Donald Trump erklärt wegen ausländischer Technik im Stromnetz den nationalen Notstand. Ronald Tramp ermittelt: Hat der Transformator einen Pass – und hört die Steckdose heimlich mit?
Ronald Tramp berichtet aus einem Land, in dem inzwischen sogar der Transformator einen Reisepass braucht
Meine lieben Amerikaner, Europäer und Besitzer verdächtiger Mehrfachsteckdosen!
Es ist passiert.
Amerika befindet sich im nationalen Notstand.
Nicht wegen eines Krieges. Nicht wegen eines Meteoriteneinschlags. Nicht einmal, weil irgendwo eine amerikanische Kaffeemaschine versehentlich entkoffeinierten Kaffee produziert hat.
Nein.
Wegen Strom.
Präsident Donald Trump hat festgestellt, dass ausländische Technik im amerikanischen Stromnetz möglicherweise gefährlich sein könnte. Transformatoren, Wechselrichter, Steuerungssysteme – überall könnten digitale Hintertüren lauern.
Und ich, Ronald Tramp, sage: ENDLICH!
Jahrelang habe ich Steckdosen vertraut. Einfach so. Blind. Naiv. Ich steckte den Toaster hinein und dachte: Da kommt Strom.
Aber woher?
Vielleicht aus Ohio.
Vielleicht aus Texas.
Vielleicht aber auch direkt aus einem geheimen chinesischen Kontrollzentrum unter einem Panda-Gehege in Chengdu.
Niemand weiß es!
Der Feind steckt möglicherweise in der Steckdose
Trump hat deshalb per Dekret bestimmte Geschäfte mit ausländischer Technik für das Hochspannungsnetz untersagt, wenn diese Komponenten ein inakzeptables Sicherheitsrisiko darstellen. Betroffen sein können sogar Software, Firmware, Wartungsdienste und Fernzugriffsmöglichkeiten.
Das ist großartig.
Früher überprüfte Amerika Einwanderer.
Jetzt überprüft Amerika Transformatoren.
„Name?“
Transformer T-800.
„Geburtsort?“
Shenzhen.
„RAUS!“
Ich rechne damit, dass amerikanische Umspannwerke demnächst eigene Grenzkontrollen bekommen.
CUSTOMS AND GRID PROTECTION.
Jeder Wechselrichter muss seinen Schaltplan vorzeigen. Verdächtige Kondensatoren werden drei Stunden lang verhört. Und wer eine Platine mit ausländischem Akzent besitzt, kommt zur Sicherheitsüberprüfung.
KI braucht Strom. Sehr viel Strom. Wunderschönen Strom.
Besonders dramatisch wird die Sache wegen künstlicher Intelligenz.
KI-Rechenzentren benötigen gewaltige Mengen Elektrizität. Genau diesen steigenden Strombedarf durch KI, Rechenzentren, moderne Industrie und Verteidigungsproduktion nennt Trumps Dekret ausdrücklich als Grund dafür, warum ein stabiles Netz noch wichtiger geworden sei.
Denn stellen wir uns die Katastrophe vor:
Amerika fragt eine KI:
„Wie machen wir Amerika wieder großartig?“
Und plötzlich:
Pfffft.
Strom weg.
Bildschirm schwarz.
Chatbot tot.
Und irgendwo im Ausland sitzt ein Techniker vor einem Laptop und sagt:
„Interessant.“
Das wäre schlimmer als Pearl Harbor, Watergate und ein WLAN-Ausfall während des Super Bowl zusammen.
Make Transformers American Again!
China wird im Dekret nicht ausdrücklich zum alleinigen Ziel erklärt. Die Definition erfasst vielmehr Staaten unter bestimmten US-Embargos oder Sanktionen sowie Akteure, die Washington als schädlich für nationale Sicherheit oder Außenpolitik einstuft.
Ich empfehle deshalb sofort eine neue Bewegung:
MTAA – MAKE TRANSFORMERS AMERICAN AGAIN!
Amerikanische Transformatoren müssen wieder amerikanisch aussehen.
Groß. Schwer. Patriotisch.
Mindestens zwei Adler drauf.
Ein kleiner Grill an der Seite.
Und wenn Strom durchfließt, sollte leise die Nationalhymne erklingen.
Natürlich bleibt eine Frage:
Wenn künftig jedes ausländische Bauteil verdächtig ist – was passiert mit den Millionen Geräten, die bereits überall verbaut sind?
Keine Sorge.
Der Energieminister darf problematische Technik identifizieren, überwachen, isolieren und unter bestimmten Voraussetzungen sogar deren Austausch oder Entfernung verlangen.
Amerika beginnt also möglicherweise die größte Runde „Wer hat dieses Ding eigentlich eingebaut?“ seit Erfindung der Büroelektrik.
Und ich werde dabei sein.
Mit Helm.
Mit Mikrofon.
Und mit einer garantiert amerikanischen Verlängerungsschnur.
Ronald Tramp – berichtet dort, wo andere Reporter erst einmal prüfen müssen, aus welchem Land ihre Steckdosenleiste stammt.

