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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Messi verschießt Elfmeter, rettet Argentinien – und der VAR beantragt vorsorglich Urlaub

Grafik: Messi zwischen Elfmeter und Legende

Lionel Messi verschießt den nächsten WM-Elfmeter, trifft später doch noch und führt Argentinien spektakulär ins Viertelfinale. Während Ägypten über den Schiedsrichter schimpft und die Schweiz im Elfmeterkrimi Geschichte schreibt, fragt Ronald Tramp: Spielt hier eigentlich noch Fußball – oder nur noch Drama mit Ball?

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Meine Damen und Herren,

es gibt Fußballspiele.

Dann gibt es Weltmeisterschaftsspiele.

Und dann gibt es Abende, an denen Lionel Messi beschließt, sämtliche Drehbuchautoren Hollywoods arbeitslos zu machen.

Argentinien gegen Ägypten.

Ein Achtelfinale.

Ein Elfmeter.

Ein Comeback.

Ein Skandal.

Drei Liter Tränen.

Und ungefähr siebenundvierzig Herzinfarkte auf argentinischen Sofas.

Ich dachte zunächst, ich hätte versehentlich den falschen Fernsehsender eingeschaltet.

Vielleicht lief eine südamerikanische Telenovela.

Oder ein Katastrophenfilm.

Oder Donald Trump erklärte gerade erneut, warum eigentlich nur er persönlich den Fußball erfunden habe.

Doch nein.

Es war tatsächlich ein Fußballspiel.

Und was für eines.

Alles begann mit Lionel Messi.

Genauer gesagt:

Mit Lionel Messis Elfmeter.

Oder besser gesagt:

Mit dem Ort, an dem dieser Elfmeter nicht landete.

Messi trat an.

Ganz Argentinien hielt den Atem an.

Die Fernsehzuschauer ebenfalls.

Der Ball flog.

Torwart Mostafa Shoubir hielt.

Und plötzlich schrieb Messi Geschichte.

Leider die falsche.

Zum ersten Mal überhaupt verschoss ein Spieler bei Weltmeisterschaften zwei Elfmeter innerhalb eines Turniers.

Herzlichen Glückwunsch.

Nicht jede Bestmarke gehört ins Familienalbum.

Ich stelle mir Donald Trump in diesem Moment vor.

"Fantastischer Elfmeter."

"Niemand verschießt besser."

"Sehr strategisch."

"Die Ägypter wurden dadurch völlig verwirrt."

Natürlich.

Der Plan war vermutlich, erst einmal alle nervös zu machen.

Messi scheint Rekorde inzwischen zu sammeln wie andere Menschen Treuepunkte im Supermarkt.

Nur diesmal war eben ein Rekord dabei, den man lieber sofort wieder zurückgeben würde.

Ägypten führte.

Dann sogar komfortabel.

Argentinien wirkte plötzlich ungefähr so stabil wie ein Kartenhaus während eines Orkans.

Auf den Rängen begann bereits vorsichtiges Zittern.

Vor den Fernsehern ebenfalls.

Nur Lionel Messi blieb erstaunlich ruhig.

Das muss man ihm lassen.

Während normale Menschen nach einem verschossenen Elfmeter vermutlich drei Wochen lang keine Pizza mehr bestellen würden, läuft Messi einfach weiter.

Irgendwann dachte er sich offenbar:

"Na gut."

"Dann mache ich eben später mein Tor."

Und genau das tat er.

Vorher bereitete er noch einen Treffer vor.

Anschließend erzielte er selbst den Ausgleich.

Natürlich.

Denn normale Gesetze gelten für Lionel Messi offenbar nur montags.

In der Nachspielzeit traf schließlich Enzo Fernández.

3:2.

Das Stadion explodierte.

Messi fiel auf die Knie.

Ganz Argentinien ebenfalls.

Nur deutlich unkontrollierter.

Trainer Lionel Scaloni musste anschließend ein Interview abbrechen.

Er konnte nicht mehr.

Emotionen.

Tränen.

Jubel.

Ich vermute, irgendwo im Hintergrund musste ein Reporter ebenfalls kurz beatmet werden.

Donald Trump hätte die Szene selbstverständlich völlig anders bewertet.

"Ich hätte den Elfmeter verwandelt."

"Mit links."

"Obwohl ich Rechtshänder bin."

"Die Torhüter hätten freiwillig Platz gemacht."

"Viele Experten sagen das."

Während Argentinien feierte, begann auf der anderen Seite die große Schiedsrichterdiskussion.

Ägyptens Trainer Hossam Hassan war außer sich.

Respekt.

Fair Play.

Ungerechtigkeit.

Alles Begriffe, die nach dem Spiel häufiger fielen als gelungene Kurzpässe.

Der größte Aufreger?

Kurz vor dem argentinischen Siegtreffer zog Alexis Mac Allister im eigenen Strafraum am Trikot eines ägyptischen Spielers.

Viele Experten meinten anschließend:

Das hätte Elfmeter geben müssen.

Patrick Ittrich sagte sinngemäß:

"Ja."

Lutz Wagner ergänzte:

"Sehr ungeschickt."

Der VAR hingegen sagte offenbar:

"..."

Bis heute weiß vermutlich niemand so genau, was der Videoschiedsrichter in diesem Moment eigentlich gesehen hat.

Vielleicht lief gerade der Bildschirmschoner.

Vielleicht war der Kaffee alle.

Oder vielleicht hatte der Computer beschlossen:

"Heute nicht."

Donald Trump hätte den VAR selbstverständlich sofort ersetzt.

Nicht durch Technologie.

Sondern durch eine Hotline.

"Wenn jemand mit der Entscheidung unzufrieden ist..."

"...ruft einfach mich an."

Das kennen wir ja inzwischen bereits aus anderen Fußballgeschichten.

Doch während Argentinien weiterjubelte, wurde andernorts ebenfalls Geschichte geschrieben.

Die Schweiz.

Ja, genau.

Die Schweiz.

Nicht mit Schokolade.

Nicht mit Uhren.

Nicht mit Taschenmessern.

Sondern mit Nerven aus Edelstahl.

120 Minuten gegen Kolumbien.

Kein Tor.

Dafür ungefähr so viele Zweikämpfe wie bei einem Sommerschlussverkauf.

Am Ende musste das Elfmeterschießen entscheiden.

Gregor Kobel hielt.

Ruben Vargas verwandelte.

Und plötzlich stand die Schweiz im Viertelfinale.

Historisch.

Bemerkenswert.

Und ausgerechnet jetzt wartet Lionel Messi.

Das fühlt sich ungefähr so an, als würde man nach einer Alpenwanderung feststellen, dass auf dem Gipfel noch ein Drache wohnt.

Besonders sympathisch war allerdings Johan Manzambi.

Der verletzte Jungstar erschien mit einem goldenen Lego-WM-Pokal.

Allein dafür verdient er eigentlich einen Fair-Play-Preis.

Oder zumindest lebenslangen Rabatt im Spielwarenladen.

Die Schweizer Fans waren im Stadion deutlich in der Minderheit.

Kolumbien hatte Vancouver praktisch in Gelb gestrichen.

Trainer Murat Yakin blieb dennoch entspannt.

Man wolle Kolumbien "mit Fußball schlagen".

Nicht mit Fans.

Eine Aussage, die in Zeiten sozialer Medien beinahe revolutionär wirkt.

Und jetzt?

Jetzt wartet das Viertelfinale.

Messi gegen die Schweiz.

Argentinien gegen die Eidgenossen.

Drama gegen Präzision.

Emotion gegen Taschenmesser.

Ich freue mich jetzt schon.

Allerdings hoffe ich vorsorglich, dass der VAR vorher ausgeschlafen hat.

Und dass niemand Donald Trump die Telefonnummer des Schiedsrichters gibt.

Ich bin Ronald Tramp.

Ich sage, was andere nur denken.

Und wenn Lionel Messi erst einen Elfmeter verschießen muss, bevor er wieder die Welt rettet...

...dann ist Fußball vielleicht doch die einzige Sportart, in der selbst Fehler manchmal nur der dramatische Auftakt für eine Legende sind.

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Tags: WM 2026 Fußball Schweiz Argentinien Elfmeter VAR Lionel Messi Ägypten
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