Donald Trump feiert 250 Jahre USA mit Kampfjets, einem gigantischen Feuerwerk und einer Rede zwischen Patriotismus, Wahlkampf und Weltrettung. Ronald Tramp war natürlich exklusiv dabei – und entdeckte die wahre Verschwörung hinter der Veranstaltung: Offenbar sollte sogar das Wetter für Donald applaudieren.
Meine fantastischen Freunde,
es gibt Nationalfeiertage.
Es gibt Staatsakte.
Es gibt historische Jubiläen.
Und dann gibt es Donald Trump.
Der einzige Mensch, der eine 250-Jahr-Feier eines ganzen Landes betrachtet und denkt:
„Schöne Party. Jetzt fehlt nur noch ich.“
Großartig.
250 Jahre Vereinigte Staaten.
George Washington.
Die Unabhängigkeit.
Die Verfassung.
Demokratie.
Freiheit.
Und irgendwo mitten zwischen all diesen historischen Größen steht Donald und wirkt, als hätte er persönlich die Freiheitsglocke gegossen.
Fantastisch.
Donald eröffnet die Superlativ-Olympiade
Ich stelle mir die Vorbereitungen ungefähr so vor.
„Wie groß soll das Feuerwerk werden?“
Donald:
„Ja.“
„Wie viele Raketen?“
„Alle.“
„Wie patriotisch?“
„Maximum.“
„Wie viele Kampfjets?“
„Mehr.“
„Wie viele Superlative?“
Donald lehnt sich zurück.
„Bis das Wörterbuch aufgibt.“
Damit war die Planung abgeschlossen.
Das Feuerwerk bekommt Konkurrenz
Anschließend beginnt das angeblich größte Feuerwerk aller Zeiten.
850.000 Pyroeffekte.
35 Minuten.
Beeindruckend.
Doch plötzlich wird klar:
Donald möchte eigentlich selbst das Feuerwerk sein.
Jeder Satz explodiert.
Jeder Absatz funkelt.
Jede Eigenlob-Rakete steigt höher als die letzte.
Irgendwann fragt vermutlich sogar eine Silvesterrakete:
„Muss ich überhaupt noch starten?“
Ronald entdeckt die geheime Wetterverschwörung
Jetzt wird es spannend.
Kurz vor dem Höhepunkt zieht ein Unwetter auf.
Zufall?
Ich glaube nicht.
Ich habe recherchiert.
Sehr gründlich.
Fast fünf Minuten.
Meine exklusive Theorie lautet:
Das Wetter war beleidigt.
Seit Wochen spricht Donald ausschließlich über Donald.
Irgendwann sagte sich vermutlich selbst eine Gewitterwolke:
„Jetzt möchte ich auch einmal Aufmerksamkeit.“
Und plötzlich:
Donner.
Blitze.
Evakuierung.
Ein Wetterumschwung mit eindeutigem Geltungsbedürfnis.
Die Wolken gründen eine Opposition
Ich stelle mir die Beratung der Wolken ungefähr so vor.
„Donald bekommt schon wieder alle Kameras.“
„Nicht mit uns.“
„Was machen wir?“
„Gewitter.“
„Großes Gewitter?“
„Historisches Gewitter.“
Fantastisch.
Selbst Meteorologen dürften sich gefragt haben:
„Seit wann betreibt eine Cumulonimbus-Wolke Wahlkampf?“
Donald erklärt das Universum
Ich sehe bereits die Pressekonferenz.
Journalist:
„Herr Präsident, wegen des Gewitters musste evakuiert werden.“
Donald:
„Nein.“
„Doch.“
„Das war patriotischer Donner.“
„Es regnete.“
„Freiheitsregen.“
„Die Menschen mussten gehen.“
„Sie wollten nur bessere Plätze suchen.“
Fragen beantwortet.
Nächster Journalist.
Die Künstler entdecken spontane Termine
Natürlich fehlten einige Künstler.
Sie hatten plötzlich...
wichtige Termine.
Sehr wichtige Termine.
Unglaublich wichtige Termine.
Ich stelle mir die Telefonate vor.
„Können Sie auftreten?“
„Wann?“
„Bei Donald.“
Lange Pause.
„Leider muss ich an diesem Tag meine Zimmerpflanze emotional unterstützen.“
„Den ganzen Tag?“
„Falls nötig auch die ganze Woche.“
Das nennt man Prioritäten.
Donald ersetzt einfach alle
Donald reagiert souverän.
„Dann trete eben ich selbst auf.“
Großartig.
Andere Präsidenten eröffnen Veranstaltungen.
Donald ersetzt gleich das gesamte Unterhaltungsprogramm.
Sänger?
Nicht nötig.
Moderator?
Überflüssig.
Comedian?
Donald hält eine Rede.
Problem gelöst.
Ronald untersucht die sinkenden Umfragewerte
Natürlich sprechen viele inzwischen über Donalds Beliebtheit.
Sie sinkt.
Zumindest laut Umfragen.
Donald dürfte das anders sehen.
Ich stelle mir seine Statistikabteilung vor.
„Herr Präsident, Sie verlieren Zustimmung.“
„Welche Zahlen?“
„Die Umfragen.“
Donald schüttelt den Kopf.
„Falsche Mathematik.“
„Wie hoch sind Ihre Werte dann?“
„Sehr hoch.“
„Wie hoch genau?“
„Historisch.“
„Haben Sie Belege?“
„Mein Gefühl.“
Das muss der erste Meinungsforschungsdienst der Welt sein, der ausschließlich aus Selbstbewusstsein besteht.
Der Kommunismus bekommt wieder Überstunden
Natürlich taucht auch diesmal der Kommunismus auf.
Ich glaube inzwischen, irgendwo sitzt ein Praktikant mit einer Strichliste.
„Kommunismus erwähnt?“
„Ja.“
„Noch einmal?“
„Ja.“
„Noch einmal?“
„Zur Sicherheit.“
Nach der Rede fragt vermutlich selbst Karl Marx:
„Warum werde ich hier eigentlich ständig eingeladen?“
Ronald spricht mit der Freiheitsstatue
Natürlich war ich vor Ort.
Niemand recherchiert näher.
Ich fragte die Freiheitsstatue:
„Wie war die Veranstaltung?“
Sie antwortete nicht.
Statuen sind professionell.
Ich fragte einen Adler.
Er flog davon.
Ich fragte eine Rakete.
Sie sagte:
„Ich muss los.“
Sehr beschäftigte Gesprächspartner.
Mein exklusiver Lösungsvorschlag
Ich fordere künftig für jede Großveranstaltung einen offiziellen Superlativ-Beauftragten.
Er hat genau eine Aufgabe.
Sobald jemand zum zwanzigsten Mal sagt:
„Das größte aller Zeiten“,
drückt er einen roten Knopf.
Dann erscheint automatisch ein Historiker.
Der erklärt freundlich:
„Es gab übrigens schon vorher Geschichte.“
Das würde vielen Veranstaltungen guttun.
250 Jahre Vereinigte Staaten sind ein bedeutendes Jubiläum.
Die Geschichte der amerikanischen Unabhängigkeit hat die Welt geprägt.
Sie verdient Respekt.
Sie verdient Erinnerung.
Und sie verdient Feierlichkeiten.
Donald Trump allerdings besitzt eine bemerkenswerte Begabung.
Er schafft es, selbst zwischen Gründervätern, Feuerwerk, Kampfjets, Veteranen und Gewitterwolken so präsent zu wirken, dass man sich kurz fragt, ob die USA tatsächlich 1776 gegründet wurden – oder vielleicht erst an dem Tag, an dem Donald zum ersten Mal einen Superlativ erfand.
Ich bin Ronald Tramp.
Und ich sage euch:
Wenn künftig sogar Gewitterwolken um Sendezeit konkurrieren, Feuerwerke sich gegenseitig unter Druck setzen und Historiker vorsorglich Ohrstöpsel einpacken, dann weiß man, dass Donald wieder eine Rede gehalten hat.
Großartig.
Vielleicht nicht das größte Feuerwerk der Geschichte.
Aber mit Sicherheit eines der lautesten – selbst bevor die erste Rakete überhaupt gestartet war.

