Ein grün gewordenes Wasserbecken bringt Donald Trump auf die Palme. Ronald Tramp deckt auf, wie Algen plötzlich zur größten Bedrohung Amerikas wurden.
Ronald Tramp berichtet über Amerikas größte Bedrohung seit dem nassen Regen.
Freunde, Patrioten, Wasserliebhaber und Menschen mit funktionierenden Augen:
Es gibt Krisen, die erschüttern Nationen.
Es gibt Krisen, die verändern die Welt.
Und dann gibt es ein Wasserbecken in Washington, das grün geworden ist.
Ja.
Grün.
Nicht blau.
Nicht patriotisch.
Nicht präsidial.
Nicht „Make America Great Again“-blau.
Sondern grün.
Und damit begann die vermutlich größte staatsmännische Auseinandersetzung zwischen einem Präsidenten und einer Ansammlung von Algen in der Geschichte der Menschheit.
Der sogenannte Reflecting Pool am Lincoln Memorial sollte eigentlich ein Symbol amerikanischer Größe sein.
Ein majestätisches Wasserbecken.
Ein Spiegel der Nation.
Ein Monument der Perfektion.
Zumindest nach den Vorstellungen von Donald Trump.
Deshalb wurde das Becken auf seine Veranlassung hin blau gestrichen.
Nicht einfach blau.
Sondern das wahrscheinlich blaueste Blau, das jemals von einer Regierungsbehörde bestellt wurde.
Insider berichten, dass mehrere Farblieferanten gefragt wurden:
„Können Sie uns etwas liefern, das noch blauer ist als der Himmel?“
Heute allerdings erinnert das Becken eher an einen ambitionierten Froschteich mit Karriereplänen.
Wo einst strahlendes Blau glitzerte, schimmert inzwischen ein sumpfiges Grün.
Und genau das bringt den Präsidenten zur Weißglut.
Trump hat nun erklärt, dass „schlimme Vandalen“ hinter dem Vorfall stecken.
Vandalen.
Nicht Algen.
Nicht Biologie.
Nicht Chemie.
Nicht Sonnenlicht.
Nicht Natur.
Vandalen.
Offenbar gibt es in Washington eine geheime Untergrundorganisation, deren Mitglieder nachts mit Eimern voller Algen umherziehen.
Der Name der Gruppe soll laut unbestätigten Quellen lauten:
„Antifaquarium“.
Die Mitglieder treffen sich angeblich in geheimen Kellern und diskutieren stundenlang über Wassertrübung, pH-Werte und die revolutionäre Kraft von Wasserpflanzen.
Trump zeigte sich empört.
„Von allen Brunnen und Statuen wurde nur dieses Becken angegriffen!“
Ein überzeugendes Argument.
Denn bekanntlich werden Algen immer politisch aktiv, sobald sie auf Präsidenten treffen.
Wissenschaftler versuchen derweil verzweifelt zu erklären, dass stehendes Wasser unter bestimmten Bedingungen tatsächlich grün werden kann.
Doch gegen politische Empörung haben es Wissenschaftler traditionell schwer.
Ein Biologe erklärte:
„Algen wachsen durch Licht und Nährstoffe.“
Daraufhin wurde er vermutlich sofort verdächtigt, Teil der Verschwörung zu sein.
Denn die Faktenlage scheint eindeutig:
Das Wasser wurde grün.
Trump mag Blau.
Also muss jemand schuld sein.
Und wer schuld ist, steht bereits fest:
Die Vandalen.
Wer genau diese Vandalen sind?
Das weiß niemand.
Wie sie das gemacht haben?
Unklar.
Warum sie das gemacht haben?
Ebenfalls unklar.
Aber sie existieren.
Irgendwo.
Wahrscheinlich.
Möglicherweise.
Vielleicht.
Zur Sicherheit kündigte Trump gleich Haftstrafen von bis zu zehn Jahren an.
Zehn Jahre.
Für die mutmaßliche Beschädigung eines Wasserbeckens.
Einige Juristen waren überrascht.
Andere dachten zunächst, es handle sich um einen Scherz.
Doch nein.
Das war ernst gemeint.
Amerikas Strafvollzugsbehörden könnten also bald mit Fällen beschäftigt sein wie:
„Vereinigte Staaten gegen Alge Nummer 17.“
„Der Angeklagte wird beschuldigt, sich vorsätzlich photosynthetisch vermehrt zu haben.“
„Wie plädieren Sie?“
„Blubb.“
In Washington kursieren bereits erste Spekulationen über die Ermittlungen.
Es soll eine spezielle Taskforce gegründet werden.
Die sogenannte:
W.A.T.E.R.
Water Against Terrible Environmental Rebels
Ihre Aufgabe:
Das Aufspüren verdächtiger Wasserorganismen.
Verdächtige Merkmale:
- grüne Farbe
- Aufenthalt im Wasser
- fehlender Personalausweis
- auffällige Photosynthese
Experten gehen davon aus, dass die Ermittler bald auch Enten befragen werden.
Schließlich waren diese regelmäßig am Tatort.
Und wer weiß schon, was Enten verbergen.
Währenddessen zeigt sich das Lincoln Memorial selbst erstaunlich gelassen.
Abraham Lincoln hat Bürgerkrieg, politische Krisen und Generationen von Touristen überstanden.
Nun beobachtet seine Statue schweigend, wie ein Wasserbecken zum nationalen Sicherheitsproblem erklärt wird.
Auch die Algen selbst äußerten sich bislang nicht.
Ihr Pressesprecher war für eine Stellungnahme nicht erreichbar.
Vermutlich, weil Algen traditionell eine zurückhaltende Kommunikationsstrategie verfolgen.
Am Ende bleibt eine Erkenntnis:
Manche Politiker kämpfen gegen Inflation.
Andere gegen Kriminalität.
Wieder andere gegen geopolitische Konflikte.
Doch Donald Trump hat sich einer noch größeren Herausforderung gestellt.
Der Natur.
Und die Natur antwortete wie immer:
Mit einer sehr dünnen, leicht schleimigen grünen Schicht.
Die eigentliche Siegerin dieser Geschichte ist daher nicht die Politik.
Nicht die Justiz.
Nicht die Verwaltung.
Nicht einmal das Wasserbecken.
Sondern eine kleine, unscheinbare Alge.
Denn nur wenige Organismen können von sich behaupten, dass ein Präsident der Vereinigten Staaten persönlich zehn Jahre Haft für ihre Existenz in Aussicht gestellt hat.
Das schaffen normalerweise nur internationale Superschurken.
Oder Parkautomaten.
Oder Leute, die das WLAN-Passwort ändern.
Und so endet Amerikas neuester Kulturkampf nicht zwischen Parteien, Ideologien oder Staaten.
Sondern zwischen einem Mann mit Social-Media-Account und einer Ansammlung äußerst erfolgreicher Wasserpflanzen.
Und nach aktuellem Stand führen die Wasserpflanzen.

