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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Donalds Mega-Volksfest stolpert über die eigene Bühne

Grafik: Wenn die Bühne mitspielen will

Die "Great American State Fair" sollte zur größten Geburtstagsparty der USA werden. Doch statt grenzenloser Begeisterung sorgen ein abstürzendes Bühnenteil, Künstlerboykotte und überschaubare Besucherzahlen für Schlagzeilen. Ronald Tramp berichtet exklusiv vom wohl spektakulärsten Organisationsabenteuer seit der Erfindung des Klappstuhls.

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Meine fantastischen Freunde,

es sollte die Veranstaltung werden, über die noch Generationen sprechen würden.

Die größte.

Die schönste.

Die patriotischste.

Die unglaublichste.

Zumindest laut Donald Trump.

Denn wenn Donald eine Veranstaltung ankündigt, beginnt er grundsätzlich mit den Worten:

„Es wird die größte aller Zeiten.“

Selbst wenn es sich um die Eröffnung eines Getränkeautomaten handeln würde, wäre dieser selbstverständlich der größte Getränkeautomat der Menschheitsgeschichte.

Diesmal ging es allerdings um die „Great American State Fair“.

250 Jahre Amerika.

Ein Vierteljahrtausend Geschichte.

Freiheit.

Demokratie.

Feuerwerk.

Musik.

Tänzerinnen.

Und...

eine Bühne mit ausgeprägtem Eigenleben.

Fantastisch.


Donald bestellt eine Mega-Show

Ich stelle mir die erste Planungsbesprechung ungefähr so vor.

„Wie groß soll die Bühne werden?“

Donald:

„Ja.“

„Nein, wie groß?“

„Größer.“

„Und das Feuerwerk?“

„Mehr.“

„Wie viele Fahnen?“

„Alle.“

„Wie viele Superlative sollen wir verwenden?“

Donald lächelt.

„Auch alle.“

Damit war die Planung abgeschlossen.


Die Bühne möchte plötzlich selbst auftreten

Kurz vor der großen Feier passiert es.

Ein Bühnenteil beschließt offenbar, dass Statik völlig überschätzt wird.

Es löst sich.

Es fällt.

Und verfehlt mehrere Tänzerinnen nur knapp.

Ich bin überzeugt, selbst die Bühne dachte sich in diesem Moment:

„Das war jetzt nicht im Ablaufplan.“

Zum Glück wurde niemand getroffen.

Aber plötzlich war der eigentliche Star der Veranstaltung nicht mehr Donald.

Nicht das Feuerwerk.

Nicht die Musik.

Sondern ein Metallträger mit überraschendem Freiheitsdrang.


Die Schwerkraft tritt der Opposition bei

Ich beginne langsam zu glauben, dass selbst die Schwerkraft inzwischen Wahlkampf betreibt.

Denn kaum kündigt Donald die spektakulärste Veranstaltung aller Zeiten an...

...entscheidet sich ein Stück Bühne für einen eigenen Auftritt.

Das Timing muss man erst einmal schaffen.

Hollywood hätte das kaum besser geschrieben.


Die Künstler sagen höflich... nein

Als wäre das nicht genug, boykottieren zahlreiche Künstler die Veranstaltung.

Ich stelle mir die Anrufe vor.

„Möchten Sie auftreten?“

„Wann?“

„Bei Donald.“

Lange Pause.

„Ich habe leider an diesem Tag einen sehr wichtigen Termin.“

„Welchen?“

„Alles.“

Fantastisch.


Die Besucher entdecken viel freie Fläche

Auch die Besucherzahlen entwickeln sich... sagen wir...

entspannt.

Die Organisatoren sprechen wahrscheinlich von einer exklusiven Atmosphäre.

Ich nenne es:

„Jeder bekommt bequem einen Parkplatz.“

Das ist schließlich auch Luxus.

Donald würde vermutlich sagen:

„Wir wollten gar keine überfüllte Veranstaltung. Das wirkt viel eleganter.“

Man kennt diese Logik.

Wenn hunderttausend Menschen kommen, ist es Rekord.

Wenn zehntausend kommen, nennt man es Premium-Erlebnis.


Die Sitzreihen führen Selbstgespräche

Ich liebe leere Klappstühle.

Sie wirken so philosophisch.

Ein Stuhl fragt den anderen:

„Kommt heute noch jemand?“

„Keine Ahnung.“

„Vielleicht nach dem Feuerwerk?“

„Vielleicht.“

„Oder wenn Donald wieder sagt, es seien eigentlich zehn Millionen Besucher da gewesen.“

Alle Stühle nicken.


Ronald recherchiert backstage

Natürlich war ich exklusiv hinter den Kulissen.

Niemand recherchiert näher.

Ich sprach mit einem Scheinwerfer.

„Wie läuft es?“

„Ich leuchte.“

„Und sonst?“

„Ich hoffe, die Bühne bleibt diesmal stehen.“

Ein sehr vernünftiger Scheinwerfer.


Donald erklärt die Realität

Ich sehe bereits die Pressekonferenz.

Journalist:

„Herr Präsident, ein Bühnenteil ist abgestürzt.“

Donald:

„Nein.“

„Doch.“

„Es war ein kontrollierter Test.“

„Ein Metallträger fiel herunter.“

„Er wollte nur patriotisch landen.“

„Und die Künstler?“

„Sie wären alle gekommen.“

„Warum waren sie nicht da?“

„Sie waren geistig anwesend.“

Das muss man erst einmal schaffen.


Das Organisationskomitee kämpft tapfer

Natürlich arbeiten Hunderte Menschen an so einer Großveranstaltung.

Sie planen.

Koordinieren.

Telefonieren.

Organisieren.

Und dann entscheidet sich ausgerechnet ein Stück Metall, zum berühmtesten Teilnehmer des gesamten Volksfestes zu werden.

Das ist ungefähr so, als würde bei einem Formel-1-Rennen plötzlich der Parkplatz den Pokal gewinnen.


Der Wettbewerb der Superlative

Donald liebt Superlative.

Größter.

Schönster.

Spektakulärster.

Fantastischster.

Jetzt kommt ein neuer hinzu.

Die spektakulärste Bühnendiskussion des Jahres.

Nicht geplant.

Aber sehr wirkungsvoll.


Mein Lösungsvorschlag

Ich fordere künftig vor jeder Großveranstaltung einen offiziellen Testlauf.

Nicht mit Technik.

Nicht mit Musik.

Nicht mit Politikern.

Sondern mit einem Dutzend Bauingenieuren, zwei Statikprofessoren und einem Hausmeister namens Klaus.

Denn wenn Klaus sagt:

„Dat hält.“

Dann hält es.

Diese wissenschaftliche Methode hat sich in Deutschland seit Jahrzehnten bewährt.


Die Vereinigten Staaten feiern ein bedeutendes Jubiläum.

250 Jahre Geschichte.

250 Jahre Freiheit.

250 Jahre Demokratie.

Das verdient Respekt.

Und genau deshalb wäre es schön gewesen, wenn über die Feier vor allem wegen ihrer Botschaft gesprochen worden wäre – und nicht wegen eines abstürzenden Bühnenteils.

Donald Trump bleibt sich derweil treu.

Wo andere eine Veranstaltung organisieren, organisiert Donald ein Spektakel.

Manchmal sogar unbeabsichtigt.

Denn offenbar genügt schon eine Bühne, damit plötzlich jeder wissen möchte, was als Nächstes herunterkommt.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich sage euch:

Wenn künftig selbst Stahlträger versuchen, ins Rampenlicht zu springen, dann weiß man, dass Donald wieder eine Veranstaltung angekündigt hat, die „größer als alles zuvor“ werden sollte.

Großartig.

Fast so großartig wie die Tatsache, dass am Ende niemand verletzt wurde.

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Tags: USA Donald Trump Washington Künstlerboykott Feuerwerk Bühnenteil
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