RT
Ronald Tramp
Macht Meinung wieder Gross!

Putins Friedensgipfel: Selenskyj darf kommen – aber bitte nach Moskau

Grafik: Putins Friedensgipfel - Abholung bitte in Moskau

Selenskyj will Putin beim G20-Gipfel in Miami treffen. Moskau hält dagegen: Treffen gerne – aber in Moskau. Ronald Tramp untersucht Putins revolutionäres Friedensmodell „Diplomatie nur bei Selbstabholung“.

EoT - Banner 001Partnerlink

Von Ronald Tramp – dem einzigen Reporter, der bei Putins Friedensangeboten zuerst nachschaut, ob im Kleingedruckten „Treffpunkt Kreml“ steht.

Meine Damen und Herren, wir erleben einen historischen Durchbruch in der internationalen Diplomatie. Einen unglaublichen Durchbruch. Einen Durchbruch von solcher Größe, dass Henry Kissinger vermutlich noch einmal kurz aus dem Geschichtsbuch schauen würde, um sicherzugehen, dass er richtig gelesen hat:

Wolodymyr Selenskyj möchte Wladimir Putin treffen.

Putin beziehungsweise der Kreml ist grundsätzlich offenbar auch bereit.

Fantastisch!

Es gibt lediglich eine winzige Meinungsverschiedenheit.

Selenskyj denkt an Miami.

Moskau denkt an …

MOSKAU.

Natürlich!

Warum sollte man sich für Friedensgespräche auch an einem neutralen oder gemeinsam akzeptierten Ort treffen, wenn eine Seite einfach sagen kann:

„Komm doch zu uns!“

Das ist Diplomatie nach dem Prinzip Gebrauchtwagenverkauf.

„Sie interessieren sich für das Fahrzeug? Wunderbar. Treffen wir uns nachts um halb drei hinter meiner Garage. Bargeld mitbringen.“

Selenskyj hatte vorgeschlagen, Putin beim G20-Gipfel in Miami persönlich gegenüberzutreten. Dort soll schließlich ohnehin ein internationales Gipfeltreffen stattfinden, und Donald Trump hatte bereits erklärt, eine russische Teilnahme könne „wahrscheinlich sehr hilfreich“ sein.

Der Kreml sagt dagegen: Miami?

Unmöglich!

Moskau?

Selbstverständlich!

Ich bin beeindruckt.

Das ist ungefähr so, als würde Mike Tyson nach einer Kneipenschlägerei zu seinem Gegner sagen:

„Wir sollten das friedlich klären. Komm einfach allein in meinen Boxkeller.“

Putins Friedensdiplomatie besitzt damit ungefähr die Flexibilität eines russischen Grenzpfostens.

Treffen ja.

Ort verhandelbar.

Zur Auswahl stehen:

Moskau.

Moskau.

Oder – bei rechtzeitiger Buchung – Moskau.

Vielleicht gibt es noch das Premium-Paket:

Moskau mit Frühstück.

Besonders bemerkenswert ist, dass sich Putin und Selenskyj seit Beginn des russischen Angriffskrieges 2022 nicht persönlich getroffen haben. Nach mehr als viereinhalb Jahren Krieg wäre ein direktes Gespräch also tatsächlich ein bedeutender Schritt.

Und deshalb diskutiert man jetzt natürlich über die wirklich entscheidende Frage:

WER MUSS WO HINFAHREN?

Millionen Menschen warten auf Frieden, während die Diplomatie klingt wie eine WhatsApp-Gruppe vor einem Klassentreffen.

Selenskyj: „Miami?“

Putin: „Moskau.“

Selenskyj: „New York?“

Putin: „Moskau.“

Trump: „Florida! Beautiful Florida!“

Putin: „Moskau.“

Google Maps hat den Chat verlassen.

Dabei laufen offenbar bereits amerikanische Vermittlungsbemühungen. Steve Witkoff und Jared Kushner reisten nach Moskau und Kiew, Trump telefonierte mit Putin, und der Kreml bezeichnete das Gespräch als „äußerst offen“.

Äußerst offen!

Das ist diplomatische Sprache.

Das kann alles bedeuten zwischen „Wir hatten ein konstruktives Gespräch“ und „Vier Dolmetscher benötigen jetzt Urlaub“.

Trump dürfte jedenfalls begeistert sein. Denn sollte es tatsächlich irgendwann zu einem Treffen zwischen Putin und Selenskyj unter amerikanischer Vermittlung kommen, würde Trump vermutlich noch während des Händedrucks eine Pressekonferenz eröffnen:

„Nobody has ever brought two people into the same room like me. Incredible room. Maybe the greatest room ever.“

Und natürlich wäre Miami für Trump geradezu perfekt.

Sonne.

Florida.

Fernsehkameras.

G20.

Trump.

Noch mehr Kameras.

Ein Friedensgipfel könnte dort schnell aussehen wie das Staffelfinale von „The Geopolitical Apprentice“.

Trump sitzt am Tisch.

Putin links.

Selenskyj rechts.

Trump öffnet einen goldenen Umschlag:

„Vladimir … Volodymyr … one of you is getting a peace deal.“

Wer verliert, muss Mar-a-Lago verlassen.

Doch der Kreml möchte lieber Moskau.

Man stelle sich Selenskyjs Reiseplanung vor.

„Herr Präsident, Russland lädt Sie zu Friedensgesprächen ein.“

„Wo?“

„In der Hauptstadt des Landes, das Ihr Land seit 2022 angreift.“

Kurze Pause.

„Gibt es Alternativen?“

„Ja.“

„Welche?“

„Sie könnten vom Flughafen in Moskau abgeholt werden.“

Das ist nicht wirklich ein Kompromiss. Das ist eine Ortsangabe mit diplomatischem Selbstbewusstsein.

Währenddessen gehen die Angriffe weiter. Menschen sterben, Wohnhäuser werden getroffen, Infrastruktur wird beschädigt. Genau deshalb ist die Debatte hinter aller Satire bitter ernst: Ein tatsächlicher Verhandlungsprozess wäre dringend nötig.

Doch Verhandlungen funktionieren normalerweise besser, wenn bereits die Wahl des Besprechungsraums nicht wie ein geopolitischer Dominanztest wirkt.

Die Ukraine erwartet offenbar weitere Gespräche im Oktober, möglicherweise sogar im Dreierformat mit den USA und Russland.

Das könnte spannend werden.

Drei Delegationen.

Drei Vorstellungen.

Eine Frage:

Wo?

Die USA sagen möglicherweise Miami.

Die Ukraine sagt vielleicht neutraler Boden.

Russland sagt Moskau.

Und die Schweiz sitzt irgendwo traurig vor einem leeren Konferenzzentrum und fragt:

„Hallo? Wir machen sowas beruflich!“

Ich bin Ronald Tramp, und ich glaube, ich habe Putins neue Friedensformel verstanden:

Man ist jederzeit bereit zu verhandeln.

Man ist jederzeit bereit zu reden.

Man ist jederzeit bereit, Kompromisse zu diskutieren.

Solange der andere zunächst beim Kreml klingelt.

Das ist kein Friedensgipfel.

Das ist Lieferung nur bei Selbstabholung.

Und sollte Selenskyj tatsächlich irgendwann in Moskau erscheinen, wird Putin vermutlich sagen:

„Sehen Sie? Russland wollte immer Gespräche.“

Ja.

Und der Wolf wollte mit Rotkäppchen vermutlich auch nur über den Picknickkorb verhandeln.

Satiressum - Banner 001Partnerlink
Tags: Donald Trump Russland Wladimir Putin Ukraine Wolodymyr Selenskyj
a
Das könnte dich auch interessieren
Der größte politische Imagewechsel seit der Erfindung des Goldsprays
Wenn selbst das Wörterbuch kapituliert - Wladimirs Spezialoperation entdeckt den Krieg
Putin erklärt Sachsen-Anhalt – und plötzlich ist wieder der Westen schuld
G20-Familienfoto: Klingbeil lässt Russland draußen
‹ Vorheriger
Washington XXL: Trump bestellt Geschichte jetzt in 30 Fuß…
Verpasse keine Enthüllung!
Abonniere meinen Newsletter und erhalte die Wahrheit regelmäßig – direkt und ungefiltert.