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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Präsident, Börsenexperte und Krypto-Kaiser in Personalunion!

Grafik: Das große Krypto-Konto

Donald Trump erklärt steigende Milliarden-Einnahmen ganz gelassen mit einem boomenden Aktienmarkt. Ronald Tramp untersucht die erstaunliche Entdeckung, dass Präsidenten offenbar neuerdings auch nebenberuflich Finanzberater des eigenen Kontostands sind.

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Meine Damen und Herren...

Ich habe fantastische Nachrichten.

Unglaubliche Nachrichten.

Historische Nachrichten.

Es gibt offenbar einen neuen Wirtschaftsexperten.

Nein...

nicht Warren Buffett.

Nicht die Wall Street.

Nicht einmal irgendeinen Hedgefonds.

Sondern...

der Präsident persönlich.

Und er erklärt uns ganz entspannt:

"Wir alle profitieren."

Ich liebe dieses "wir".

Das klingt warm.

Verbindend.

Fast familiär.

Nur gibt es einen kleinen Unterschied.

Wenn ich von einem guten Börsentag profitiere...

...kann ich mir vielleicht eine zusätzliche Pizza leisten.

Wenn andere von einem guten Börsentag profitieren...

...reden wir plötzlich über Milliarden.

Das nenne ich unterschiedliche Maßstäbe.

Natürlich wurde nach den veröffentlichten Einkommenszahlen gefragt.

Milliarden.

Krypto.

Beteiligungen.

Digitale Vermögenswerte.

Alles sehr modern.

Vor zwanzig Jahren fragte man noch:

"Haben Sie Bargeld?"

Heute heißt es:

"Haben Sie zufällig auch noch eine Blockchain?"

Die Welt entwickelt sich.

Und zwar schnell.

Besonders gefällt mir die Erklärung.

"Der Aktienmarkt steigt."

"Ich habe viel Geld."

"Also profitiere ich."

Meine Damen und Herren...

Das ist ungefähr so überraschend wie:

"Es regnet."

"Ich stehe draußen."

"Also werde ich nass."

Logisch.

Absolut logisch.

Ich stelle mir die Pressekonferenz vor.

Reporter:

"Herr Präsident, wie erklären Sie Ihre höheren Einnahmen?"

Antwort:

"Der Markt steigt."

Reporter:

"Sonst nichts?"

"Ich habe außerdem Geld."

Das muss man sich erst einmal trauen.

Fantastisch.

Natürlich spielt inzwischen auch Krypto eine große Rolle.

Bitcoin.

Token.

Coins.

Wallets.

Blockchains.

Vor ein paar Jahren dachten viele Menschen noch, Bitcoin sei der Name eines besonders sportlichen Hamsters.

Heute diskutieren Zentralbanken darüber.

Unglaublich.

Ich erinnere mich noch an die gute alte Zeit.

Damals war Geld...

...Papier.

Heute besteht Vermögen offenbar aus Zahlen, die irgendwo in Computern wohnen.

Sehr praktisch.

Vor allem, wenn der Computer nicht abstürzt.

Ich fordere deshalb einen neuen Schulunterricht.

Nicht mehr Mathematik.

Nicht mehr Wirtschaft.

Sondern:

"Wie erkläre ich meinen Großeltern Kryptowährungen?"

Prüfungsdauer:

Sieben Jahre.

Durchfallquote:

98 Prozent.

Natürlich verfolgen Regierungen weltweit unterschiedliche Strategien für digitale Währungen.

Regeln werden verändert.

Gesetze angepasst.

Neue Märkte entstehen.

Das ist Politik.

Das gehört dazu.

Und genau deshalb diskutieren viele Menschen besonders aufmerksam darüber, wenn politische Entscheidungen und private wirtschaftliche Interessen gleichzeitig im Blickpunkt stehen.

Das ist völlig normal.

Ich stelle mir allerdings den Alltag inzwischen herrlich vor.

Morgens:

Staatsgeschäfte.

Mittags:

Internationale Diplomatie.

Nachmittags:

Kryptokurse beobachten.

Abends:

Noch schnell das Depot prüfen.

Und irgendwo fragt ein Mitarbeiter:

"Herr Präsident..."

"Ja?"

"Sollen wir zuerst die Wirtschaft retten oder den Chart aktualisieren?"

Antwort:

"Beides."

Effizienz!

Ich liebe Effizienz.

Besonders beeindruckt mich das Wort Bitcoin-Supermacht.

Allein das klingt wie der Titel eines Science-Fiction-Films.

"Angriff der Bitcoin-Supermacht."

Demnächst im Kino.

Mit Explosionen.

Raketen.

Und einem Taschenrechner als Hauptdarsteller.

Ich sehe bereits den Wahlkampf der Zukunft.

Nicht mehr:

"Arbeitsplätze!"

Sondern:

"Mehr Hashrate!"

Nicht mehr:

"Steuersenkungen!"

Sondern:

"Mehr Wallets!"

Politik wird zunehmend digital.

Vielleicht gibt es irgendwann Wahlprogramme nur noch als NFT.

Warum eigentlich nicht?

Ich frage mich ohnehin, wie das Finanzministerium künftig arbeitet.

Früher kamen Ordner.

Heute vielleicht USB-Sticks.

Morgen reicht möglicherweise ein QR-Code.

Übermorgen denkt einfach eine künstliche Intelligenz für alle mit.

Das spart Papier.

Und wahrscheinlich auch Kopfschmerzen.

Natürlich reagiert das Internet sofort.

Memes.

Kommentare.

Analysen.

Experten.

Selbst ernannte Experten.

Menschen, die gestern noch nicht wussten, was Blockchain bedeutet...

...erklären heute in fünfzehn Beiträgen die Zukunft des Weltfinanzsystems.

Das Internet bleibt zuverlässig.

Ich schlage deshalb eine neue Börsenregel vor.

Bevor jemand eine Finanzanalyse veröffentlicht, muss er drei Fragen beantworten.

Erstens:

"Weißt du wirklich, wovon du sprichst?"

Zweitens:

"Hast du den Artikel überhaupt gelesen?"

Drittens:

"Verwechselst du Bitcoin nicht wieder mit Bluetooth?"

Wer alle drei besteht...

...darf twittern.

Am Ende bleibt festzuhalten:

Steigende Börsenkurse können Vermögenswerte vieler Anleger erhöhen.

Auch von Menschen mit großen Beteiligungen.

Gleichzeitig ist es nachvollziehbar, dass genau hingeschaut wird, wenn politische Entscheidungen und private wirtschaftliche Interessen zeitlich zusammenfallen.

Darüber wird öffentlich diskutiert.

Und das gehört in einer Demokratie dazu.

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich sage Ihnen:

Wenn jemand erklärt, dass "wir alle profitieren"...

...dann schaue ich sicherheitshalber zuerst auf mein eigenes Konto.

Falls dort nichts passiert ist...

...war vermutlich ein anderes "wir" gemeint.

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Tags: USA Donald Trump Kryptowährung Bitcoin Finanzen World Liberty Financial
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