RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Der Autopilot musste nüchtern bleiben – Cockpit-Party endet vor dem Start

Grafik: Ronald Tramp über den ungewöhnlichen Flugausfall

Bei einer Fluggesellschaft werden zwei Piloten vor dem Abflug aus dem Verkehr gezogen – der Verdacht: Alkohol. Ronald Tramp untersucht den wohl ungewöhnlichsten Startabbruch des Jahres und fragt sich, ob künftig Atemtests vor dem Boarding zum Sicherheitsprogramm gehören.

Open-How2 - Banner 001Partnerlink

Meine Damen und Herren, ich habe schon viele Geschichten recherchiert.

Politiker, die sich gegenseitig für Fehler verantwortlich machen, die niemand gemacht haben will.

Züge, die ihre Verspätung ankündigen, bevor sie überhaupt losfahren.

Flughäfen, auf denen das Gepäck mehr Urlaub macht als die Passagiere.

Aber jetzt kommt eine Geschichte, bei der selbst ich, Ronald Tramp – international anerkannter Luftfahrtanalyst mit Ehrenmitgliedschaft im imaginären Club der turbulenzfreien Gedanken – kurz prüfen musste, ob mein Kaffee versehentlich mit Kerosin aufgebrüht wurde.

Denn zwei Piloten wurden vor einem Flug aus Genf aus dem Verkehr gezogen.

Nicht wegen eines technischen Fehlers.

Nicht wegen schlechten Wetters.

Nicht wegen eines streikenden Gepäckwagens.

Sondern weil Crew-Mitglieder offenbar den Eindruck hatten, dass im Cockpit möglicherweise mehr Promille als Flugmeilen gesammelt worden waren.

Und ich sage Ihnen:

Das ist einer dieser Momente, in denen der Satz „Heute übernimmt der Autopilot“ plötzlich eine völlig neue Bedeutung bekommt.

Zum Glück reagierte die Fluggesellschaft sofort.

Die beiden Piloten wurden noch im Hotel ersetzt.

Professionell.

Konsequent.

Genau so muss es sein.

Denn Sicherheit hat in der Luft selbstverständlich höchste Priorität.

Aber wir wären nicht Ronald Tramp News, wenn wir nicht auch die wirklich wichtigen Fragen stellen würden.

Zum Beispiel:

Wie verläuft eigentlich so ein Gespräch?

„Guten Morgen, Kapitän."

„Guten... äh... Morgen... Wo steht eigentlich das Flugzeug?"

„Noch am Flughafen."

„Fantastisch. Dann haben wir schon mal die erste Etappe geschafft."

Natürlich ist das reine Satire.

Bevor jetzt jemand hektisch den Bordlautsprecher sucht.

Die Fluggesellschaft betont ausdrücklich, dass die Untersuchungen laufen und die Sicherheitsregeln sehr ernst genommen werden.

Und genau deshalb wurde gehandelt.

So weit, so vernünftig.

Doch mein investigativer Instinkt ließ mir keine Ruhe.

Ich wollte wissen, wie eine Cockpitkontrolle künftig aussehen könnte.

Meine geheimen Quellen berichten von neuen Sicherheitsmaßnahmen.

Pilot:

„Bereit zum Start."

Tower:

„Negativ. Bitte zunächst einmal bis zwanzig zählen."

Pilot:

„Eins... zwei... neun..."

Tower:

„Wir schicken Ersatz."

Effizient.

Sehr effizient.

Auch die Checklisten sollen erweitert werden.

Bisher:

✔ Treibstoff geprüft.

✔ Wetter geprüft.

✔ Instrumente geprüft.

Neu zusätzlich:

✔ Mineralwasser vorhanden.

✔ Espresso doppelt.

✔ Barkarte sicher verwahrt.

Ich halte das für sinnvoll.

Denn niemand möchte hören:

„Meine Damen und Herren, wir befinden uns jetzt in einer ungeplanten Fassrolle. Das gehört heute zum Bordprogramm."

Meine Recherchen führten mich außerdem in die Lobby eines Hotels.

Dort sprach ich mit einer Zimmerkarte.

Sie sagte:

„Normalerweise verschwinden meine Gäste nach dem Frühstück."

Beeindruckend.

Selbst Hotelkarten entwickeln inzwischen ein Sicherheitsbewusstsein.

Auch die Flughafen-Kofferwagen äußerten sich.

Ein Wagen erklärte:

„Ich transportiere lieber 40 Koffer als einen schlechten Witz über Flugsicherheit."

Ein kluger Wagen.

Vielleicht sogar beförderungswürdig.

Währenddessen dürfte sich der Autopilot gefragt haben:

„Kann heute vielleicht einfach mal jemand nüchtern den Startknopf drücken?"

Man hört viel zu selten auf Autopiloten.

Dabei beschweren sie sich nie.

Außer vielleicht innerlich.

Ich frage mich außerdem, wie Passagiere reagieren würden, wenn es künftig eine neue Boarding-Durchsage gäbe.

„Sehr geehrte Damen und Herren.

Ihr Flug verspätet sich um 20 Minuten.

Der Kaffee für die Ersatzbesatzung wird gerade fertig."

Ich würde freiwillig applaudieren.

Denn nichts vermittelt mehr Vertrauen als eine Crew, die lieber einmal zu viel überprüft wird als einmal zu wenig.

Dennoch stelle ich fest:

Die moderne Welt entwickelt erstaunliche Prioritäten.

Am Flughafen muss eine Wasserflasche exakt 100 Milliliter haben.

Das Shampoo wird mit wissenschaftlicher Präzision vermessen.

Die Zahnpasta wird behandelt, als könnte sie ein Staatsgeheimnis enthalten.

Aber gleichzeitig sorgt am Ende immer noch der gesunde Menschenverstand der Crew dafür, dass Auffälligkeiten gemeldet werden.

Und genau das ist vermutlich die wichtigste Sicherheitseinrichtung überhaupt.

Natürlich blieb auch die internationale Luftfahrtbranche nicht untätig.

Meine streng geheimen Quellen berichten bereits über ein neues Simulatortraining.

Szenario 1:

Triebwerksausfall.

Szenario 2:

Gewitterfront.

Szenario 3:

Jemand fragt nach einem alkoholfreien Cocktail und meint tatsächlich alkoholfrei.

Das gilt unter Piloten vermutlich als die leichteste Übung.

Auch die Flughafenbar soll inzwischen nervös geworden sein.

Sie prüft angeblich, ob sie künftig ausschließlich Espresso, Orangensaft und Tomatensaft verkauft.

Der Tomatensaft dürfte begeistert sein.

Seit Jahrzehnten ist er der heimliche Superstar jedes Linienflugs.

Kein Mensch trinkt ihn zu Hause.

Aber über den Wolken entwickelt sich plötzlich eine innige Liebe.

Ein wissenschaftliches Rätsel.

Fast so mysteriös wie verschwundene Gepäckstücke.

Am Ende bleibt jedoch eine erfreuliche Erkenntnis.

Die Sicherheitsmechanismen haben funktioniert.

Crew-Mitglieder meldeten ihre Beobachtungen.

Die Airline reagierte.

Ersatz wurde organisiert.

Der Flug konnte mit einer anderen Besatzung stattfinden.

Genau so sollte professionelle Luftfahrt funktionieren.

Das macht zwar deutlich weniger Schlagzeilen als spektakuläre Heldengeschichten.

Ist aber für alle Beteiligten erheblich beruhigender.

Ich, Ronald Tramp, komme deshalb zu einem eindeutigen Fazit.

Wenn der wichtigste Satz des Tages lautet:

„Die beiden Piloten wurden vorsorglich ersetzt.“

…dann ist das wahrscheinlich die beste Nachricht, die Passagiere überhaupt hören können.

Denn die einzige Prozentzahl, die im Cockpit wirklich zählen sollte, ist die Wahrscheinlichkeit für eine sichere Landung.

Und die sollte möglichst immer bei hundert liegen.

Bis zur nächsten investigativen Luftfahrtrecherche verabschiede ich mich.

Demnächst exklusiv:

„Ronald Tramp testet Borddurchsagen – Warum sich das Anschnallzeichen länger meldet als manche Politiker im Wahlkampf.“

Satiressum - Banner 001Partnerlink
Tags: Flugzeug Lufthansa Swiss Piloten Flugsicherheit Cockpit Genf
a
Das könnte dich auch interessieren
Der große Lufthansa-Geruchs-GAU – Als ein Airbus plötzlich nach „politischer Debatte im Hochsommer“ roch
Trumps fliegender Palast muss nochmal in die Werkstatt – Raketenabwehr leider nur optional
Die fliegende Präsidenten-Suite – Luxus über den Wolken!
Lufthansa startet die erste Modenschau mit Sicherheitskontrolle
‹ Vorheriger
Ronald Tramp enthüllt: Der erste Paddelkrieg der Welt – Dipl…
Nächster ›
Deutschlands längste Unterrichtsstunde – Seit 17 Jahren kran…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.