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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Donald Trump wollte Grönland kaufen – Dänemark schickte nur ein eiskaltes "Nein"

Grafik: Grönland sagt Nein – Ronald Tramp berichtet

Es gibt Immobilienmakler. Es gibt Milliardäre. Und dann gibt es Donald Trump – den einzigen Menschen der Welt, der auf einem NATO-Gipfel ernsthaft glaubt, man könne neben Sicherheitsfragen auch noch die größte Insel der Erde in den Einkaufswagen legen. Ronald Tramp war selbstverständlich dabei und erlebte einen der frostigsten Verkaufsgespräche der Weltpolitik.

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Ich habe schon viele Verkaufsverhandlungen erlebt.

Autos.

Häuser.

Golfplätze.

Sogar einen gebrauchten Drucker mit der Beschreibung "funktionierte beim Ausbau".

Aber ich hätte niemals gedacht, dass ich einmal Zeuge werde, wie ein Präsident versucht, eine komplette Insel zu erwerben.

Nicht irgendeine Insel.

Grönland.

Die größte Insel der Welt.

Donald Trump scheint nämlich einen ganz eigenen Atlas zu besitzen. Darin gibt es offenbar nur zwei Kategorien von Ländern:

Bereits amerikanisch.

Und

Noch nicht amerikanisch.

Kaum hatte der NATO-Gipfel begonnen, war das Thema wieder auf dem Tisch.

Trump erklärte mit jener unverwechselbaren Überzeugung, die sonst nur Menschen besitzen, die ihre Passwörter auf Haftnotizen schreiben:

„Grönland sollte von den Vereinigten Staaten kontrolliert werden."

Ich verschluckte mich beinahe an meinem Kaffee.

Nicht wegen der Aussage.

Sondern weil ich plötzlich Angst bekam, Trump könnte als Nächstes versuchen, den Mond über Kleinanzeigen zu kaufen.

Die Reaktion aus Dänemark ließ allerdings nicht lange auf sich warten.

Ministerpräsidentin Mette Frederiksen erklärte trocken:

„Grönland steht natürlich nicht zum Verkauf."

Dieses „natürlich" traf Donald vermutlich besonders hart.

Denn in seiner Welt hat praktisch alles einen Preis.

Hotels.

Flugzeuge.

Golfplätze.

Wolkenkratzer.

Politische Loyalität.

Und wahrscheinlich sogar Regenbögen, sofern sie sich vergolden lassen.

Ich stellte mir vor, wie Trumps Einkaufszettel aussieht.

Milch.

Steaks.

Goldfarbe.

Zwei Flaggen.

Grönland.

Batterien AA.

Währenddessen blieb Frederiksen bemerkenswert gelassen.

Sie erklärte, Dänemark werde selbstverständlich das Königreich verteidigen.

Das klang ungefähr so freundlich wie ein Türschild mit der Aufschrift:

„Nein. Und jetzt gehen Sie bitte."

Donald dagegen dürfte innerlich bereits gerechnet haben.

Nicht mit Diplomatie.

Mit Quadratkilometern.

Denn Grönland ist riesig.

Fast unverschämt riesig.

Man könnte dort vermutlich sämtliche Golfplätze Floridas unterbringen und hätte immer noch Platz für drei weitere Ego-Projekte.

Ich fragte einen amerikanischen Delegierten, weshalb Trump Grönland unbedingt haben wolle.

Er antwortete:

„Strategische Lage."

Ein anderer flüsterte:

„Seltene Rohstoffe."

Ein dritter meinte:

„Vielleicht passt der Name so gut zu seinen Golfanlagen."

Niemand wusste es genau.

Trump selbst begründete den Wunsch erneut mit der Sicherheit.

Russland.

China.

Arktis.

Geopolitik.

Alles nachvollziehbare Themen.

Allerdings besitzt Donald eine bemerkenswerte Fähigkeit.

Er spricht über Sicherheit ungefähr so, wie andere Menschen über den Kauf eines Ferienhauses.

„Schöne Lage."

„Etwas kalt."

„Nehmen wir."

Ich stellte mir vor, wie das Gespräch mit einem Immobilienmakler verlaufen wäre.

„Sie interessieren sich für das Objekt?"

„Ja."

„Preis?"

„Eigentlich unverkäuflich."

„Perfekt. Dann mache ich ein Angebot."

Währenddessen entwickelte sich die NATO-Konferenz zunehmend zu einer Mischung aus Sicherheitsgipfel und Immobilienmesse.

Ein Berater verteilte vermutlich Landkarten.

Trump fragte:

„Welche Länder gibt es noch in XXL?"

Ein anderer antwortete:

„Kanada."

Man berichtet, dass sämtliche kanadischen Delegierten plötzlich sehr beschäftigt wirkten.

Sicherheitshalber.

Ich schlenderte derweil durch das Pressezentrum.

Vor einem Monitor erschien eine Werbeanzeige:

„Reisen nach Grönland."

Ich schwöre, Donald blieb kurz stehen.

Ein Sicherheitsbeamter zog den Stecker.

Nur zur Vorsicht.

Besonders faszinierend finde ich die Logik.

Wenn irgendwo auf der Welt ein strategisch wichtiger Ort existiert, lautet Trumps erste Idee offenbar nicht:

„Wie können wir zusammenarbeiten?"

Sondern:

„Kann man das kaufen?"

Sollte diese Methode Schule machen, könnte die Welt bald interessante Schlagzeilen erleben.

Belgien lehnt Angebot für Brüssel ab.

Australien erklärt Kängurus für unverkäuflich.

Die Schweiz verkauft das Matterhorn weiterhin nicht.

Der Mond verlangt Anzahlung.

Natürlich steckt hinter Grönland weit mehr als eine absurde Schlagzeile.

Die Arktis gewinnt geopolitisch tatsächlich immer stärker an Bedeutung. Schifffahrtsrouten verändern sich, Rohstoffe rücken in den Fokus, militärische Interessen nehmen zu. Genau deshalb reagieren Dänemark und Grönland so deutlich auf jede Andeutung, ihre politische Zukunft könne einfach von außen bestimmt werden.

Aber Ronald Tramp wäre nicht Ronald Tramp, wenn er sich nicht fragen würde, was Donald eigentlich als Nächstes plant.

Vielleicht erhält das Weiße Haus bald eine Immobilienabteilung.

Mit Prospekten.

"Nordpol – leichte Gebrauchsspuren."

"Island – ideal für Golf."

"Sahara – sonnige Kapitalanlage."

"Atlantik – großzügiges Wassergrundstück."

Ich kann es kaum erwarten.

Vielleicht eröffnet Trump irgendwann sogar eine Realityshow.

"America's Next Territory."

Jede Woche scheidet ein Land aus.

Die Jury besteht aus Immobilienmaklern.

Der Gewinner erhält eine vergoldete Grenzmarkierung und lebenslangen Zugang zum Trump-Geschenkshop.

Zum Finale dürfen die Kandidaten beweisen, warum sie strategisch unverzichtbar sind.

Grönland gewinnt jedes Jahr.

Und lehnt den Preis jedes Mal dankend ab.

Zum Abschied fragte ich einen dänischen Diplomaten, ob Donald inzwischen verstanden habe, dass Grönland nicht verkauft werde.

Er lächelte höflich.

„Wir hoffen es."

Ich fragte:

„Und wenn nicht?"

Er grinste.

„Dann schicken wir ihm nächstes Mal einfach den aktuellen Immobilienkatalog."

„Mit Grönland?"

„Nein."

„Mit Gefriertruhen."

Denn eines ist nach diesem NATO-Gipfel klar geworden:

Zwischen Donald Trump und Grönland herrscht eine Fernbeziehung.

Er macht regelmäßig Avancen.

Grönland antwortet jedes Mal mit derselben eiskalten Botschaft:

"Danke für Ihr Interesse. Dieses Angebot ist leider dauerhaft nicht verfügbar."

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Tags: Donald Trump NATO Grönland Dänemark Ankara Mette Frederiksen
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