RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

CDU entdeckt das neue Schuhljahr – Bildungspolitik jetzt mit Schnürsenkeldiplom

Grafik: Schuhljahr statt Schuljahr – Ronald Tramp lacht

Eigentlich wollte die CDU Brandenburg nur schöne Ferien wünschen. Heraus kam stattdessen ein Gruß zum „Schuhljahr“. Ronald Tramp untersucht den spektakulärsten Tippfehler seit Erfindung der Rechtschreibprüfung – und fragt sich, ob künftig Turnschuhe das Abitur abnehmen.

EoT - Banner 002Partnerlink

Freunde, ich habe wirklich geglaubt, im Sommer würde die Politik endlich einmal Pause machen.

Ein paar Wochen Ruhe.

Ein paar Enten auf dem See.

Ein paar Eisbecher.

Vielleicht ein Politiker, der versehentlich das Mikrofon ausschaltet.

Doch nein.

Ausgerechnet zum Ferienbeginn liefert Brandenburg den ersten bildungspolitischen Knaller des Sommers.

Nicht durch eine Reform.

Nicht durch bessere Schulen.

Nicht durch neue Lehrer.

Sondern durch ein einziges Wort.

„Schuhljahr.“

Ich musste zunächst nachsehen, ob der Duden inzwischen eine Kooperation mit einem Sportschuhhersteller eingegangen ist.


Die CDU-Fraktion wollte den Schülerinnen und Schülern einfach nur schöne Ferien wünschen.

Ein netter Gruß.

Ein freundlicher Instagram-Post.

Ein bisschen Sonne.

Ein bisschen Erholung.

Und anschließend natürlich ein erfolgreiches...

Moment...

Schuhljahr.

Nicht Schuljahr.

Schuhljahr.

Das ist ungefähr so, als würde die Feuerwehr zum Tag des Brandschutzes schreiben:

„Bitte bleiben Sie feurig.“


Natürlich verschwand der Beitrag später wieder.

Das Internet allerdings kennt keine Ferien.

Kaum war der Beitrag online, hatte ihn bereits ungefähr jeder zweite Screenshot-Sammler Deutschlands archiviert.

Das Netz vergisst bekanntlich nichts.

Außer vielleicht seine eigenen Passwörter.


Ich, Ronald Tramp, nahm selbstverständlich sofort Ermittlungen auf.

Meine erste Theorie:

Vielleicht plant Brandenburg eine völlig neue Bildungsreform.

Deutsch.

Mathematik.

Englisch.

Und künftig:

Schuhkunde.

Erste Klassenarbeit:

„Beschriften Sie einen Sneaker.“


Donald Trump wäre begeistert.

„Nobody knows shoes better than me.

Fantastic shoes.

Beautiful shoes.

The best school... I mean shoe... whatever.“


Besonders faszinierend finde ich allerdings den Ort des Geschehens.

Nicht irgendein Verein.

Nicht irgendein Fanclub.

Nein.

Ausgerechnet die Bildungspolitik.

Das ist ungefähr so, als würde ein Zahnarzt versehentlich in die eigene Zunge beißen.


Ich stelle mir den Entstehungsprozess vor.

Social-Media-Team:

„Chef, der Beitrag ist fertig.“

„Sehr schön.“

„Noch einmal Korrektur lesen?“

„Nein.

Wir sind schließlich Bildungsprofis.“

Klick.

Veröffentlicht.


Fünf Minuten später.

Telefon klingelt.

„Chef...

...das Internet lacht.“


Natürlich reagieren soziale Netzwerke zuverlässig.

Innerhalb weniger Minuten entstehen vermutlich:

243 Memes.

89 Wortspiele.

Sieben Parodiekonten.

Und mindestens ein Schuhgeschäft mit der Werbeaktion:

„Zum Schuhljahr 20 Prozent Rabatt auf Turnschuhe.“


Ich sehe die Zukunft bereits vor mir.

Die Einschulung beginnt.

Kinder tragen keine Schultüten mehr.

Sondern riesige Sportschuhe.

Der Rektor begrüßt die Erstklässler.

„Willkommen im ersten Schuhljahr!“

Alle erhalten zur Einschulung einen Schnürsenkel-Führerschein.


Donald Trump würde daraus sofort eine internationale Kampagne entwickeln.

Make Shoes Great Again!

Jeder Schüler bekommt goldene Turnschuhe.

Mit Präsidentenlogo.

Selbstverständlich made somewhere else.


Besonders bemerkenswert finde ich allerdings die anschließende Stille.

Der Beitrag verschwindet.

Der Bildungsminister schweigt.

Vielleicht hofft man einfach, niemand habe den Fehler bemerkt.

Das ist ungefähr dieselbe Strategie wie bei einem Elefanten, der versucht, sich hinter einer Zimmerpflanze zu verstecken.


Natürlich passieren Tippfehler.

Jeder macht sie.

Auch Journalisten.

Auch Autoren.

Auch Ronald Tramp.

Allerdings ist die Fallhöhe schon besonders sportlich, wenn ausgerechnet eine politische Fraktion mit Verantwortung für Bildung einen orthografischen Volltreffer landet.

Oder besser:

einen Volltreter.


Ich stelle mir inzwischen sogar den Unterricht der Zukunft vor.

Lehrer:

„Heute schreiben wir ein Diktat.“

Schüler:

„Mit Schuh oder Schule?“

Lehrer:

„Kommt darauf an, wer den Instagram-Post geschrieben hat.“


Mein Lieblingsfach wäre übrigens bereits gefunden.

Turnschuhistik.

Prüfungsfrage:

„Analysieren Sie den historischen Einfluss des linken Schnürsenkels auf die deutsche Rechtschreibung.“

15 Punkte.

Mindestens.


Natürlich bleibt die Geschichte am Ende harmlos.

Ein Tippfehler macht noch keine Bildungskrise.

Aber er zeigt einmal mehr eine uralte Regel des Internets:

Je kleiner der Fehler...

...desto größer die Aufmerksamkeit.

Über Schulpolitik diskutieren viele Menschen nur selten.

Über ein fehlendes „l“ oder ein zusätzliches „h“ dagegen plötzlich das halbe Land.


Mein persönliches Fazit?

Vielleicht sollten politische Social-Media-Beiträge künftig denselben Weg gehen wie Klassenarbeiten.

Erst schreiben.

Dann Korrektur lesen.

Dann noch einmal Korrektur lesen.

Und anschließend sicherheitshalber noch den Deutschlehrer fragen.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich wünsche Ihnen jetzt wunderschöne Ferien.

Oder, wie es künftig vielleicht offiziell heißt:

Ein erfolgreiches Schuhljahr.

Vergessen Sie nur nicht, vorher die Schnürsenkel zu binden.

Open-How2 - Banner 003Partnerlink
Tags: CDU Bildung Instagram Brandenburg Wortspiel Tippfehler Schuljahr Schuhljahr
a
Das könnte dich auch interessieren
Die Bettkante entscheidet jetzt über Deutschlands Wirtschaft!
Lehrer am Limit: Die Generation „Kein Bock“ schlägt zurück
Dieter Bohlen im Taxi überfallen – mit Gesang!
00-Laschet: Der Agent, der aus Versehen die Welt rettete
‹ Vorheriger
Putins teuerste Tankstelle der Welt – Volltanken nur noch mi…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.