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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Trump kassiert jetzt Maut auf dem Meer – Die Straße von Hormus wird zur VIP-Spur

Grafik: Trump kassiert jetzt auf hoher See – Ronald Tramp

Donald Trump kündigt eine neue Seeblockade gegen iranische Häfen an und möchte künftig 20 Prozent des Frachtwertes für die sichere Passage durch die Straße von Hormus kassieren. Ronald Tramp untersucht den wohl ersten Fall, bei dem ein Präsident versucht, aus einer Meerenge ein Mautportal mit Premium-Tarif zu machen.

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Freunde, ich dachte immer, Maut gäbe es auf Autobahnen.

Vielleicht noch auf Brücken.

Manchmal in Tunneln.

Aber Donald Trump denkt bekanntlich größer.

Sehr viel größer.

Während normale Menschen eine Parkuhr aufstellen...

...stellt Donald Trump offenbar gleich eine komplette Zahlstelle mitten ins Meer.

Das muss man erst einmal schaffen.


Die Nachricht lautet ungefähr so:

Die Vereinigten Staaten setzen erneut eine Seeblockade gegen Schiffe ein, die iranische Häfen anlaufen.

Soweit klassische Geopolitik.

Dann folgt allerdings Satz Nummer zwei.

Und genau dort beginnt Donald Trump.

Denn künftig sollen Schiffe für die sichere Passage durch die Straße von Hormus 20 Prozent des Frachtwertes bezahlen.

Zwanzig Prozent!

Nicht vom Ticketpreis.

Nicht von der Hafengebühr.

Vom gesamten Warenwert.

Ich musste den Satz dreimal lesen.

Danach schaute ich vorsichtshalber nach, ob mein Kühlschrank inzwischen ebenfalls Hafengebühren verlangt.


Donald Trump nennt das selbstverständlich:

Fairness.

Donald nennt praktisch alles Fairness.

Zölle?

Fairness.

Importsteuern?

Fairness.

Golfplätze?

Fairness.

Wenn morgen jemand Eintritt für Sonnenaufgänge verlangen würde, fände Donald vermutlich ebenfalls einen wirtschaftlichen Vorteil.


Ich stelle mir die erste Durchsage bereits vor.

"Willkommen in der Straße von Hormus."

"Bitte halten Sie Ihre Kreditkarte bereit."

"Fast Lane gegen Aufpreis."

"Premium-Passage inklusive patriotischem Hupkonzert."


Natürlich musste ich sofort recherchieren.

Wer kassiert eigentlich?

Wie genau?

Per Überweisung?

PayPal?

Apple Pay?

Oder fährt künftig ein amerikanisches Schnellboot von Tanker zu Tanker und hält freundlich ein Kartenlesegerät ans Bullauge?


Donald Trump würde das vermutlich persönlich moderieren.

"Good afternoon!

Sie transportieren Öl?

Fantastisch.

Das macht dann bitte 20 Prozent."


Ich sehe bereits die neue maritime Infrastruktur.

Ein riesiges Schild mitten auf dem Meer.

"Willkommen auf der Trump Sea Toll Road."

Darunter:

"Bitte passend bezahlen."


Besonders spannend ist allerdings die Begründung.

Die Einnahmen sollen die Sicherheit finanzieren.

Das klingt zunächst nachvollziehbar.

Allerdings erinnert mich das auch ein wenig an meinen Nachbarn.

Der stellte einmal einen Gartenzwerg auf.

Danach verlangte er von der gesamten Straße Sicherheitsgebühren.

Begründung:

"Seit der Zwerg dort steht, wurde kein Dinosaurier mehr gesehen."


Trump wäre begeistert.

"Exactly!

Nobody protects shipping better than me."

"Beautiful ships."

"Fantastic water."

"The best waves."


Ich frage mich inzwischen ernsthaft, wie das praktisch aussehen soll.

Ein Containerschiff nähert sich.

Ein Funkgerät knistert.

"Bitte nennen Sie Ladung und Warenwert."

"200.000 Fernseher."

"Sehr schön.

Das macht..."

Lange Pause.

"...eine Menge Geld."


Natürlich folgen sofort internationale Diskussionen.

Die einen sprechen von Sicherheit.

Die anderen von wirtschaftlichem Druck.

Die dritten rechnen bereits aus, wie teuer dadurch irgendwann ein Toaster werden könnte.

Und Ronald Tramp sitzt dazwischen mit einem Atlas und fragt sich, wann der Atlantik Mautstationen bekommt.


Donald Trump hat nämlich eine bemerkenswerte Eigenschaft.

Während andere Politiker Grenzen verwalten...

...verwaltet Donald plötzlich Wasser.

Ich warte ehrlich gesagt nur noch auf folgende Pressekonferenz.

"Ab morgen kostet Gegenwind extra."


Besonders schön wäre eine maritime Kundenhotline.

"Herzlich willkommen beim Trump Navigation Service."

"Für Tanker drücken Sie die Eins."

"Für Frachtschiffe die Zwei."

"Für Kreuzfahrtschiffe mit Buffet bitte die Drei."

"Für Piraten bleiben Sie bitte in der Leitung."


Natürlich entstehen sofort neue Geschäftsideen.

Hormus Premium Plus.

Keine Wartezeit.

Goldene Rettungswesten.

Kostenloses WLAN.

Und eine Donald-Trump-Sprachnachricht bei jeder Durchfahrt:

"Nobody sails better than you."


Ich musste unwillkürlich an Mautstellen auf Autobahnen denken.

Dort zieht man ein Ticket.

Hier vielleicht künftig einen Rettungsring mit QR-Code.

Digitalisierung macht schließlich auch vor Weltpolitik nicht halt.


Das Schönste ist allerdings die wirtschaftliche Fantasie.

Stellen Sie sich vor, dieses Modell setzt sich durch.

Morgen verlangt Norwegen Gebühren für Nordlichter.

Griechenland Eintritt für Sonnenuntergänge.

Die Schweiz kassiert Alpenzuschläge.

Und Italien berechnet Espresso-Steuer für vorbeifahrende Touristen.

Am Ende wird selbst der Mond kostenpflichtig.


Donald Trump würde selbstverständlich sofort erklären:

"Nobody owns the Moon better than America."


Bei aller Satire bleibt jedoch festzuhalten: Die Straße von Hormus gehört zu den strategisch wichtigsten Schifffahrtswegen der Welt. Maßnahmen, die den Handel oder die freie Schifffahrt betreffen, können erhebliche wirtschaftliche und geopolitische Auswirkungen haben. Wie genau eine solche Gebühr oder ihre Durchsetzung umgesetzt werden könnte, blieb in der Ankündigung allerdings offen.


Mein persönliches Fazit?

Donald Trump besitzt eine außergewöhnliche Gabe.

Andere sehen eine Meerenge.

Er sieht ein Geschäftsmodell.

Andere erkennen internationale Schifffahrt.

Er erkennt eine potenzielle Mautstation mit Premiumtarif.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich verabschiede mich jetzt.

Nicht ohne vorher vorsichtshalber zu prüfen, ob mein Gartenschlauch inzwischen ebenfalls Zollgebühren erhebt.

Man weiß bei Donald schließlich nie, welche Wasserstraße als Nächstes privatisiert wird.

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Tags: USA Donald Trump Iran Welthandel Maut Seeblockade Straße von Hormus
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