Eine Welt im Tramp-Wahn
Als Präsident von Elmburg führe ich mein Land mit einer Mischung aus Selbstbeweihräucherung, Ignoranz und alternativen Fakten. Meine Politik ist absurd, aber für meine Anhänger bin ich der Held, der ihre Sehnsüchte nach einer alternativen Realität erfüllt. Die Menschen in Elmburg leben in einer Welt, in der Wahrheit und Fiktion miteinander verschmelzen.
Eine meiner ersten Handlungen als Präsident war die Umbenennung der Hauptstadt von Elmburg. Statt einer traditionellen Hauptstadt mit historischem Charme entscheide ich mich für den Bau einer neuen Stadt - Trampville. Eine Stadt, die meinen Namen trägt und meine Großartigkeit widerspiegelt. Die Architektur besteht aus goldenen Türmen, pompösen Denkmälern und einem riesigen Denkmal von mir selbst in der Mitte des Hauptplatzes. Trampville ist ein Symbol für meine Herrschaft und meinen Einfluss.
In der Wirtschaft verfolge ich eine Politik des Protektionismus und der Abschottung. Ich behaupte, dass Elmburg nur erfolgreich sein kann, wenn wir uns von anderen Nationen abgrenzen und unsere eigenen Regeln aufstellen. Mein Slogan "Elmburg zuerst" wird zur Hymne meiner Anhänger. Ich verhängte hohe Zölle, um ausländische Unternehmen abzuschrecken, und propagiere die Idee einer autarken Wirtschaft. Natürlich ignoriere ich dabei die Auswirkungen auf den globalen Handel und die langfristigen Konsequenzen für Elmburg.
Meine Außenpolitik ist geprägt von impulsiven Entscheidungen und provokanten Aussagen. Ich führe Kriege in meiner eigenen alternativen Realität und verkünde Siege, die nie stattgefunden haben. Ich habe ein feindseliges Verhältnis zu den Nachbarländern von Elmburg und verfolge eine Politik der Konfrontation. Mein Ziel ist es, Elmburg als die mächtigste Nation der Welt darzustellen, selbst wenn die Fakten dagegensprechen.
Die Medien spielen eine große Rolle in meiner Herrschaft. Ich präge den Begriff "alternative Fakten" und behaupte, dass meine Wahrheit über den Tatsachen steht. Ich attackiere Journalisten und Medienorganisationen, die kritisch über mich berichten, und bezeichne sie als "Fake News". Ich schüre Misstrauen gegenüber der Presse und schaffe so eine Atmosphäre, in der meine Anhänger nur noch meinen alternativen Wahrheiten glauben.
Mein Twitter-Account wurde zur Plattform für meine kontroversen Äußerungen und meine impulsive Politik. Jeden Tag veröffentliche ich Tweets, die die Welt in Aufruhr versetzen. Meine Äußerungen sind oft beleidigend, absichtlich irreführend und voller grammatikalischer Fehler. Aber meine Anhänger lieben es. Sie sehen in mir den Außenseiter, der politische Korrektheit und diplomatisches Geschick verachtet. Für sie bin ich der ehrliche und direkte Politiker, der sich nicht um die Konsequenzen kümmert.
Die Spaltung der Gesellschaft nimmt während meiner Amtszeit zu. Diejenigen, die meine alternative Realität unterstützen, verehren mich wie einen Gott. Sie sehen in mir den Retter, der Elmburg wieder groß macht. Aber es gibt auch diejenigen, die meine Politik kritisieren und mich als eine Bedrohung für Demokratie und Vernunft sehen. Proteste, Demonstrationen und politische Diskussionen sind an der Tagesordnung.
Aber nichts kann mich aufhalten. Ich umgebe mich mit einer Gruppe von Ja-Sagern und loyalen Gefolgsleuten, die meinen Willen ohne Frage umsetzen. Kritik wird abgewiesen, Meinungsverschiedenheiten werden als Verrat betrachtet. Die demokratischen Institutionen von Elmburg werden ausgehöhlt, während ich meine Macht und Kontrolle weiter ausbaue.
Und so geht meine Präsidentschaft voran - eine Zeit des Tramp-Wahns, in der die Realität in den Hintergrund tritt und die alternativen Fakten das tägliche Leben bestimmen. Elmburg befindet sich in einer Abwärtsspirale aus Absurdität, Ignoranz und politischer Parodie. Die Legende von Ronald Tramp lebt weiter, doch die Auswirkungen meiner Herrschaft sind tiefgreifend und lang anhaltend.