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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Volldampf voraus: Trump baut die Navy zurück in die Zukunft

Grafik: Trump schickt die US Navy zurück ins Dampfzeitalter

Donald Trump will elektromagnetische Katapulte auf neuen Flugzeugträgern durch gute alte Dampftechnik ersetzen. Ronald Tramp erklärt, warum Amerikas modernste Kriegsschiffe künftig vermutlich auch pfeifen, rußen und passende Schaffner benötigen.

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Meine Damen, Herren und vom Verteidigungshaushalt dauerhaft traumatisierten Steuerzahler, hier spricht Ronald Tramp – der größte Marineexperte, der niemals ein Schiff gesteuert hat. Viele Kapitäne sagen: „Ronald, bitte komm nicht an Bord.“ Das ist Anerkennung. Gewaltige Anerkennung.

Donald Trump hat eine neue maritime Vision vorgestellt. Und wenn Donald eine Vision hat, greifen Ingenieure vorsorglich zum Taschenrechner, das Pentagon zur Beruhigungstablette und der Steuerzahler zu etwas deutlich Stärkerem.

Mit einem Memorandum hat Trump angeordnet, beim vierten Flugzeugträger der Gerald-R.-Ford-Klasse, der künftigen USS Doris Miller, das elektromagnetische Flugzeugstartsystem EMALS sowie moderne Waffenaufzüge durch traditionelle Dampf- und Hydrauliksysteme zu ersetzen. Das Schiff befindet sich bereits im Bau. Das Weiße Haus verkauft den Kurswechsel als Rückkehr zu bewährter, zuverlässiger und erschwinglicher Technik.

Das ist ungefähr so, als würde man beim Bau eines Elektroautos nach Montage der Batterie erklären: „Sehr schön, aber vorne fehlt mir ein Pferd.“

Elektromagnetismus ist praktisch unsichtbar – höchst verdächtig!

Trump kritisiert elektromagnetische Katapulte schon seit Jahren. Vermutlich liegt das Hauptproblem darin, dass Elektrizität keine eindrucksvolle Dampfwolke produziert. Man drückt einen Knopf, ein Flugzeug startet – fertig. Kein Zischen, kein Stampfen, kein Maschinenraum voller Männer, die aussehen, als hätten sie gerade persönlich die industrielle Revolution erfunden.

Furchtbar unamerikanisch!

Dampf dagegen ist sichtbar. Dampf ist kraftvoll. Dampf macht Geräusche. Dampf betritt einen Raum nicht – Dampf übernimmt ihn.

Ich, Ronald Tramp, verstehe den Präsidenten vollkommen. Ein Flugzeugträger muss aussehen, als könne er gleichzeitig einen Kampfjet starten, eine Kleinstadt beheizen und sechs Tonnen Kartoffeln garen. Wenn hinter jedem Jet keine gewaltige weiße Wolke aufsteigt, glaubt der Feind womöglich, Amerika spare Heizkosten.

Die US Navy beschreibt EMALS allerdings als System, das verschiedene Flugzeugtypen – von leichten Drohnen bis zu schweren Kampfjets – präziser und mit gleichmäßigerer Beschleunigung starten kann. Es soll weniger Personal und Wartung benötigen und langfristig Kosten senken.

Das sind natürlich typische Ingenieursargumente: präziser, effizienter, wartungsärmer. Kein einziges Wort über Schönheit, Dramatik oder die Frage, ob Donald Trump das System beim Vorbeigehen sofort versteht.

Damit war EMALS praktisch erledigt.

Die USS Doris Miller wird zur teuersten Dampflok der Welt

Berichten zufolge könnte der Wechsel zu Dampf enorme Mehrkosten und Verzögerungen verursachen, weil die Konstruktion der USS Doris Miller bereits weit fortgeschritten und die EMALS-Produktion teilweise angelaufen ist. Die moderne Anlage ist tief in Energieversorgung, Schiffsarchitektur und Betriebsabläufe integriert.

Aber was wissen Schiffbauingenieure schon über Schiffe? Haben sie eine erfolgreiche Realityshow moderiert? Eben.

Eine Umrüstung bedeutet schließlich nur, einige Kabel herauszuziehen und ein bisschen Dampf hineinzuschütten. Das erledigt jeder Installateur am Dienstagvormittag – sofern er einen Parkplatz für den atomgetriebenen Flugzeugträger findet.

Im Pentagon soll bereits eine neue Planungsgruppe entstanden sein: die „Arbeitsgemeinschaft Rückwärts mit Anlauf“. Dort untersuchen Fachleute, wie sich ein hochmodernes Kriegsschiff nachträglich in eine schwimmende Lokomotive verwandeln lässt.

Vorgesehen sind angeblich vier Klassen:

  • Erste Klasse für Kampfjets
  • Zweite Klasse für Drohnen
  • Speisewagen für Admiräle
  • Schienenersatzverkehr, falls das Katapult ausfällt

Vor jedem Start ertönt künftig eine freundliche Ansage: „Der F-35 nach feindlicher Luftabwehr startet heute von Deck vier. Aufgrund einer technischen Störung am Dampfkessel verzögert sich der Abflug um etwa 680 Millionen Dollar.“

Kostenexplosion? Nein, patriotische Preisvergrößerung!

Kritiker befürchten Milliardenkosten. Ein klassisches Missverständnis! Unter Donald Trump gibt es keine Kostenexplosionen. Es gibt nur finanziell sehr selbstbewusste Entscheidungen.

Wenn eine Änderung 100 Millionen Dollar kostet, ist sie nicht teuer – sie ist exklusiv. Bei einer Milliarde wird sie historisch. Ab fünf Milliarden bekommt sie vermutlich einen goldenen Schriftzug und einen eigenen Golfplatz auf dem Flugdeck.

Die Ford-Klasse war allerdings schon vor Trumps Eingriff kein Sonderangebot aus dem Baumarkt. Der US-Rechnungshof dokumentierte bei der USS Gerald R. Ford erhebliche Kostensteigerungen, technische Probleme und unrealistische Kalkulationen. Das erste Schiff lag bereits mehr als zwei Milliarden Dollar über früheren Schätzungen.

Trump blickte also auf eines der teuersten Rüstungsprogramme der Welt und dachte offenbar: „Sehr teuer, sehr kompliziert – aber eindeutig noch nicht dampfig genug.“

Das ist Führung.

Normale Präsidenten fragen: „Welche Technologie erfüllt den militärischen Auftrag am besten?“ Donald fragt: „Welche Technologie würde in einem Historienfilm besser aussehen?“ Normale Ingenieure rechnen Leistung, Gewicht und Wartungsaufwand aus. Donald hält vermutlich zwei Bilder hoch und entscheidet: „Dieses hier hat mehr Rauch. Nehmen wir das.“

Ronald Tramps maritime Zukunftsstrategie

Ich unterstütze die Rückkehr bewährter Technik, aber der Präsident geht mir nicht weit genug.

Wenn wir schon Dampftechnik einbauen, brauchen Flugzeugträger auch Schornsteine, Messinggeländer und ein riesiges Steuerrad. Die Besatzung trägt Matrosenmützen, der Admiral ein Monokel. Befehle werden nicht mehr digital übermittelt, sondern von einem Jungen mit Telegramm über das Deck getragen.

Radar wird durch einen sehr aufmerksamen Mann mit Fernglas ersetzt. Sonar? Zwei Seeleute halten ihre Ohren ins Wasser. Satellitennavigation? Ein Kompass, ein Sternenhimmel und die feste Überzeugung, dass Amerika immer rechts liegt.

Die Jets könnten mit Kohle betrieben werden. Das macht sie zwar langsamer, aber dafür sieht jeder Start aus wie eine Fabrikeröffnung in Pennsylvania. Und falls Kohle nicht funktioniert, befestigen wir sehr große Gummibänder am Bug. Einfach, zuverlässig, keine Softwareupdates!

Vielleicht bekommt die USS Doris Miller sogar eine Bahnhofsuhr. Dann kann der Feind exakt sehen, wann der nächste Luftangriff abfährt. Pünktlichkeit erzeugt Abschreckung.

Am Ende wird Amerika den modernsten altmodischen Flugzeugträger besitzen, der jemals für sehr viel Geld zurückentwickelt wurde. Ein Schiff, das gleichzeitig die Zukunft verteidigt und technisch entschlossen ins Jahr 1955 marschiert.

Und wenn jemand fragt, warum der Umbau Milliarden kostet, wird Donald Trump vermutlich auf die majestätische Dampfwolke zeigen und sagen:

„Sehen Sie das? Wunderschöner Dampf. Niemand hat besseren Dampf als wir.“

Daraufhin startet ein Kampfjet, der Etat landet im Meer, und irgendwo im Pentagon beginnt ein Buchhalter lautlos zu weinen.

Volldampf voraus!

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Tags: Donald Trump Kostenexplosion Flugzeugträger US Navy USS Doris Miller EMALS Dampfkatapult
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