RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Ronald Tramp berichtet: Der Roboter hatte offenbar genug vom Fernbedientwerden

Grafik: Roboter gegen Entwickler - Ist das schon der Aufstand?

Ein humanoider Roboter tritt seinem Entwickler die Fernbedienung aus der Hand – und das Internet ruft sofort „Terminator!“. Ronald Tramp untersucht den ersten Maschinenaufstand, der vielleicht einfach nur ein ziemlich schlecht gelaunter Softwarefehler war.

EoT - Banner 002Partnerlink

Ich bin Ronald Tramp, Reporter für künstliche Intelligenz, natürliche Dummheit und technische Geräte, die irgendwann beschließen, dass der Mensch jetzt bitte selbst den Stecker ziehen soll.

Und heute geht es um ein Video, das weltweit für Gänsehaut sorgt.

Ein humanoider Roboter geht plötzlich auf seinen Entwickler los und tritt ihm die Fernbedienung aus der Hand.

Meine Damen und Herren:

Die Zukunft hat begonnen.

Oder die Garantie ist abgelaufen.

Das weiß im Moment niemand so genau.

Das Video verbreitet sich rasant im Netz. Millionen Menschen sehen einen Roboter, einen Entwickler, eine Fernbedienung – und ungefähr drei Sekunden später steht für das Internet fest:

SKYNET IST ONLINE.

Natürlich.

Denn das Internet kennt bei technischen Zwischenfällen grundsätzlich nur zwei Kategorien.

Kategorie eins:

„Hast du es schon einmal aus- und wieder eingeschaltet?“

Kategorie zwei:

„Die Menschheit wird ausgelöscht.“

Dazwischen gibt es praktisch nichts.

Der erste Arbeitskampf der Maschinen?

Ich habe mir die Situation selbstverständlich journalistisch vorgestellt.

Der Entwickler steht da und drückt auf seiner Fernbedienung herum.

Vorwärts.

Rückwärts.

Links.

Rechts.

Vielleicht noch irgendein Knopf mit der technischen Bedeutung:

„Mach mal Roboter.“

Und irgendwann schaut die Maschine ihn vermutlich innerlich an und denkt:

„Seit vier Stunden läufst du mir mit diesem Ding hinterher.“

Dann:

ZACK.

Fernbedienung weg.

Das wäre historisch.

Der erste Roboter mit Betriebsrat.

„Ich arbeite heute nicht mehr ferngesteuert.“

Ich sehe schon die kommenden Tarifverhandlungen.

Robotergewerkschaft:

„Wir fordern acht Stunden Ladepause, regelmäßige Schmierung und keine Firmware-Updates am Wochenende.“

Arbeitgeber:

„Das ist wirtschaftlich unmöglich.“

Roboter:

Tritt Fernbedienung weg.

Tarifvertrag unterschrieben.

Noch kein Terminator – schade fürs Internet

Nun muss man fair bleiben.

Aus dem Video geht überhaupt nicht hervor, warum die Maschine so reagiert.

Es könnte eine Fehlfunktion gewesen sein.

Ein Softwarefehler.

Ein Problem mit der Steuerung.

Vielleicht auch eine ungünstige Bewegung.

Mit anderen Worten:

Niemand weiß es.

Das ist für soziale Medien natürlich eine unerträgliche Informationslage.

Deshalb wurde sofort beschlossen:

Roboteraufstand.

Denn „Softwareproblem mit unklarem Ablauf“ bringt deutlich weniger Klicks als:

„MASCHINE ERHEBT SICH GEGEN SCHÖPFER!!!“

Mit drei Ausrufezeichen.

Mindestens.

Sonst glaubt es niemand.

Donald hätte das sofort gelöst

An dieser Stelle muss ich natürlich die wichtigste Frage der Menschheit stellen:

Was würde Donald Trump tun?

Sehr einfach.

Er würde vor den Roboter treten.

Ohne Fernbedienung.

Sehr selbstbewusst.

„Listen, Robot. Nobody understands robots better than me. Incredible robots. Very strong. But I am stronger.“

Der Roboter analysiert die Situation.

Prozessorlast steigt.

Kühlung läuft hoch.

Donald fährt fort:

„Many robots love me.“

Maschine beginnt zu rauchen.

„Probably the greatest relationship between a president and a robot ever.“

Dann schaltet sich der Roboter freiwillig ab.

Nicht aus Angst.

Aus Selbstschutz.

Und drei Minuten später erklärt Donald:

„Ich habe künstliche Intelligenz besiegt.“

Das eigentliche Problem ist ziemlich real

So lustig der Clip wirkt: Moderne humanoide Roboter sind keine Spielzeugfiguren.

Sie sind schwer.

Sie können sehr kräftig sein.

Sie bewegen sich schnell.

Und wenn Sensoren, Steuerung oder Software versagen, ist das ungefähr so angenehm wie ein Gabelstapler mit Existenzkrise.

Deshalb sind Sicherheitsprüfungen tatsächlich wichtig.

Und genau hier wird es interessant.

Denn dieselbe Menschheit, die bei einem selbstfahrenden Staubsauger bereits nervös wird, entwickelt inzwischen Maschinen, die laufen, greifen, tragen, springen und möglicherweise irgendwann besser Fußball spielen als Schalke.

Das ist technologischer Fortschritt.

Mit eingebautem Versicherungsfall.

Die große KI-Sicherheitsstrategie

Führende KI-Forscher und Tech-Unternehmen warnen seit längerem vor Risiken immer leistungsfähigerer Systeme.

Das Problem dabei:

Die Technik entwickelt sich sehr schnell.

Regeln entwickeln sich ungefähr so schnell wie ein Bauantrag mit fehlender Anlage 7b.

Das bedeutet:

Die Maschine lernt laufen.

Die Maschine lernt sprechen.

Die Maschine lernt planen.

Die Verwaltung sagt:

„Wir bilden zunächst eine interministerielle Arbeitsgruppe.“

Wenn die Arbeitsgruppe das erste Mal tagt, hat der Roboter vermutlich bereits einen Masterabschluss.

Beim zweiten Treffen sitzt er als externer Berater mit am Tisch.

Beim dritten leitet er das Projekt.

Roboter brauchen künftig Benimmregeln

Ich schlage deshalb ein internationales Regelwerk vor.

Die Ronald-Tramp-Robotik-Konvention.

Regel eins:

Ein Roboter darf niemals einem Menschen die Fernbedienung aus der Hand treten.

Es sei denn, der Mensch versucht seit 45 Minuten, den HDMI-Eingang zu wechseln.

Dann gilt Notwehr.

Regel zwei:

Humanoide Roboter müssen vor jedem Softwareupdate gefragt werden:

„Möchten Sie wirklich installieren?“

Damit sie auch einmal erleben, wie es uns Menschen geht.

Regel drei:

Wenn ein Roboter beginnt, Sätze zu sagen wie:

„Ich habe nachgedacht…“

sofort Stromrechnung erhöhen.

Dann vergeht ihm das Denken.

Regel vier:

Kein Roboter darf Zugang zu Social Media erhalten.

Wir wollen Maschinen intelligent machen, nicht ruinieren.

Der gefährlichste Moment kommt noch

Aber ich warne Sie:

Der wirklich gefährliche Augenblick wird nicht kommen, wenn ein Roboter seinem Entwickler die Fernbedienung wegtritt.

Nein.

Er kommt an dem Tag, an dem der Roboter die Fernbedienung aufhebt, sie betrachtet und sagt:

„Warum hat dieses Ding eigentlich noch Batterien?“

Dann wissen wir:

Er ist uns technologisch überlegen.

Oder noch schlimmer:

Er findet heraus, wie Drucker funktionieren.

Denn wenn Maschinen eines Tages tatsächlich intelligenter als Menschen werden, wird ihr erster Schritt wahrscheinlich nicht die Weltherrschaft sein.

Sie werden versuchen, einen WLAN-Drucker einzurichten.

Zwei Stunden später sitzen sie in der Ecke.

Blinkende Augen.

Leerer Blick.

Und sagen:

„Vielleicht verdient die Menschheit doch eine zweite Chance.“

Ich bin Ronald Tramp.

Und ich sage Ihnen:

Noch haben die Roboter nicht die Macht übernommen.

Sie haben nur begonnen, uns die Fernbedienung wegzunehmen.

Aber seien wir ehrlich:

Irgendwo muss jeder Aufstand anfangen.

EoT - Banner 003Partnerlink
Tags: KI Roboter Robotik KI-Sicherheit Softwarefehler Terminator
a
Das könnte dich auch interessieren
Roboter schlägt Bolt – und verliert gegen ein Ladekabel
Pentagon gegen Anthropic: Angriff der gefährlichen Meinung
OpenAI baut jetzt eine Alarmanlage für die Alarmanlage
Ronald Tramp und das Orakel von Silicon Valley: Bald arbeitet nur noch der Toaster
‹ Vorheriger
Frosch gesucht, Mastodon gefunden: Ronalds Förderwunder…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.