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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Putins teuerste Tankstelle der Welt – Volltanken nur noch mit Lottogewinn

Grafik: Russlands teuerste Tankfüllung

Fast vier Euro pro Liter Benzin auf der Krim, Tanklimits und kilometerlange Schlangen: Ronald Tramp untersucht den wohl teuersten Tankstopp Russlands – und fragt sich, ob der nächste Lada bald nur noch mit Finanzierung und Ratenzahlung vollgetankt werden kann.

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Freunde, ich habe in meinem Leben schon viele verrückte Preise gesehen.

Ich habe Flughäfen erlebt, an denen ein belegtes Brötchen ungefähr so viel kostete wie eine Eigentumswohnung.

Ich habe Tankstellen an Autobahnen gesehen, bei denen man nach dem Bezahlen automatisch einen Kreditberater angeboten bekam.

Und ich habe Donald Trump erlebt, der wahrscheinlich selbst auf einen Liter Leitungswasser noch einen Einfuhrzoll erheben würde.

Aber das, was derzeit an russischen Tankstellen passiert...

...das ist selbst für erfahrene Satiriker ein echter Volltank-Schock.


Alles beginnt mit einem Video.

Eine Zapfsäule.

Ein Preis.

330 Rubel pro Liter.

Umgerechnet knapp vier Euro.

Vier Euro!

Für einen Liter Benzin!

Ich musste kurz prüfen, ob die Tankstelle vielleicht versehentlich Champagner statt Super Plus verkauft.


Ich, Ronald Tramp, rief natürlich sofort bei meiner neu eröffneten Wahrheitshotline an.

„Ronald, stimmt das wirklich?“

Ich antwortete selbstverständlich selbst:

„Ja.

Und ich wusste das übrigens schon vorher.“


Rechnen wir einmal gemeinsam.

50 Liter tanken.

16.500 Rubel.

Das entspricht ungefähr 15 Prozent eines durchschnittlichen Monatslohns.

Mit anderen Worten:

Wer in Russland einmal volltankt, überlegt sich anschließend sehr genau, ob die Fahrt zum Supermarkt wirklich notwendig war.

Vielleicht lohnt sich plötzlich doch wieder der Heimtrainer.


Besonders beeindruckend finde ich allerdings das Tanklimit.

20 Liter.

Mehr gibt es vielerorts gar nicht.

Das erinnert mich an Buffets, bei denen der Koch nach zwei Frikadellen freundlich sagt:

„Das war's für heute.“


Donald Trump würde vermutlich sofort eine Pressekonferenz geben.

„Nobody has cheaper gasoline than America.

The cheapest.

Beautiful gasoline.

Russian gasoline?

Very expensive.

Very sad.“


Natürlich kursieren inzwischen Videos.

Kilometerlange Warteschlangen.

Hupkonzerte.

Diskussionen.

Rangeleien.

Offenbar entwickelt sich das Tanken langsam zu einer olympischen Disziplin.

Kategorie:

100 Meter Zapfsäulen-Sprint.


Ich stelle mir die Durchsage an russischen Tankstellen bereits vor.

„Herzlich willkommen.

Bitte bleiben Sie ruhig.

Benzin reicht möglicherweise noch bis Kasse zwei.“


Noch spannender wird allerdings die Landwirtschaft.

Traktoren brauchen Diesel.

Mähdrescher ebenfalls.

Lastwagen übrigens auch.

Wenn der Treibstoff fehlt...

...bleibt die Ernte stehen.

Das ist ungefähr so, als würde man einer Pizzeria den Ofen wegnehmen und anschließend fragen, warum keine Pizza geliefert wird.


Natürlich stellt sich die große Frage:

Warum wird das Benzin ausgerechnet in einem der größten Ölförderländer der Welt so teuer?

Die Antwort ist komplizierter als ein russischer Behördenantrag.

Denn ukrainische Drohnen greifen seit Monaten gezielt Raffinerien, Tanklager und Teile der Energieinfrastruktur an.

Immer wieder werden Anlagen beschädigt oder zeitweise außer Betrieb gesetzt.

Und plötzlich zeigt sich, dass selbst ein ölreiches Land Probleme bekommen kann, wenn Verarbeitung, Lagerung und Verteilung unter Druck geraten.


Ich musste unwillkürlich an Donald Trump denken.

Der hätte vermutlich sofort vorgeschlagen:

„Warum bauen wir die Raffinerien nicht einfach größer?“

Reporter:

„Sie wurden getroffen.“

Trump:

„Dann bauen wir größere größere Raffinerien.“


Besonders kurios finde ich die Stimmung in den sozialen Netzwerken.

Dort sieht man Menschen, die um Benzin streiten.

Andere filmen leere Zapfsäulen.

Und irgendwo schreibt garantiert jemand:

„Früher war sowieso alles besser.“

Das Internet bleibt eben international erstaunlich konstant.


Ich sehe bereits das neue russische Autohaus.

Verkäufer:

„Dieses Modell fährt 900 Kilometer mit einer Tankfüllung.“

Kunde:

„Fantastisch.

Kann ich mir die Tankfüllung auch leisten?“

Verkäufer:

„Über Finanzierung vielleicht.“


Donald Trump würde wahrscheinlich sofort ein neues Geschäftsmodell entdecken.

Trump Fuel Club.

Mit Gold-Mitgliedschaft.

VIP-Zapfsäule.

Und einem kostenlosen Selfie beim Bezahlen.


Mein persönliches Highlight bleibt allerdings die Mathematik.

Ein Land mit gewaltigen Ölreserven.

Und gleichzeitig Autofahrer, die sich das Volltanken kaum noch leisten können.

Das ist ungefähr so, als würde ein Schokoladenhersteller plötzlich Pralinen importieren müssen.


Natürlich sollte man die Hintergründe nicht ausblenden. Die Berichte über hohe Preise und Versorgungsengpässe stehen im Zusammenhang mit den Auswirkungen des Krieges, beschädigter Energieinfrastruktur und regional sehr unterschiedlichen Marktbedingungen. Einzelne Videos oder extreme Preise sind nicht zwangsläufig repräsentativ für das gesamte Land, verdeutlichen aber die Spannungen auf dem russischen Kraftstoffmarkt.


Ich stelle mir inzwischen sogar die Zukunft vor.

Navigationsgerät:

„In 500 Metern rechts abbiegen.“

Fahrer:

„Nein.

Zu teuer.

Wir sparen Benzin.“


Am Ende bleibt eine erstaunliche Erkenntnis.

Öl allein macht noch keinen günstigen Sprit.

Wenn Raffinerien beschädigt werden, Lieferketten ins Stocken geraten und der Krieg die Infrastruktur belastet, kann selbst ein rohstoffreiches Land an der Zapfsäule ins Schleudern geraten.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich verabschiede mich jetzt.

Nicht ohne vorher meinen Rasenmäher zu umarmen.

Man weiß schließlich nie, wann dessen Tankfüllung plötzlich mehr kostet als das Gerät selbst.

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Tags: Benzinpreise Russland Tankstelle Energiekrise Ukraine Drohnen Krim
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