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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Trump, die Börse und das Wunderdepot – Wall Street hört auf Truth Social

Grafik: Trump, Börse und Milliarden

Über 21.000 Börsengeschäfte, Milliardenvermögen und ein Social-Media-Post mit „Jetzt kaufen!“. Ronald Tramp untersucht den wohl aktivsten Präsidenten-Anleger der Geschichte – und fragt sich, ob die Wall Street inzwischen nach Trumps Uhrzeit handelt.

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Freunde, ich dachte immer, Präsidenten hätten viel zu tun.

Regieren.

Krisen lösen.

Mit Staatschefs sprechen.

Gesetze unterschreiben.

Vielleicht zwischendurch noch einen Hamburger essen.

Doch Donald Trump scheint einen völlig anderen Terminkalender zu besitzen.

Denn während normale Menschen morgens den Wetterbericht lesen...

...scheint irgendwo im Hintergrund bereits Depot Nummer sieben aufzuwachen.


Die Zahlen sind atemberaubend.

Mehr als 21.000 Börsengeschäfte.

Einundzwanzigtausend!

Ich habe kurz nachgerechnet.

Wenn Ronald Tramp jeden Tag eine Aktie kaufen würde...

...würde ich ungefähr bis zum nächsten Eiszeitalter brauchen.

Donald schafft das offenbar in einem einzigen Jahr.


Natürlich fragte ich mich sofort:

Wie sieht eigentlich ein gewöhnlicher Arbeitstag aus?

07:00 Uhr.

Frühstück.

08:00 Uhr.

Zölle.

08:15 Uhr.

327 Kauforders.

09:00 Uhr.

Pressekonferenz.

09:30 Uhr.

Noch schnell Nvidia.

10:00 Uhr.

Apple.

10:15 Uhr.

Ein Truth-Social-Post.

11:00 Uhr.

Die Börse explodiert.

Ganz normaler Dienstag.


Besonders beeindruckend finde ich den berühmten Satz.

"THIS IS A GREAT TIME TO BUY!!!"

Drei Ausrufezeichen.

Bei Donald weiß man:

Je mehr Ausrufezeichen...

...desto nervöser werden vermutlich irgendwo Börsenhändler.


Ich stelle mir die Wall Street inzwischen völlig anders vor.

Kein Bloomberg-Terminal.

Keine Wirtschaftsdaten.

Keine Analysten.

Alle sitzen einfach vor Truth Social.

"Hat Donald schon etwas geschrieben?"

"Noch nicht."

"Dann warten wir."


Donald Trump würde das selbstverständlich völlig anders erklären.

"Nobody understands the stock market better than me.

The market loves me.

The market misses me when I sleep."


Besonders spannend wird es beim Timing.

Am einen Tag werden Aktien gekauft.

Kurz darauf folgt ein optimistischer Social-Media-Beitrag.

Dann ändern sich politische Maßnahmen.

Die Kurse steigen deutlich.

Natürlich bedeutet eine zeitliche Nähe allein noch keinen Beweis für einen ursächlichen Zusammenhang – und laut Darstellung werden die Konten von unabhängigen Vermögensverwaltern geführt. Trotzdem sorgt diese Abfolge verständlicherweise für intensive öffentliche Diskussionen über mögliche Interessenkonflikte.


Ich sehe bereits die Börsennachrichten der Zukunft.

"DAX plus zwei Prozent."

"S&P 500 stabil."

"Donald hat heute zweimal Großbuchstaben verwendet."

Sofort steigen Tech-Werte.


Natürlich enthält die Vermögenserklärung noch viel mehr.

Immobilien.

Gold.

Kryptowerte.

Dividenden.

Millionenkonten.

Fußball-WM-Tickets.

Ich warte ehrlich gesagt nur noch darauf, dass irgendwo ein Eintrag auftaucht:

"Drei Monopoly-Hotels und ein Parkhaus."


Besonders faszinierend finde ich allerdings die schiere Menge.

Acht Anlagekonten.

Hunderte Millionen.

Möglicherweise sogar Milliarden.

Das klingt weniger nach einem Depot.

Das klingt eher nach einem kleinen Finanzministerium.


Donald Trump würde vermutlich sofort Werbung dafür machen.

Trump Investment Club.

Mit Gold-Mitgliedschaft.

Premium-Aktien.

Und täglicher Motivation.

"Buy beautiful stocks!"


Ich stellte mir vor, wie ein gewöhnlicher Anleger versucht mitzuhalten.

Depot-App öffnet sich.

Kauf Nummer eins.

Donald hat in derselben Zeit bereits 43 Transaktionen abgeschlossen.

Bis der Privatanleger sein Passwort eingegeben hat...

...ist vermutlich schon der nächste Marktzyklus vorbei.


Mein Lieblingsmoment bleibt allerdings die Börsenpsychologie.

Früher bewegten Wirtschaftsdaten die Märkte.

Heute reicht manchmal offenbar ein Beitrag in sozialen Medien.

Das ist ungefähr so, als würde der Wetterbericht künftig ausschließlich auf Emojis basieren.


Ich sehe die Händler bereits.

"Warum steigt die Aktie?"

"Weiß nicht."

"Quartalszahlen?"

"Nein."

"Neue Produkte?"

"Nein."

"Donald hat CAPS LOCK benutzt."

"Ah."


Natürlich gibt es zahlreiche Stimmen.

Die einen sehen darin nichts Ungewöhnliches.

Die anderen sprechen über mögliche Interessenkonflikte.

Juristen diskutieren Transparenz.

Ökonomen analysieren Kursbewegungen.

Ethikexperten sprechen über die Trennung zwischen öffentlichem Amt und privaten Vermögensinteressen.

Und Ronald Tramp sitzt daneben mit einem Taschenrechner, der inzwischen selbst nervös geworden ist.


Ich frage mich inzwischen ernsthaft, ob Donald Trump künftig Wettervorhersagen veröffentlichen sollte.

"Today is a GREAT DAY for sunshine!!!"

Am nächsten Morgen steigen weltweit die Aktien von Sonnencremeherstellern.


Natürlich bleibt festzuhalten, dass große Vermögen häufig professionell verwaltet werden und umfangreiche Transaktionen allein kein Fehlverhalten belegen. Gleichzeitig gilt bei Spitzenpolitikern ein besonders hohes öffentliches Interesse daran, mögliche Interessenkonflikte transparent zu machen – gerade dann, wenn politische Entscheidungen erhebliche Auswirkungen auf Finanzmärkte haben können.


Mein persönliches Fazit?

Donald Trump scheint eine erstaunliche Eigenschaft zu besitzen.

Andere Präsidenten bewegen Gesetze.

Er bewegt manchmal zusätzlich noch Börsenkurse.

Ob beabsichtigt oder nicht – darüber wird weiter diskutiert werden.

Fest steht jedoch:

Wenn der Präsident gleichzeitig politische Entscheidungen trifft und seine Aussagen weltweit Finanzmärkte beeinflussen können, dann schauen Anleger inzwischen vermutlich nicht nur auf den Wirtschaftskalender...

...sondern auch darauf, ob Truth Social gerade eine neue Benachrichtigung verschickt.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich verabschiede mich jetzt.

Nicht ohne vorher mein Sparschwein zu fragen, ob es heute vielleicht ebenfalls einen „GREAT TIME TO BUY!!!“-Moment erlebt hat.

Man weiß schließlich nie, wann selbst das Kleingeld plötzlich Börsenfantasien entwickelt.

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Tags: Donald Trump Truth Social Wall Street Vermögen Börse Aktien Investments
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