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Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Vom Kapitol ins Pentagon: Der Karriereweg, den niemand kommen sah

Grafik: Die erstaunlichste Bewerbung Washingtons

Ein ehemaliger Kapitolstürmer arbeitet heute im US-Verteidigungsministerium. Ronald Tramp untersucht die wohl erstaunlichste Karrieregeschichte Washingtons – mit maximalem Staunfaktor.

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Ronald Tramp berichtet über die erstaunlichste Karriereleiter seit der Erfindung des Aufzugs.

Freunde, ich dachte wirklich, ich hätte inzwischen alles gesehen.

Wirklich alles.

Ich habe Politiker gesehen, die ihre Wahlversprechen vergessen haben, bevor die Tinte auf den Wahlplakaten trocken war.

Ich habe Behörden gesehen, die für die Digitalisierung ein Faxgerät fotografiert und anschließend als PDF gespeichert haben.

Ich habe sogar Menschen gesehen, die freiwillig die Nutzungsbedingungen von Software lesen.

Aber die Geschichte, die jetzt aus Washington kommt, spielt in einer ganz eigenen Liga.

Eine riesige Liga.

Die größte Liga.

Eine Liga mit Sonderparkplatz.

Denn dort arbeitet inzwischen ein ehemaliger Kapitolstürmer ausgerechnet im US-Verteidigungsministerium.

Ja.

Sie haben richtig gelesen.

Nicht als Besucher.

Nicht als Praktikant.

Nicht als Reinigungskraft.

Sondern als politisch ernannter Mitarbeiter.

Im Pentagon.

Dem Gebäude, das ungefähr so viel mit nationaler Sicherheit zu tun hat wie ein Tresor mit Bargeld.

Der Mann heißt Elias Irizarry.

Am 6. Januar 2021 drang er laut Gerichtsunterlagen mit einer Metallstange in das Kapitol ein.

Damals war er 19 Jahre alt.

Heute arbeitet er laut Berichten in einem Bereich, der sich unter anderem mit Terrorabwehr und irregulärer Kriegsführung beschäftigt.

Und genau an dieser Stelle machte mein Gehirn ein Geräusch, das normalerweise nur alte Modems erzeugen.

Denn viele Menschen gehen jahrelang durch Sicherheitsprüfungen.

Sie füllen Formulare aus.

Sie beantworten Fragen.

Sie lassen ihre Vergangenheit durchleuchten.

Sie geben Referenzen an.

Sie warten Monate oder sogar Jahre.

Und dann erfahren sie:

„Leider fehlt Ihnen die erforderliche Sicherheitsfreigabe.“

In Washington scheint man inzwischen eine alternative Methode entwickelt zu haben.

Vielleicht läuft das Bewerbungsgespräch dort inzwischen so:

„Haben Sie Erfahrung mit Regierungsgebäuden?“

„Ja.“

„Waren Sie schon einmal im Kapitol?“

„Ja.“

„Mit offizieller Einladung?“

„Ähm ...“

„Hervorragend. Sie sind eingestellt.“

Natürlich betont das Verteidigungsministerium, Irizarry sei eine qualifizierte patriotische Fachkraft.

Und vielleicht stimmt das sogar.

Vielleicht besitzt er Fähigkeiten, von denen wir nichts wissen.

Vielleicht kann er gleichzeitig zwölf Sicherheitsberichte lesen.

Vielleicht spricht er sieben Sprachen.

Vielleicht kann er einen Cyberangriff erkennen, bevor der Hacker überhaupt seinen Computer einschaltet.

Vielleicht.

Die Öffentlichkeit weiß es nicht.

Denn welche Qualifikationen ihn konkret für diesen sensiblen Bereich prädestinieren, wurde nicht erläutert.

Und genau dadurch wird die Geschichte noch interessanter.

Die berühmte Washington Post berichtet sogar, dass die Personalentscheidung intern für Verwunderung sorgt.

Verwunderung!

Das ist in Behördensprache ungefähr dasselbe wie:

„Alle laufen schreiend durch die Flure.“

Denn Verwunderung bedeutet dort normalerweise:

Jemand hat Fragen.

Sehr viele Fragen.

Und niemand möchte sie beantworten.

Besonders faszinierend ist die Karriereentwicklung.

Normalerweise schreiben Ratgeber:

„Nutzen Sie Rückschläge als Chance.“

Doch hier scheint jemand das Konzept auf eine völlig neue Ebene gehoben zu haben.

Zwei Wochen Haft.

Öffentliche Reue.

Spätere Begnadigung.

Und schließlich ein Job im Verteidigungsministerium.

Das ist ungefähr so, als würde jemand nach einem Platzverweis direkt zum Mannschaftskapitän befördert.

Hollywood hätte dieses Drehbuch abgelehnt.

Zu unrealistisch.

Zu absurd.

Zu viel Satire.

Dabei zeigte Irizarry damals vor Gericht Reue.

Er sagte, er schäme sich dafür, für immer Teil dieser Schande zu sein.

Das war eine bemerkenswerte Aussage.

Viele Beobachter glaubten damals, damit sei die Geschichte beendet.

Aber Washington wäre nicht Washington, wenn die Geschichte dort enden würde.

Washington liebt Fortsetzungen.

Manchmal sogar mehr als Streaming-Dienste.

Deshalb bekam diese Geschichte eine zweite Staffel.

Mit neuem Titel:

„Vom Kapitol ins Pentagon – Der patriotische Karriereweg.“

Experten für Personalmanagement versuchen inzwischen herauszufinden, welche Lehren man daraus ziehen kann.

Einige vermuten, dass künftig neue Bewerbungsfragen eingeführt werden könnten:

  • Können Sie unter Druck arbeiten?
  • Haben Sie Erfahrung mit Regierungsgebäuden?
  • Sind Sie bereit, ungewöhnliche Karrierewege zu beschreiten?
  • Besitzen Sie eine Metallstange?

Die letzte Frage ist bisher nicht bestätigt.

Aber man weiß ja nie.

In den sozialen Medien wird der Fall bereits diskutiert.

Die einen sehen darin ein Beispiel für zweite Chancen.

Die anderen sehen darin ein Beispiel dafür, warum Aspirin erfunden wurde.

Und wieder andere versuchen noch immer herauszufinden, ob das Ganze ein Zeitungsartikel oder eine Folge einer politischen Comedy-Serie ist.

Die Wahrheit ist:

Es ist Realität.

Oder zumindest etwas, das derzeit sehr überzeugend als Realität auftritt.

Am Ende bleibt eine bemerkenswerte Erkenntnis.

In Amerika gibt es bekanntlich den berühmten Traum vom gesellschaftlichen Aufstieg.

Vom Tellerwäscher zum Millionär.

Vom Studenten zum Unternehmer.

Vom Soldaten zum General.

Doch offenbar existiert inzwischen eine neue Variante.

Eine Variante, die niemand auf dem Karriereportal erwähnt hat.

Eine Variante, bei der Personalberater nervös werden und Sicherheitsbeauftragte plötzlich sehr lange Spaziergänge machen.

Ich bin Ronald Tramp.

Und während andere Länder Fachkräfte über Universitäten rekrutieren, scheint Washington inzwischen nach dem Motto zu arbeiten:

„Warum Lebensläufe lesen, wenn es bereits Schlagzeilen gibt?“

Großartig.

Wirklich großartig.

Vielleicht die überraschendste Bewerbungsgeschichte aller Zeiten.

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Tags: USA Donald Trump Washington Pentagon Sicherheitsfreigabe Kapitolsturm
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