Nein, tun sie nicht.“

Ich schlage deshalb vor, dass alle Regierungsvertreter, die den Einsatz für angenehm halten, vier Wochen an Bord verbringen – gleiche Kabinen, gleiche Verpflegung, gleiche Toiletten. Danach dürfen sie auf dem Flugdeck erklären, neun Monate seien „bei Weitem nicht“ lang.

Vielleicht halten sie neun Tage durch. Sehr starke Leute. Die stärksten.

Die Besatzung braucht jedenfalls mehr als Prozentzahlen und präsidial genehmigte Gefühle. Sie braucht funktionierende Versorgung, Erholung und ernst genommene Belastungen.

Denn man kann einen Flugzeugträger austauschen.

Die Realität leider nicht.

Aber keine Sorge: Laut Donald Trump macht sich niemand Sorgen.

Und falls doch, war es vermutlich Falschberichterstattung der Bordtoilette.

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Tags: Donald Trump Flugzeugträger US Navy Iran-Krieg CENTCOM Besatzung USS Abraham Lincoln
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